*Buch-Werbung

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein Anlass um gute Vorsätze und Änderungen im persönlichen Lebensstil umzusetzen. Mehr Sport machen, gesünder essen, mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit mit der Familie verbringen, nachhaltiger leben und so weiter. Ein bestimmter Körperbereich, der uns laufend beschäftigt und dem wir uns in Zukunft mehr widmen wollen, ist unser Rücken. Rückenschmerzen zählen zu den Haupt-Volkskrankheiten in unserer westlichen Zivilisation und es gibt kein allgemeines „Heilmittel“ dagegen. Wir sitzen viel zu viel, bewegen uns zu wenig, ernähren uns vielleicht ungesund, leiden unter Stress und wenn wir uns bewegen, dann sind es oft einseitige Bewegungen (z.B. nimmt man beim Radfahren wieder eine „sitzende Position“ ein, beim Garteln bückt man sich wieder nach vorne und führt oft stundenlang einseitige Bewegungen aus). Es gibt unzählige Bücher und Publikationen, die sich mit dem Thema beschäftigen und ebenso viele verschiedene Ansichten und Meinungen. Ich habe folgende 5 Bücher unter die Lupe genommen und möchte euch meine Erkenntnisse daraus präsentieren:
  • „Wie der Rücken die Seele und die Seele den Rücken heilt“ von Kurt Mosetter und Reiner Mosetter
  • „Deutschland hat Rücken“ von Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht
  • „Osteopathie“ von Christoph Newiger
  • „Die ganzheitliche Dorn Methode“ von Dieter Dorn
  • „Atlas des ganzheitlichen Heilens“ von Anna Elisabeth Röcker

Buchvorstellungen-Rücken-Steiermarkgarten


Wie der Rücken die Seele und die Seele den Rücken heilt

Die Autoren Dr. med. Kurt Mosetter und Reiner Mosetter sind Brüder. Kurt Mosetter ist Arzt, Heilpraktiker und Begründer der Myoreflextherapie. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählen Schmerzbehandlung, neuromuskuläre Traumatherapie, neurologische und neurodegenerative Erkrankungen, Entwicklungsverzögerungen sowie Ernährungsmedizin. Auf Initiative von Jürgen Klinsmann kümmert er sich seit 2011 um Gesundheit und Fitness der Spieler der US-amerikanischen Fußballmannschaft. Reiner Mosetter studierte Philosophie und Germanistik. Er ist neben seinem Bruder Geschäftsführer des Zentrums für interdisziplinäre Therapien mit Schwerpunkt der Gestaltung von Aus- und Weiterbildungen. Außerdem ist er Trainer und Berater für Myoreflextherapie.
Das Buch ist in einen Grundlagen- und einen Praxisteil gegliedert. Im Grundlagenteil erklärt Dr. Kurt Mosetter, wie komplex die physischen und psychischen Zusammenhänge in unserem Körper sind, welche wichtige Rolle die Muskeln spielen, wie Rückenschmerzen entstehen und wie die Myoreflextherapie helfen kann. Für ihn liefert die westliche Schulmedizin allein keine adäquaten Methoden zur Linderung von Rückenschmerzen, weil sie einzelne Schmerzen isoliert betrachtet. Aus diesem Grund hat er auch im asiatischen Raum gelebt und gelernt. „Die Myoreflextherapie hat ihre Wurzeln zwar in der europäischen Tradition – in Fächern wie der Anatomie, der Physik und Biomechanik, der Neurophysiologie sowie der Orthopädie -, sie basiert aber gleichzeitig auch auf der Lehre und der Erfahrungsmedizin der östlichen Welt, insbesondere der „Klassischen Chinesische Medizin“ (auch „Traditionelle Chinesische Medizin“ oder kurz „TCM“) mir ihrem komplexen Systemdenken.“ Außerdem beschreibt der Autor die schwierige und langjährige Krankheitsgeschichte seines Vaters und präsentiert gängige Schmerzbilder anhand von Patienten-Beispielen. Im Praxisteil kann der Leser durch einen Test seine persönlichen Problembereiche identifizieren. Anschließend folgen Übungen, die man selbst zu Hause durchführen kann. Zum Schluss beschreibt der Autor welche wichtige Rolle unsere Ernährung spielt, welche Lebensmittel gut für unsere Gesundheit und unseren Rücken sind und auf welche man besser verzichten sollte. Im Anhang findet der Leser eine Übersicht über die Meridiane und die fünf Elemente.
Das Buch ist schön aufgebaut, interessant zu lesen, regt zum Nachdenken an und die Myoreflextherapie hat mich persönlich komplett überzeugt. Dr. Mosetter beschreibt die komplexen Zusammenhänge im Körper und Auslöser für Schmerzen sehr gut. Dank dieses Buches habe ich zum ersten Mal verstanden, wie genau Spannung und Entspannung der Muskeln zusammenspielen bzw. Schmerzen auslösen können. Ich hatte einige Aha-Momente, habe mich an vielen Stellen wiedergefunden und nehme mir die Ratschläge zu Herzen. Die Übungen führe ich regelmäßig aus und fühle mich dadurch wirklich besser. Auch im Internet habe ich interessante Informationen auf der Homepage der Myoreflextherapie bzw. dem Youtube Kanal gefunden.
 „Wie der Rücken die Seele und die Seele den Rücken heilt“
Kurt Mosetter und Reiner Mosetter
arkana Verlag
ISBN 978-3-442-34144-3
Buchvorstellung-Myoreflextherapie-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Myoreflextherapie-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Myoreflextherapie-Steiermarkgarten

Deutschland hat Rücken

Das Ehepaar Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht entwickeln und lehren seit 1987 die nach ihnen benannte Schmerztherapie. Die Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren mit Schwerpunkt Ernährungs- und Orthomolekularmedizin und ihr Mann, der Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau studierte und passionierter Kampfkünstler und Bewegungstherapeut ist, haben diese Schmerztherapie medienwirksam aufgezogen und sind mittlerweile einem großen Publikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt.
„Deutschland hat Rücken“ ist als Selbsthilfebuch konzipiert. Nach einer Vorstellung der Vision der Liebscher und Bracht Schmerztherapie, einen Überblick über Studienergebnisse und die herkömmliche Schmerztherapie erläutert der Autor die Ursachen, die seiner Meinung nach zu Rückenschmerzen führen und wie Ernährung, Psyche und Umfeld unsere Rückengesundheit beeinflussen. Dann geht er auf die Wirkung von Schmerzmitteln, Physiotherapie, Chiropraktik, Operationen, Krafttraining, Rückenschulen und Yoga ein. Anschließend folgt ein Kapitel mit Übungen sowie Ratschlägen für eine gesunde Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Am Ende des Buches findet der Leser ein Kapitel über Light-Osteopressur und Faszien-Rollmassage.
Bei meiner persönlichen Meinung über dieses Buch bin ich hin- und hergerissen. Viele Punkte daraus finde ich nachvollziehbar und bin davon überzeugt, dass sie Sinn ergeben. Als Hauptursache für Rückenschmerzen identifiziert der Autor verkürzte bzw. permanent angespannte Muskeln und Faszien durch Fehlhaltungen des menschlichen Körpers in der heutigen Zeit. Die aufgezeigten Zusammenhänge finde ich sehr interessant und ich habe einige überschneidende Ansichten mit dem oben vorgestellten Buch „Wie der Rücken die Seele und die Seele den Rücken heilt“ festgestellt. Bei Recherchen im Internet habe ich gelesen, dass Roland Liebscher-Bracht bei Dr. Mosetter gelernt hat. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber es würde einige ähnliche Denkansätze und Affinitäten bei der Durchführung der vorgestellten Übungen erklären. Sehr gut gefällt mir, dass es einen Videoteil zu den Übungen im Buch gibt. Ohnehin finden sich auf Youtube sehr viele Videos zur Liebscher und Bracht Schmerztherapie. Was mir an dem Buch gar nicht gefallen hat, ist die laufende Werbung und Selbstbeweihräucherung. Andere Untersuchungen werden ins Lächerliche gezogen, laut Autor ist die Liebscher und Bracht Schmerztherapie die einzig wirkungsvolle. Außerdem glaube ich nicht, dass alle Rückenprobleme auf die genannten Ursachen zurückzuführen sind und diese Übungen für alle Patienten gleichermaßen helfen. Die Übungen finde ich gut (obwohl sie nicht ganz neu sind), allerdings würde ich sie keinem Laien empfehlen, der noch nie Übungen dieser Art ausgeführt hat, schon gar nicht, wenn er gerade an starken Schmerzen leidet. Der Autor hat keine medizinisch therapeutische Ausbildung und empfiehlt diese Übungen ohne Anamnese pauschal bei Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparats.
 „Deutschland hat Rücken“
Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht
mosaik Verlag
ISBN 978-3-442-393442
Buchvorstellung-Deutschland-hat-Rücken-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Deutschland-hat-Rücken-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Deutschland-hat-Rücken-Steiermarkgarten


Osteopathie - Sanftes Heilen mit den Händen

Der Autor Christoph Newiger arbeitet als Medizinjournalist und Sachbuchautor. Seit 2011 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift „Osteopathische Medizin“ im Elsevier Verlag und betreibt die Website Osteokompass.de, auf der man alle Informationen zu den zahlreichen osteopathischen Institutionen und ihrem Angebot erhält.
Das Buch ist in vier Teile gegliedert: Grundlagen, Methoden, Anwendungen und Nützliche Hinweise. Im ersten Teil erfährt der Leser was Osteopathie ist und wie die Bestandteile unseres Körpers (Bewegungsapparat, innere Organe, etc.) mit den Selbstheilungskräften zusammenspielen. Im Methoden-Teil erläutert der Autor den Ablauf einer Behandlung beim Orthopäden. Im Anwendungen-Teil werden die vielfältigen Einsatzgebiete der Osteopathie erklärt. Hier wird auf die Ursachen gesundheitlicher Beeinträchtigungen eingegangen und hingewiesen, wo die Schulmedizin oder die Osteopathie an Grenzen stoßen. Im letzten Kapitel findet der Leser praktische Informationen z.B. über die Rechtslage, Kosten und Qualitätskriterien bei der Behandlung.
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der einen allgemeinen Einblick in die Osteopathie gewinnen will. Es ist kein Selbsthilfebuch, sondern es liefert ausführliche Informationen über die Behandlungsform an sich. Ich selbst konnte mich von ihrer Wirksamkeit bereits überzeugen und verstehe die Vorgehensweise meiner Osteopathin nun besser.
 „Osteopathie - Sanftes Heilen mit den Händen“
Christoph Newiger
Goldmann Verlag
ISBN 978-3-442-177882
Buchvorstellung-Osteopathie-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Osteopathie-Steiermarkgarten


Die ganzheitliche Dorn Methode

Dieter Dorn (1938-2011) ist der Begründer der nach ihm benannten ganzheitlichen Therapie. Die Methode Dorn gehört mittlerweile zum festen Bestand alternativer physiotherapeutischer Heilmethoden.
Zu Beginn des Buches wird die Methode Dorn und ihre Entwicklung vorgestellt. Dann beschreibt der Autor wie wir sitzende Menschen geworden sind. Anschließend erläutert er leicht verständlich anatomisches Wissen über die Wirbelsäule und widmet verschiedenen Körperbereichen jeweils ein eigenes Kapitel, in dem er beschreibt welche Signale der Körper bei einem Ungleichgewicht aussendet (Schmerzen), was der Dorn Behandler in dieser Situation macht und präsentiert Selbsthilfeübungen. Am Ende des Buches fasst er sieben goldene Regeln für einen starken Rücken zusammen.
Das Buch ist durch den lockeren Schreibstil auch für Laien leicht verständlich und ich konnte ein paar Punkte daraus mitnehmen. Gut gefallen hat mir, dass der Autor neben den körperlichen Beschwerden auch auf den Zusammenhang mit der Psyche eingeht und Ansichten aus Heilansätzen wie der Traditionellen Chinesischen Medizin und den Chakras erläutert. Die Dorn Methode selbst sagt mir leider nicht zu. Es handelt sich um eine Methode zur Korrektur von Fehlstellungen der Wirbel und Gelenke, die man laut Angaben im Buch auch selbst durchführen kann. Meiner Meinung nach sollte man mit Wirbel- und Gelenkeinrenkungen nicht selbst experimentieren, sondern im Bedarfsfall einen ausgebildeten Facharzt (Chiropraktiker, Orthopäde,…) aufsuchen. Wahrscheinlich bin ich aber nicht die exakte Zielgruppe dafür, weil meine Rückenschmerzen hauptsächlich aus muskulären Verspannungen resultieren.
 „Die ganzheitliche Dorn Methode“
Dieter Dorn
Heyne Verlag
ISBN 978-3-453-703322
Buchvorstellung-Dorn-Methode-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Dorn-Methode-Steiermarkgarten


Atlas des ganzheitlichen Heilens

Die Autorin Anna Elisabeth Röcker ist seit mehr als 25 Jahren in eigener Therapie-Praxis in München tätig. Sie ist Heilpraktikerin, Yogalehrerin, Musiktherapeutin und Autorin zahlreicher erfolgreicher Gesundheits- und Lebenshilfe-Ratgeber.
Das Buch ist in folgende Kapitel gegliedert: Chinesische Medizin, Die Fünf-Elemente-Lehre, Die Meridiane, Aktivierung der Meridian-Energie, Ohrakupunktur, Die energetische Beziehung der Zähne zum Gesamtorganismus, Die Organuhr, Akupressur, Chakras – die sieben Kraftzentren, Fußreflexzonenmassage, Handreflexzonenmassage, Die Wirbelsäulensegmente. Zu jedem Kapitel werden die wesentlichsten Informationen, begleitet von anschaulichen Bildern, zusammengefasst.
Ich wollte mir als Einsteiger einen Überblick über verschiedene Heilansätze verschaffen, daher ist das Buch für mich genau richtig. Es ist übersichtlich gestaltet und verschafft ein Grundverständnis über Meridiane, Akupunktur u.s.w. Für die Praxis bzw. jemanden, der sich intensiv mit einer der vorgestellten Heilmethoden befassen will, ist es zu knapp geraten.
 „Atlas des ganzheitlichen Heilens“
Anna Elisabeth Röcker
Irisiana Verlag
ISBN 978-3-424-15164-0
Buchvorstellung-Atlas-des-ganzheitlichen-Heilens-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Atlas-des-ganzheitlichen-Heilens-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Atlas-des-ganzheitlichen-Heilens-Steiermarkgarten


Die Bücher wurden mir als Rezensionsexemplare kostenlos von der Verlagsgruppe RandomHouseGmbH* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Bei meinen Rezensionen handelt es sich um meine eigene Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde!


Liebe Grüße,
 
Zum Pinnen:
Buchvorstellung-Atlas-des-ganzheitlichen-Heilens-Pin-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Deutschland-hat-Rücken-Pin-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Dorn-Methode-Pin-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Myoreflextherapie-Pin-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Osteopathie-Pin-Steiermarkgarten


Mit starkem Rücken ins neue Jahr

*Buch-Werbung Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein Anlass um gute Vorsätze und Änderungen im persönlichen Lebensstil umzusetze...
*Enthält Werbung

Fermentieren ist in aller Munde! Diese Konservierungsmethode galt fast schon als vergessen, doch seit einigen Jahren erlebt sie ein Comeback und fermentierte Speisen boomen. Kein Wunder, denn Fermentiertes ist wahnsinnig gesund und bietet eine riesige Geschmacksvielfalt. Während der Fermentation bleiben die ursprünglichen Inhaltsstoffe nicht nur weitgehend erhalten, sondern der Vitamingehalt steigt sogar noch zusätzlich an. Es gilt als Superfood für den Darm, weil die enthaltenen Milchsäurebakterien das Gemüse vorverdauen und es so bekömmlicher und für den Darm sehr gut verwertbar machen. Außerdem ist diese Konservierungsmethode einfach, günstig und umweltschonend.
selber-fermentieren-Steiermarkgarten

Was passiert während dem Fermentationsprozess?

Beim Fermentieren wird Gemüse mit etwas Salz in einem Behälter unter Sauerstoffabschluss an einen warmen Ort gestellt (ideal sind Temperaturen zwischen 20-24°C). In dem salzigen, sauerstoffarmen Milieu können sich die Milchsäurebakterien, die in Gemüse und Milchprodukten zu finden sind, wunderbar ausbreiten und schlechte Pilze und Bakterien verdrängen, welche zu Schimmel und Verderben führen könnten. Milchsäurebakterien wandeln Kohlenhydrate (Milchzucker, der sowohl in Milch als auch im Gemüse enthalten ist) in Milchsäure um. Diese hat eine konservierende Wirkung und das Ferment wird haltbar.
Milchsauer-Einlegen-Steiermarkgarten

Wieso ist Fermentiertes so gesund?

Die ursprünglich enthaltenen Inhaltsstoffe bleiben weitgehend erhalten, weil das Gemüse weder Hitze (Einkochen, Einwecken, Dörren, Trocknen) noch Kälte (Einfrieren) ausgesetzt ist. Der gesundheitliche Wert des Gärgemüses wird sogar noch erhöht: Beim Fermentieren entstehen wichtige Enzyme, Vitamin C und geringe Mengen Vitamin B. Milchsäurebakterien fördern eine gesunde Darmflora, begünstigen die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung und schaffen das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen. Fermentiertes ist sehr kalorienarm und ballaststoffreich. Lange vor unserer Zeit war Sauerkraut die wichtigste Vitamin C Quelle überhaupt.

Welches Gemüse eignet sich zum Fermentieren?

In unseren Breiten ist Sauerkraut (Weißkohl) am bekanntesten, aber auch viele andere Gemüsearten, vor allem Wurzelgemüse, eignen sich sehr gut zum Fermentieren. Einzig Blattgemüse eignen sich weniger, weil sie schleimig werden. Der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Am besten probiert man verschiedenste Kombinationen aus Gemüse, Kräutern und Gewürzen aus, um die persönlichen Favoriten zu identifizieren. Man kann dabei eigentlich nichts falsch machen.
fermentiertes-Rotkraut-Zwiebel-Apfel-Sellerie-Kürbis-Steiermarkgarten

Schritt für Schritt Anleitung

1. Wie auch bei allen anderen Konservierungsmethoden sollte man sehr sauber arbeiten. Vor dem Einlegen alle Gläser und Geräte, die mit dem Gemüse in Kontakt kommen, abkochen bzw. ganz heiß abwaschen.
2. Grundsätzlich wird zum Fermentieren ein spezieller Steingutgärtopf* verwendet. In großen Gläsern*, die sich verschließen lassen, funktioniert es aber ebenso gut. Bezüglich Fassungsvermögen muss man sich nach der verwendeten Menge an Gemüse richten. Das Gefäß sollte nur zu 2/3 befüllt werden, d.h. ein Glas mit 1 Liter Fassungsvermögen ist bei 600-700 g Gemüse ideal.
3. Vor dem Einlegen das Gemüse waschen, fein hobeln oder in feine Scheiben schneiden. Je mehr das Gemüse zerkleinert wird, desto intensiver schmeckt es letztendlich. Auch hier gilt: ausprobieren.
Festes Gemüse wie Kohl, Rote Bete oder Wurzelgemüse wird zusammen mit Salz, Gewürzen und Kräutern je nach Geschmack (z.B. Dill, Kümmel, Koriander, Kren, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Estragon, Bohnenkraut, Oregano, Thymian, Borretsch, Knoblauch, Zwiebeln, Himbeer-, Brombeer-, Wein-, Schwarze Johannisbeerblätter) in einen Topf geschichtet und so lange gestampft bis Flüssigkeit austritt. Dazu eignet sich z.B. ein Holzstampfer*Ein Salzanteil von 1,5-2 Gewichtsprozent (15-20 g pro kg Gemüse) ist für die konservierende Wirkung wichtig, solange nicht genügend Milchsäure gebildet wurde. Andernfalls gewinnen die Hefen die Oberhand und es kommt zu einer alkoholischen Gärung, die schließlich zur Fäulnis führt. Das Gärgut muss am Ende vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Eventuell muss man mit einer Salzlake auffüllen. Diese stellt man her, indem man Wasser mit 15-20 g Salz pro Liter Wasser abkocht. Nachdem sie komplett abgekühlt ist, kann man die Lake zufügen.
Weiche Gemüsearten und Pilze werden nicht gestampft, weil sie sonst matschig werden. Sie werden mit einer Salzlake eingelegt.
4. In der Regel kommt es zu einer Spontangärung, aber man kann auch eine Starterkultur zusetzen (Molke, Butter- oder Sauermilch, fertiger Sauerkrautsaft oder restliche Lake einer gelungenen Gärung).
5. Zum Schluss wird die Oberfläche mit einem Weißkohlblatt oder Teller abgedeckt und mit einem Gewicht beschwert. Entweder kauft man dazu spezielle Gewichte* oder man versucht es z.B. mit einem sterilen kleinen Schraubglas oder einem mit Wasser gefüllten Plastiksackerl.
6. Dann wird das Ganze bei Zimmertemperatur nur leicht verschlossen 2-7 Tage aufbewahrt bis kein Blubbern mehr zu hören ist. Anschließend bringt man es für 2-3 Wochen an einen kühleren Ort (ca. 15°C). Auch in dieser Zeit sollte man das Gefäß noch nicht ganz verschließen, weil die Gase, die sich während der Fermentation bilden, sonst nicht entweichen können und Explosionsgefahr besteht. Nach 4-8 Wochen ist die Gärung vollständig abgeschlossen. Je länger das Ferment gelagert wird, desto saurer wird es.
7. Beim Entnehmen sollte man ganz vorsichtig vorgehen, damit keine Keime in das Gefäß gelangen. Danach muss das Gemüse wieder vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein.

Liebe Grüße,

Zum Pinnen:
Fermentieren-Milchsauer-Einlegen-Pin-Steiermarkgarten

*Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn ihr etwas über diese Links einkauft, dürfen wir uns über eine kleine Provision freuen. Ihr zahlt natürlich keinen Cent extra. Damit unterstützt ihr aber ein klein wenig unseren Blog und wir sagen danke an alle, die über unsere Affiliate-Links einkaufen!