Brot und Brötchen backen - 3 Bücher im Vergleich

Nach einer gewissen Zeit stehen mir die Brote und Brötchen, die ich immer wieder kaufe an und ich möchte neue Sorten ausprobieren. Ich habe mir schon einige Male Rezepte aus dem Internet gesucht und versucht selbst Brot zu backen. Leider war ich mit dem Ergebnis nie 100%-ig zufrieden. Selbstgebackene Brötchen haben bis dato auch nicht das gewünschte Geschmackserlebnis gebracht. Also habe ich folgende drei Bücher gelesen und mehrere Rezepte daraus ausprobiert. Und siehe da… Endlich schmeckt das selbstgebackene Brot und die Brötchen! Die empfehlenswerten Bücher „Brötchen, Baguette & Weizenbrote nach traditionellen Rezepturen“ von Gerhard Kellner, „Brot – So schmeckt Heimat“ von Helene Weinold-Leipold und „Brote aus dem Topf“ von Audrey Le Goff möchte ich euch heute vorstellen.
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Brötchen, Baguette & Weizenbrote nach traditionellen Rezepturen

Gerhard Kellner ist Hobbybäcker, schreibt auf seinem Blog über alles rund um Brot, Baguette und Co und hat einige Bücher zu diesen Themen veröffentlicht. Getreu dem Motto „Übung macht den Meister“ hat er sehr vieles ausprobiert und möchte mit seinen Rezepten Geschmackserlebnisse produzieren, die es bei kaum noch einem Bäcker gibt. Er ist überzeugt, dass gutes Brot „seine Zeit braucht“, daher sind die meisten Rezepte mit einer langen kalten Führung gemacht. Außerdem sollen sie einfach und von jedermann nachbackbar sein.
Nach einer kurzen Vorstellung des Autors erfährt der Leser im Buch Wissenswertes über die Herstellung, Pflege und Verwendung des Anstellguts, die Zeitplanung, Backen mit langer kalter Führung und das richtige Handwerkszeug. Anschließend folgen die Rezepte: Brötchen, Bagel und Croissants sowie Brot, Baguette und Hefekranz. Am Ende des Buchs wird die „Strech & fold“-Technik erläutert, eine Übersicht über das passende Mehl für verschiedene Rezepte gegeben und alle Rezepte und Sachwörter in Registern angeführt.
Zu jedem Rezept werden die benötigten Zubereitungs-, Geh- und Ruhe- sowie Backzeiten angegeben. Es erfolgt eine Auflistung der benötigten Backutensilien wie z.B. Löffelwaage und Küchenmaschine. Die Zutaten werden für jede Teigkomponente (Sauerteig, Quellstück, Hauptteig, …) übersichtlich angeführt. Zusätzlich erfolgt eine Angabe wie viele Brötchen die Menge ergibt. Die Backschritte sind verständlich und leicht lesbar. Man kann also fast nichts falsch machen.
Ich habe unter anderem die Mohn- und Sesambrötchen, Dinkelbrötchen und Roggenbrötchen ausprobiert. Die Anleitungen waren leicht verständlich und gut nach zu backen. Geschmacklich haben mir alle Brötchen sehr gut geschmeckt. Optisch sind sie nicht mit jenen aus dem Buch vergleichbar, aber wahrscheinlich fehlt es mir an Übung und am speziellen Back-Handwerkszeug.
Buchvorstellung-Brötchen-Baguette-Weizenbrote-Steiermarkgarten

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Brot, So schmeckt Heimat

Helene Weinold-Leopold hat sieben Jahre das Ressort Food & Services einer bekannten Frauenzeitschrift geleitet, bevor sie sich als Autorin, Redakteurin und Übersetzerin selbstständig gemacht hat. Sie lebt Nähe Augsburg auf dem Land, wo sie sich zwei ihrer Lieblingsthemen widmet: Holzofenbrote und Brauchtumsgebäck.
Auf den ersten Seiten des Buches findet der Leser je eine Anleitung zum Backen mit Hefe und Sauerteig ansetzen sowie eine kleine Getreidekunde. Dann folgen die besten Rezepte aus der Küche der Autorin. Dazu zählen vorwiegend Brote, aber auch Brötchen. Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet (1 Seite Text, 1 Seite Foto). Nach einer kurzen Vorstellung des Brots werden die Zutaten und eine Schritt für Schritt Anleitung aufgelistet. Zwischen den Rezepten werden für Brote aus Hefeteig, Brote aus Sauerteig, das Heidebrot und Laugenbrezeln Schritt für Schritt Anleitungen mit Bildern angeführt. Am Ende des Buches findet sich ein Register mit allen Rezepten.
Das erste Rezept aus diesem Buch, das ich nachgebacken habe, hat uns leider nicht gemundet (Zwiebelbrötchen). Allgemein ist mir aufgefallen, dass die Brote mit mehr Hefeanteil und kürzeren Gehzeiten gemacht werden als vergleichsweise im oben vorgestellten Buch „Brötchen, Baguette & Weizenbrote“. Uns schmecken Backwaren mit hohem Hefeanteil eher nicht so gut, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Das zweite Rezept war dafür ein absoluter Hit (Leinsamenbrot)! Ich kann nachvollziehen, dass dieses Brot seit Jahren das Lieblingsbrot des Mannes der Autorin ist. Es schmeckt wirklich sehr lecker. Allerdings habe ich nur die halbe Menge der Zutaten verwendet und das Brot hat meinen Backofen ausgefüllt.
Buchvorstellung-Brot-Steiermarkgarten

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Brote aus dem Topf

Audrey Le Goff gibt Kochkurse in ihrer Heimatregion in Rouen, ist Autorin von mehreren Kochbüchern und betreibt einen Blog, auf dem sie ihre Leidenschaft für das Kochen auslebt.
Im Buch geht es nach einer Seite Einführung gleich direkt los mit den Rezepten. Zu jedem Rezept werden die Menge des Endproduktes, die Zubereitungs-, Back- und Ruhezeit, der Schwierigkeitsgrad und die Preisklasse angegeben. Die Zutaten werden tabellarisch aufgelistet und die Anleitung erfolgt Schritt für Schritt. Der Leser findet klassische Brotrezepte, kreative Brotrezepte, Brötchenrezepte und süße Brot- und Brötchenrezepte.
Ich habe das Knoblauchbrot mit Kräutern ausprobiert und es hat mir gut geschmeckt. Ich habe dazu eine Auflaufform verwendet und es hat genau nach Anleitung funktioniert. Das Backen im Topf soll laut Autorin folgende Vorteile bringen: man erspart sich eine Brotbackmaschine, die erleichterte Teiggare durch das Vorwärmen des Topfes und ein besonders gleichmäßiges Backergebnis mit einer knusprigen goldenen Kruste und einer lockeren Krume. Bei mir hat es geklappt.
Buchvorstellung-Brote-aus-dem-Topf-Steiermarkgarten

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Fazit

Alle drei Backbücher bieten leckere Rezepte, die leicht nach zu backen sind. In „Brötchen, Baguette & Weizenbrote“ lernt der Leser zusätzlich am meisten Theorie zum Brot und Brötchen backen, während in „Brot“ vorwiegend klassische Rezepte vorgestellt werden und in „Brote aus dem Topf“ sowohl klassische als auch ausgefallenere Rezepte mit einer innovativen Methode gebacken werden. Meiner Meinung nach lohnt es sich jedenfalls ein solches Buch zu kaufen, wenn man selbst Brot und Brötchen backen will.


Die Bücher wurden mir als Rezensionsexemplare kostenlos von der Verlagsgruppe Random HouseGmbH* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Bei meiner Rezension handelt es sich um meine eigene Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde!

„Brötchen, Baguette & Weizenbrote
nach traditionellen Rezepturen“
Gerhard Kellner
Bassermann Verlag
ISBN 978-3-572-08159-2


„Brot
So schmeckt Heimat“
Helene Weinold-Leipold
Bassermann Verlag
ISBN 978-3-8094-3466-5


„Brote aus dem Topf“
Audrey Le Goff
Südwest Verlag
ISBN 978-3-517-09640-7



Liebe Grüße,

Zum Pinnen: 
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Kommentare:

  1. Klasse! Fein dass Du so gute Rezepte gefunden hast! Fein wenn man Bücher empfohlen kriegt, die Sinn machen!
    Ich backe für meine Familie ab und an ein Ratzfatz- Dinkelbrot mit hellem Bier, das ist ohne Hefe und man muss es nicht gehen lassen. Geht echt total schnell und ist echt lecker und Dinkel vertrage ich persönlich auch besser als alles andere Getreide bei Gebäck.

    Hier geht's zum Rezept falls es Dich interessiert:
    https://www.youtube.com/watch?v=91q1cEiUjjQ

    Hab ein feines Wochenende
    Liebe Grüße
    Susi

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    1. Liebe Susi,
      danke für dein Kommentar und das Rezept! Ich werde es mir gleich ansehen. Dinkel mag ich persönlich nämlich auch sehr gerne!
      Ebenfalls ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
      Carina

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