Die 4 wichtigsten Vorbereitungen für ein erfolgreiches Gartenjahr

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Das neue Gartenjahr steht quasi vor der Tür. Damit es dieses Jahr erfolgreicher wird denn je, habe ich mir einige Schritte aufgeschrieben, die ich als wesentliche Vorbereitungen unbedingt noch jetzt in der Winter-Ruhe-Pause erledigen möchte (sofern noch nicht geschehen). Aus meinen Garten-Tagebüchern der letzten Jahre weiß ich nämlich, dass mir diese Schritte in weiterer Folge viel Zeit und Arbeit ersparen werden und außerdem für gesunde Pflanzen und eine großzügige Ernte sorgen.
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1. Planung

Ich überlege sehr genau wo und wann ich welche Pflanzen kultivieren möchte. Je besser die Standort-Bedingungen, desto besser können sich die Pflanzen entwickeln. Die meisten Pflanzen lieben möglichst viel Sonne, andere kommen mit der Hitze in den immer wärmer werdenden Sommern schlecht zurecht. Sie haben unterschiedliche Nährstoff-Bedürfnisse: Die meisten Kräuter zum Beispiel fühlen sich in nährstoffarmen Böden wohl und können fast überall angebaut werden, während die meisten Gemüsesorten ohne nährstoffreiche, durchlässige Erde vor sich hin kümmern. Pflanzen benötigen unterschiedlich viel Wasser und Dünger. Manche sind wahre Leckerbissen für Schnecken, während andere anfällig für Schädlinge wie Blattläuse sind.
Salate-Steiermarkgarten

Man sollte sich folgende Fragen stellen und die Antworten aufschreiben bzw. in einen Gartenplan zeichnen und Termine in einen Kalender schreiben:
  • Welche Pflanzen möchte ich anbauen?
  • Möchte ich meine Pflanzen selbst aus Samen ziehen? Habe ich noch Samen zu Hause? (In diesem Fall empfehle ich eine Keimprobe zu machen. Details dazu und zur Anzucht an sich findet ihr in diesem Beitrag: Pflanzen selbst aus Samen ziehen - Die ultimative Checkliste) Wo kaufe ich die Samen? Müssen die Pflanzen vorgezogen werden oder säe ich direkt im Freiland aus? Wann ist der ideale Zeitpunkt?
  • Möchte ich Jungpflanzen kaufen? Wann werden sie in den Garten gepflanzt?
  • An welchem Standort fühlen sich die Pflanzen wohl? Kann ich ihnen genügend Platz bieten?
  • In welcher Erde fühlen sich die Pflanzen wohl?
  • Wie kann ich meine Pflanzen schon im Vorhinein gegen Schädlinge schützen? (Schneckenblech, Mischkultur)
  • Welche Pflegemaßnahmen fördern Wachstum und Ertrag meiner Pflanzen? (Düngen, Anhäufeln, Entspitzen, Ausgeizen, Unkraut jäten, Mulchen)
Gartenplanung-Steiermarkgarten

Tipps:
  • Falls ihr Pflanzen anbauen möchtet, die gerne von Schnecken verspeist werden, kann ich euch dieses Schneckenblech* ans Herz legen. In meinem Garten wimmelt es leider von Schnecken, weil sie viele Leckereien sowie passende Unterschlüpfe finden und ihre Verwandten vom umliegenden Wald und Wiese einladen. Ich habe es mit Schneckenkorn und Zerschneiden versucht, aber damit komme ich gar nicht hinterher. Wer sich schon einmal genauer mit diesen Quälgeistern beschäftigt hat, weiß wie rasant sie sich vermehren und ich habe keine Lust so viel Zeit in die „Schnecken-Abwehr“ zu stecken. Also habe ich mir viele Meter Schneckenblech gekauft. Das ist zwar etwas teurer, aber eine einmalige Anschaffung und es lohnt sich alle mal. Meine Hochbeete sind Schneckenfrei! Dieses Jahr werde ich auch noch andere Bereiche im Garten einzäunen, in denen ich Pflanzen kultiviere, die in den letzten Jahren von Schnecken zerfressen waren.
  • Wer im Sommer weniger Zeit mit Gießen verbringen will, sollte sich schon jetzt Gedanken über die Bewässerung im Garten machen. Die Sommer werden immer heißer und es gibt viele Möglichkeiten beim Gießen Zeit einzusparen und die Pflanzen trotzdem optimal mit Wasser zu versorgen. Zum Beispiel mit Bewässerungscomputern*, Tröpfchen-Bewässerung* oder selbstgemachten Ollas.
  • Unkraut jäten zählt ebenso wenig zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Daher arbeite ich gerne mit Unkrautfolie, Bodendeckern und Mulchen. Unkrautfolie kommt in allen meinen Bereichen im Garten zum Einsatz an denen ich Pflanzen in gewissem Abstand kultiviere – egal ob Ein- oder Mehrjährige, Blumen-, Kräuter- oder Gemüsebeet. Somit hat Unkraut keine Chance sich in den Lücken auszubreiten.
    Ohne Unkrautfolie arbeite ich in Bereichen meines Kräuterbeets, in denen Bodendecker wie Thymian und Oregano wachsen. Diese breiten sich nämlich über unterirdische Ausläufer aus, die etwas entfernt von der Mutterpflanze wieder aus der Erde kommen. Eine Unkrautfolie würde ihre Ausbreitung unterdrücken, die in diesem Fall aber erwünscht ist.
    Auch in meinen Hochbeeten arbeite ich ohne Unkrautfolie, dafür mit Mulchen. In allen Bereichen des Gartens wird gemulcht – einerseits als Unkraut-Unterdrückung, andererseits als Nährstoffspender.
Gemüseanbau-in-Hochbeeten-Steiermarkgarten

2. Gartengeräte und Töpfe reinigen

Ich habe schon oft in Gartenbüchern, -zeitschriften und -blogs gelesen, dass man Gartengeräte und Töpfe regelmäßig reinigen soll, habe dies bis dato aber nur mit Wasser getan. Dabei ist es mehr als logisch, dass man Krankheitserregern und Keimen dadurch die Möglichkeit gibt, folgende Kulturen zu bedrohen. Daher habe ich diesen Winter alle meine Anzuchtschalen und Töpfe in einer Bleichelösung desinfiziert.
Außerdem habe ich meine Werkzeuge gesäubert und geölt sowie alle Klingen und Scheren geschärft.
Gartengeräte-Steiermarkgarten

3. Boden vorbereiten

Dieser Punkt ist meiner Meinung nach der wichtigste, zählt aber auch zu den aufwändigsten Aufgaben im Frühling. Ohne passende Nährstoffe können sich die Pflanzen nicht optimal entwickeln. Reichlich Komposterde und organische Düngemittel fördern die Pflanzengesundheit und halten Krankheiten und Schädlinge im Zaum. Daher sollte man hier weder an Menge noch an Zeit sparen. Nach einer sorgfältigen Bodenvorbereitung wird man für den Rest des Jahres mit einer Fülle gesunder Pflanzen belohnt werden.
Idealerweise macht man schon im Herbst einen Bodentest und führt fehlende Mineralien und erforderliche Nährstoffe hinzu. Dann haben die Stoffe genügend Zeit sich zu lösen und mit der Erde zu verbinden.
Einige Wochen vor der Frühlingspflanzung (wenn der Boden frostfrei ist) trage ich auf den Beeten eine ca. 5-10 cm dicke Schicht gut verrotteten Kompost auf und arbeite sie mit meiner Gartenkralle* leicht in die Erde ein. Kompost verbessert die Bodenstruktur, erhält die Bodenfeuchte und liefert wichtige Nährstoffe.
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4. Pflanzen vorziehen bzw. vorkeimen

Pflanzen mit sehr langen Kulturdauern wie zum Beispiel Paprika, Chili und Tomaten müssen vorgezogen werden, weil sie sonst über den Sommer in unseren Breitengraden zu wenig Zeit hätten ihre Früchte vollständig ausreifen zu lassen ehe die Temperaturen im Herbst wieder sinken. Aber auch viele andere Pflanzen können im Haus oder Gewächshaus vorgezogen werden um einen Saisonvorsprung zu erreichen. Sobald es wärmer wird, werden die Jungpflanzen ins Freie gepflanzt. Ich ziehe unter anderem Tomaten, Paprika, Salat, Basilikum und Ringelblumen vor. Wie genau das geht und worauf man unbedingt achten sollte, erfährt ihr in diesem Beitrag. Abgesehen von Wärme und hochwertiger Anzuchterde ist es ganz wichtig, dass die Keimlinge und Pflänzchen genügend Licht bekommen. Auf eine spezielle Pflanzenleuchte oder Leuchtstofflampen mit dem von Pflanzen benötigten Lichtspektrum kann man kaum verzichten, wenn man seine Pflanzen im Haus vorzieht und nicht möchte, dass sie „vergeilen“.
Viele Pflanzen eignen sich jedoch nicht für eine Anzucht, sondern sollten direkt im Freiland gesät werden. Sie wollen nämlich gar nicht umgepflanzt werden. Nach meinen Erfahrungen zählen dazu zum Beispiel Karotten, Pastinaken und Wurzelpetersilie. Diese drei Gemüsesorten benötigen allerdings recht lange bis sie endlich keimen. Indem man sie vorkeimt, kann man also einen Zeitvorsprung erzielen. Grundsätzlich können auch alle anderen Samen vorgekeimt werden. Bei mir sind das unter anderem Erbsen, Bohnen und Radieschen. Am besten einfach ausprobieren.
Anzucht-Tomate-Steiermarkgarten

Falls ihr noch weitere Tipps habt, freue ich mich, wenn ihr diese in den Kommentaren mitteilt.

Auf ein erfolgreiches Gartenjahr und liebe Grüße, 
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Kommentare:

  1. Ich muss gestehen, dass ich weniger organisiert im Garten vorgehe. Vieles geschieht spontan. Früher habe ich mir viele Sachen aufgeschrieben. Das sollte ich eigentlich wieder einmal machen!
    Viele Grüße von
    Margit

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    1. Liebe Margit,
      vielleicht gehe ich auch zu organisiert vor, aber in meinem Garten habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit einer präzisen Planung bessere Ergebnisse erziele als mit Spontanität. Vor allem die Vorbereitung des Bodens ist extrem wichtig! 100%-ig nach Plan läuft es meist ohnehin nicht und im Laufe des Gartenjahres werden zum Beispiel Pflanzen gesetzt, die zwar nicht im Ursprungsplan enthalten waren, mir in anderen Gärten aber besonders gut gefallen haben :-)
      Liebe Grüße,
      Carina

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  2. Liebe Carina,
    Ich bin auch gerade mitten in der Planung, allerdings noch nicht beim Bepflanzen der Hochbeete, sondern im Umplanen des Gartenplanes. Da kommen jetzt doch noch ein paar Änderungen. Aber das Saatgut möchte ich auch nächste Woche mal sichten.
    Viel Spaß beim Planen!
    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Liebe Steffi,
      danke, das wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße,
      Carina

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