Rosmarin im Pflanzenportrait

Rosmarin (lat. Rosmarinus officinalis), auch Marienkraut genannt, zählt zur Familie der Lippenblütler (lat. Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, bedingt winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und enthält unter anderem ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und Saponine. Es werden die nadelförmigen Blätter verwendet.
Das Kraut hat eine antibakterielle, entspannende, entzündungshemmende, nervenstärkende und krampflösende Wirkung. Es wird hauptsächlich in der mediterranen Küche verwendet, ist aber eine vielseitige Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum und wird z.B. bei Atembeschwerden, Blähungen, Verdauungsproblemen, Rheuma, Gicht, Herzproblemen, Kopfschmerzen, nervöser Unruhe, Menstruationsbeschwerden, Haarausfall und Ekzemen eingesetzt. In der Schwangerschaft sollte man Rosmarin nicht verwenden, weil dadurch Wehen ausgelöst werden können.
Rosmarin-Steiermarkgarten

Boden und Standort
Rosmarin ist eine typische mediterrane Pflanze und bevorzugt daher einen sonnigen, warmen Standort.
Er fühlt sich in einer sandigen, wenig humosen und wasserdurchlässigen Erde wohl. Wir verwenden Kräutererde oder Gartenerde, die wir mit Sand und Kies im Verhältnis 1:1:1 mischen.
Als guter Nachbar gilt z.B. Salbei.
Man kann Rosmarin auch hervorragend im Topf kultivieren.
Rosmarin-Sonne-Steiermarkgarten

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Rosmarin kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab März vorkultiviert werden. Man legt die Samen in einen Topf mit Anzuchtserde, bedeckt sie nur leicht mit Erde (Lichtkeimer) und hält sie mit Hilfe eines Wasserzerstäubers an einem warmen, hellen Ort gleichmäßig feucht. Die Keimdauer beträgt 3-5 Wochen bei einer Keimtemperatur von 18-22°C.
Nach den Eisheiligen können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Dabei sollte ein Pflanz- und Reihenabstand von mindestens 40-50 cm eingehalten werden.
Rosmarin-pflanzen-Steiermarkgarten

Pflege
Rosmarin sollte im ersten Jahr mehr gegossen werden, später nur mäßig und Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Eine Kiesschicht um die Pflanze sorgt für eine ideale Wärmespeicherung. Eine Mulchschicht darf keinesfalls aufgebracht werden, weil dadurch zu viel Feuchtigkeit gespeichert wird und leicht Schimmel auftreten kann.
Rosmarin sollte, wenn überhaupt, nur wenig gedüngt werden (im Frühjahr oder August mit organischem Dünger).
Das Kraut neigt zum Verholzen. Auf den verholzten Teilen wachsen keine frischen Triebe mehr und so verkahlt der Strauch nach einigen Jahren. Aus diesem Grund ist ein jährlicher, kräftiger Rückschnitt eine wichtige Pflegemaßnahme. Hierzu eignet sich der April, spätestens Mai, wenn sich die ersten neuen Triebspitzen zeigen und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Triebspitzen werden bis wenige Zentimeter über dem Holz zurück geschnitten. Ins Holz sollte man nicht schneiden, denn verholzte Teile treiben nur schwer wieder aus. Das Auslichten ist unter anderem sehr wichtig, damit wieder genug Luft und Licht zur Pflanze kommt (schützt vor dem Befall mit Schädlingen und Pilzen). Im Herbst sollte kein Rückschnitt mehr erfolgen, weil die Pflanze ab dieser Zeit Energie für die Überwinterung sammelt. Durch regelmäßiges Abernten, d.h. Abschneiden neuer Triebe, wächst die Pflanze buschiger aus und die Verholzung kann verzögert werden.
Vertrockneter Rosmarin ist ein Hinweis darauf, dass zu viel gegossen wurde. In diesem Fall sollte man die Pflanze ausgraben und die faulen Wurzeln mit einem scharfen, sauberen Messer wegschneiden (leicht schräge Schnittfläche).
Gelbe Nadeln sind ein erster Hinweis für zu hohe Feuchtigkeit.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von April bis Juli.
Geerntet werden kann bei Bedarf. Je nach benötigter Menge werden Triebspitzen oder ganze Stängel abgeschnitten. Rosmarin kann man sowohl frisch als auch getrocknet verzehren.
Rosmarin-Blüte-Steiermarkgarten

Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge, Teilung größerer Stöcke oder Samen.

Konservieren
Rosmarin eignet sich zum Trocknen. Dazu werden die Stiele zusammengebunden und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort getrocknet. Idealerweise erfolgt die Ernte hierfür an einem regenfreien, trockenen Tag, damit der Trockenprozess nicht zu lange dauert und keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. In luftdichten Dosen oder Gläsern an einem kühlen und trocknen Ort aufbewahrt, kann man das getrocknete Kraut ca. 1 Jahr verwenden.
Rosmarin-Steiermarkgarten

Überwintern
Jungen Rosmarin und im Kübel gepflanzten Rosmarin sollte man im Haus an einem kühlen (5-10°C), aber frostfreien und möglichst hellen Ort überwintern. Während der Winterzeit sollte nur selten gegossen werden. Idealerweise bleibt er nur so kurz wie möglich im Haus (nur, wenn Frost droht). Im Haus werden die Pflanzen nämlich leicht geschwächt und anfälliger für Krankheiten.
Älterer, größerer Rosmarin (ab dem 3. Standjahr) kann auch im Freien überwintern. Verwendet man einen Frostschutz, muss eine ausreichende Luftzirkulation möglich sein. Der Schutz sollte luft- und lichtdurchlässig sein (Rosmarin ist immergrün und braucht auch im Winter Sonne).

Krankheiten und Schädlinge
Ein Schädlingsbefall am Rosmarin tritt meist nach einem zu trockenen Winter und einer unsachgemäßen Überwinterung auf. Um Läuse, Fliegen und Milben zu bekämpfen, taucht man den Rosmarin für ca. 15 Minuten unter Wasser (nicht die Wurzeln) und haltet die Luft für mehrere Tage möglichst feucht (z.B. indem man die Pflanze mit einer Klarsichtfolie abdeckt).
Rosmarin-Blue-Lagoon-Steiermarkgarten

Verwendung
  • Rosmarin steht bei uns regelmäßig auf dem Speiseplan, z.B. bei Rosmarin-Kartoffeln, Zitronen-Rosmarin-Huhn mit Couscous, Lamm-, Schwein-, Rind-, Geflügel-, Fisch- und Blätterteiggerichten.
  • Das ätherische Öl hat eine belebende Wirkung, sollte aber nur äußerlich verwendet werden, weil es sonst den Magen reizen kann.
  • Rosmarintee hilft insbesondere bei Verdauungsbeschwerden.
  • Eine Rosmarin-Tinktur wirkt belebend und kann Gelenkschmerzen und Neuralgien lindern.
  • Aus Rosmarin und Salz kann man auch ein belebendes Fußbad herstellen.
  • In unserem selbstgemachten Rosmarin-Peeling machen wir uns Rosmarinöl auf Olivenöl-Basis sowie ätherisches Rosmarinöl in Verbindung mit den ätherischen Ölen von Nelke, Zimt, Zitrone und Eukalyptus zu Nutze, um unsere Gärtnerhände nach einem anstrengenden Tag zu pflegen.
Rosmarin-Peeling-Steiermarkgarten


Liebe Grüße,
Zum Pinnen:
Rosmarin-Pflanzenportrait-Pin-Steiermarkgarten


Rosmarin (lat. Rosmarinus officinalis), auch Marienkraut genannt, zählt zur Familie der Lippenblütler (lat. Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, bedingt winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und enthält unter anderem ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und Saponine. Es werden die nadelförmigen Blätter verwendet.
Das Kraut hat eine antibakterielle, entspannende, entzündungshemmende, nervenstärkende und krampflösende Wirkung. Es wird hauptsächlich in der mediterranen Küche verwendet, ist aber eine vielseitige Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum und wird z.B. bei Atembeschwerden, Blähungen, Verdauungsproblemen, Rheuma, Gicht, Herzproblemen, Kopfschmerzen, nervöser Unruhe, Menstruationsbeschwerden, Haarausfall und Ekzemen eingesetzt. In der Schwangerschaft sollte man Rosmarin nicht verwenden, weil dadurch Wehen ausgelöst werden können.
Rosmarin-Steiermarkgarten

Boden und Standort
Rosmarin ist eine typische mediterrane Pflanze und bevorzugt daher einen sonnigen, warmen Standort.
Er fühlt sich in einer sandigen, wenig humosen und wasserdurchlässigen Erde wohl. Wir verwenden Kräutererde oder Gartenerde, die wir mit Sand und Kies im Verhältnis 1:1:1 mischen.
Als guter Nachbar gilt z.B. Salbei.
Man kann Rosmarin auch hervorragend im Topf kultivieren.
Rosmarin-Sonne-Steiermarkgarten

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Rosmarin kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab März vorkultiviert werden. Man legt die Samen in einen Topf mit Anzuchtserde, bedeckt sie nur leicht mit Erde (Lichtkeimer) und hält sie mit Hilfe eines Wasserzerstäubers an einem warmen, hellen Ort gleichmäßig feucht. Die Keimdauer beträgt 3-5 Wochen bei einer Keimtemperatur von 18-22°C.
Nach den Eisheiligen können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Dabei sollte ein Pflanz- und Reihenabstand von mindestens 40-50 cm eingehalten werden.
Rosmarin-pflanzen-Steiermarkgarten

Pflege
Rosmarin sollte im ersten Jahr mehr gegossen werden, später nur mäßig und Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Eine Kiesschicht um die Pflanze sorgt für eine ideale Wärmespeicherung. Eine Mulchschicht darf keinesfalls aufgebracht werden, weil dadurch zu viel Feuchtigkeit gespeichert wird und leicht Schimmel auftreten kann.
Rosmarin sollte, wenn überhaupt, nur wenig gedüngt werden (im Frühjahr oder August mit organischem Dünger).
Das Kraut neigt zum Verholzen. Auf den verholzten Teilen wachsen keine frischen Triebe mehr und so verkahlt der Strauch nach einigen Jahren. Aus diesem Grund ist ein jährlicher, kräftiger Rückschnitt eine wichtige Pflegemaßnahme. Hierzu eignet sich der April, spätestens Mai, wenn sich die ersten neuen Triebspitzen zeigen und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Triebspitzen werden bis wenige Zentimeter über dem Holz zurück geschnitten. Ins Holz sollte man nicht schneiden, denn verholzte Teile treiben nur schwer wieder aus. Das Auslichten ist unter anderem sehr wichtig, damit wieder genug Luft und Licht zur Pflanze kommt (schützt vor dem Befall mit Schädlingen und Pilzen). Im Herbst sollte kein Rückschnitt mehr erfolgen, weil die Pflanze ab dieser Zeit Energie für die Überwinterung sammelt. Durch regelmäßiges Abernten, d.h. Abschneiden neuer Triebe, wächst die Pflanze buschiger aus und die Verholzung kann verzögert werden.
Vertrockneter Rosmarin ist ein Hinweis darauf, dass zu viel gegossen wurde. In diesem Fall sollte man die Pflanze ausgraben und die faulen Wurzeln mit einem scharfen, sauberen Messer wegschneiden (leicht schräge Schnittfläche).
Gelbe Nadeln sind ein erster Hinweis für zu hohe Feuchtigkeit.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von April bis Juli.
Geerntet werden kann bei Bedarf. Je nach benötigter Menge werden Triebspitzen oder ganze Stängel abgeschnitten. Rosmarin kann man sowohl frisch als auch getrocknet verzehren.
Rosmarin-Blüte-Steiermarkgarten

Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge, Teilung größerer Stöcke oder Samen.

Konservieren
Rosmarin eignet sich zum Trocknen. Dazu werden die Stiele zusammengebunden und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort getrocknet. Idealerweise erfolgt die Ernte hierfür an einem regenfreien, trockenen Tag, damit der Trockenprozess nicht zu lange dauert und keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. In luftdichten Dosen oder Gläsern an einem kühlen und trocknen Ort aufbewahrt, kann man das getrocknete Kraut ca. 1 Jahr verwenden.
Rosmarin-Steiermarkgarten

Überwintern
Jungen Rosmarin und im Kübel gepflanzten Rosmarin sollte man im Haus an einem kühlen (5-10°C), aber frostfreien und möglichst hellen Ort überwintern. Während der Winterzeit sollte nur selten gegossen werden. Idealerweise bleibt er nur so kurz wie möglich im Haus (nur, wenn Frost droht). Im Haus werden die Pflanzen nämlich leicht geschwächt und anfälliger für Krankheiten.
Älterer, größerer Rosmarin (ab dem 3. Standjahr) kann auch im Freien überwintern. Verwendet man einen Frostschutz, muss eine ausreichende Luftzirkulation möglich sein. Der Schutz sollte luft- und lichtdurchlässig sein (Rosmarin ist immergrün und braucht auch im Winter Sonne).

Krankheiten und Schädlinge
Ein Schädlingsbefall am Rosmarin tritt meist nach einem zu trockenen Winter und einer unsachgemäßen Überwinterung auf. Um Läuse, Fliegen und Milben zu bekämpfen, taucht man den Rosmarin für ca. 15 Minuten unter Wasser (nicht die Wurzeln) und haltet die Luft für mehrere Tage möglichst feucht (z.B. indem man die Pflanze mit einer Klarsichtfolie abdeckt).
Rosmarin-Blue-Lagoon-Steiermarkgarten

Verwendung
  • Rosmarin steht bei uns regelmäßig auf dem Speiseplan, z.B. bei Rosmarin-Kartoffeln, Zitronen-Rosmarin-Huhn mit Couscous, Lamm-, Schwein-, Rind-, Geflügel-, Fisch- und Blätterteiggerichten.
  • Das ätherische Öl hat eine belebende Wirkung, sollte aber nur äußerlich verwendet werden, weil es sonst den Magen reizen kann.
  • Rosmarintee hilft insbesondere bei Verdauungsbeschwerden.
  • Eine Rosmarin-Tinktur wirkt belebend und kann Gelenkschmerzen und Neuralgien lindern.
  • Aus Rosmarin und Salz kann man auch ein belebendes Fußbad herstellen.
  • In unserem selbstgemachten Rosmarin-Peeling machen wir uns Rosmarinöl auf Olivenöl-Basis sowie ätherisches Rosmarinöl in Verbindung mit den ätherischen Ölen von Nelke, Zimt, Zitrone und Eukalyptus zu Nutze, um unsere Gärtnerhände nach einem anstrengenden Tag zu pflegen.
Rosmarin-Peeling-Steiermarkgarten


Liebe Grüße,
Zum Pinnen:
Rosmarin-Pflanzenportrait-Pin-Steiermarkgarten


Weiterlesen
# Eigenwerbung

Produkt-Collage-Steiermarkgarten

Endlich ist es soweit! Nach langem Überlegen, intensiver Planung und viel Arbeit wagen wir es: Wir eröffnen unseren Steiermarkgarten Shop! Dieser ist klein, aber fein, die Produkte sind etwas Besonderes.
An dem wunderschönen Produktsortiment haben wir lange getüftelt. Jedes einzelne Produkt ist mit viel Liebe und größter Sorgfalt handgemacht. Alle, die uns kennen und schon länger diesen Blog lesen, wissen dass uns die Qualität unserer Produkte sehr am Herzen liegt. Angefangen bei den Inhaltsstoffen über den Geschmack bis hin zur Optik. Nach dem Motto „zurück zur Natur“ kultivieren wir in unseren Gärten über 30 Kräutersorten und zahlreiche Gemüsesorten, welche wir aufgrund ihres geschmacklichen und/oder gesundheitlichen Nutzens sehr schätzen. Wir wollen nämlich genau wissen wo das Essen herkommt, das letztendlich auf unserem Tisch landet. Unsere Pflanzen werden lediglich mit natürlicher Brennnessel-Jauche gedüngt und genießen das milde Klima in der hügeligen Oststeiermark.
Als kleines 2-Frauen-Familienunternehmen können und wollen wir uns weder einen teuren Onlineshop noch eine Miete für einen Betriebsstandort leisten. Stattdessen bieten wir die unkomplizierte Möglichkeit der Bestellung per Mail an. Abholung bei uns zu Hause oder Versand. Für den Versand eines Standardpakets verstehen sich die angegebenen Preise innerhalb von Österreich zuzüglich 3,50 € und nach Deutschland zuzüglich 9,50 €. Andere Länder nach Anfrage und bei größeren Bestellungen können höhere Versandkosten anfallen.
Außerdem sind wir auf diversen Märkten zu finden. Demnächst zum Beispiel beim Sonntagsmarkt beim Bezirksamt St. Peter am 4.11.2018 sowie beim Almenland-Kräuter Adventmarkt in Gasen am 8.12.2018 (Details folgen jeweils).
In Kürze werden einige unserer Produkte zusätzlich in unserem Etsy-Shop zu finden sein.
An dieser Stelle wollen wir uns über das positive Feedback bedanken, das wir bis dato von verschiedenen Seiten bekommen haben! Es macht uns viel Freude unsere Ernte zu verarbeiten und an unseren Kreationen zu basteln, aber umso mehr, wenn wir auch jemand anderem damit eine Freude machen können.

Alle Produkte sind im aktuellen Produktkatalog unter dem Menüpunkt Shop zu finden.

Bald kommt Weihnachten und selbstgemachte Naturprodukte sind gefragter denn je. Also fleißig einkaufen und den Beitrag bitte teilen. Wir freuen uns über viele Bestellungen :-)

Liebe Grüße,
Zum Pinnen:

Verlinkt bei: Freutag, Gartenglück, Create in Austria

Shop-Eröffnung!

# Eigenwerbung Endlich ist es soweit! Nach langem Überlegen, intensiver Planung und viel Arbeit wagen wir es: Wir eröffnen unseren S...

*Buch-Werbung

Heute habe ich wieder eine Buchvorstellung für euch: Das Praxis-Handbuch Garten, in dem ein erfahrenes Team aus vier Gartenfachleuten sein Wissen über erfolgreiches Gärtnern weitergibt.
Buchvorstellung-Praxis-Handbuch-Garten-Steiermarkgarten

Die Autoren

Die vier Autoren Matthew Biggs, John Cushnie, Bob Flowerdew und Anne Swithinbank beantworten in der BBC-Sendung „Gardener´s Question Time“ Fragen engagierter Gartenbesitzer. Sie sind Experten in ihrem Fach und haben schon viele Zeitschriftenartikel und Bücher publiziert.
Buchvorstellung-Praxis-Handbuch-Garten-Steiermarkgarten

Aufbau des Buches

In dem 320 Seiten dicken Gartenbuch (ca. A4-Format) findet der Leser zahlreiche hilfreiche Tipps zum Anlegen des eigenen Gartens. Das Buch ist in folgende Kapitel gegliedert:
  • Planung Ihres Gartens
  • Anlage und bauliche Gestaltung
  • Unkraut und Unkrautbekämpfung
  • Boden
  • Rasenflächen
  • Hecken und Heckenpflege
  • Bepflanzung
  • Schnitt- und Erziehungsmaßnahmen
  • Vermehrungsmethoden
  • Schädlinge und Krankheiten
  • Gärtnern unter Glas
  • Gärtnern in Töpfen und Trögen

Jedes Kapitel enthält wissenswerte Informationen sowie Schritt-für-Schritt-Fotofolgen und Bauanleitungen. Alles begleitet von passenden Gartenfotos.
Ich persönlich habe vieles schon zuvor gewusst, trotzdem waren einige hilfreiche Tipps und erstaunliche Informationen dabei. Einige Themen wie zum Beispiel das Kapitel „Hecken und Heckenpflege“ betreffen mich nicht, weil wir im Garten keine Hecke haben. Es wird versucht auf wirklich alle Themen rund um den eigenen Garten einzugehen und somit wird auch jeder in dem Buch fündig.
Buchvorstellung-Praxis-Handbuch-Garten-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Praxis-Handbuch-Garten-Steiermarkgarten

Fazit

„Das Praxis-Handbuch Garten“ ist der perfekte Ratgeber für jeden, der gerade vor hat seinen eigenen Garten anzulegen. Aber auch für jene, die bereits mitten beim Garteln sind, ist es praktisch dieses Buch bei der Hand zu haben. Es ist nämlich sehr ausführlich und deckt quasi alle Themen rund um den eigenen Garten ab.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos von der Verlagsgruppe Random HouseGmbH* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Bei meiner Rezension handelt es sich um meine eigene Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde!

 „Das Praxis-Handbuch Garten,
Den Garten gekonnt anlegen, bepflanzen und pflegen“
Biggs, Cushnie, Flowerdew, Swithinbank
Deutsche Verlags-Anstalt
ISBN 978-3-421-04030-5

Liebe Grüße,

Zum Pinnen:
Buchvorstellung-Praxis-Handbuch-Garten-Pin-Steiermarkgarten



Der Herbst ist da! Das merkt man nicht nur in der Natur und am Wetter, sondern auch vor unserer Haustüre. Nachdem mich pünktlich zu Herbstbeginn die erste Erkältung erwischt hat, habe ich dieses Jahr ein fertiges Gesteck für unseren Eingangsbereich gekauft. Die Eule spitzt aus dem Heidekraut, die Chrysanthemen sind kurz davor ihre Blüten zu öffnen und der Efeu wird von einer fröhlichen Vogelscheuche begleitet.
Eule-in-Heidekraut-Steiermarkgarten
Vogelscheuche-mit-Efeu-Steiermarkgarten

Im Garten ist es deutlich ruhiger geworden.
Diese Woche habe ich die letzten Tomaten und Paprika geerntet. Damit hat nun auch das letzte Sommergemüse seinen Platz für das Wintergemüse geräumt. Hier sind zum Beispiel schon Winter-Krauthäupel und Asia-Salat beim Anwachsen.
Krauthäupel-Steiermarkgarten
Asia-Salat-Steiermarkgarten

Seit es nicht mehr so heiß ist, breitet sich die Vogelmiere wieder überall aus. Dieses leckere Unkraut zupfe ich nicht, sondern es wird als Vitamin-Bombe über Salate und Suppen gestreut oder zu Frischkäse-Aufstrich verarbeitet.
Vogelmiere-Steiermarkgarten

Im Kräutergarten ist fast Saison-Ende. Den ganzen Sommer über habe ich meine Kräuter fleißig geerntet, getrocknet, eingefroren und zu diversen Kräuterprodukten verarbeitet. Jetzt im Herbst werden nur noch die Wurzeln einiger Pflanzen, wie zum Beispiel Beinwell und Baldrian, geerntet.
Kräutergarten-Steiermarkgarten

Mit wunderschönen Blüten kann ich euch heute leider nicht begeistern. Ich bin ganz neidisch auf viele meiner Blogger-, Instagram- und Facebook-Freunde mit ihren traumhaften Bildern von Herbstastern, Herbstanemonen und üppig blühenden Staudenbeeten. Aufgrund des hauptsächlich feuchten Wetters in der bisherigen Gartensaison hatten manche Pflanzen in meinem Ziergarten nicht einmal die Chance anzuwachsen, weil bereits die ersten Triebe von Schnecken überflutet waren. Aus diesem Grund sieht es hier etwas löchrig aus. Die Gelegenheit habe ich aber gleich genutzt, um meinen Ahornstrauch vom „Schattenbeet“ ins „Sonnenbeet“ umzupflanzen. Ich hatte ihn erst im Frühling gekauft und er gedeiht zwar auch im Schatten, zeigt dort aber leider keine leuchtend rote, sondern nur grüne Blätter. Am neuen Standort muss er sich noch akklimatisieren. Die Blätter beginnen jedoch schon sich ins Rote zu färben.
Ziergarten-Steiermarkgarten

Vielleicht wird es mit den Herbstastern und Herbstanemonen ja noch was im Oktober… Bis dahin genieße ich die sonnigen Herbsttage auf der Terrasse mit Blick auf den angrenzenden Wald.
Sonniger-Herbsttag-Steiermarkgarten


Euch wünsche ich eine wunderbare Herbstzeit und schicke euch – falls ihr mögt – weiter in einige bezaubernde Herbst-Gärten:
Liebe Grüße,
 Zum Pinnen: 


*Buch-Werbung

Jetzt, in der Übergangszeit von Sommer auf Herbst, stehen wir oft stundenlang in der Küche um unsere Ernten zu konservieren und somit einen Wintervorrat zu schaffen. Auf der Suche nach immer neuen Rezept-Ideen und Inspirationen sind wir auf das Buch Heimat im Glas von Daniela Wattenbach gestoßen, das wir euch heute genauer vorstellen wollen. Passend dazu verraten wir euch außerdem unser Apfelmus-Rezept, das wir 1:1 im Buch gefunden haben.
Collage-Heimat-im-Glas-Apfelmus-Steiermarkgarten

Die Autorin

Daniela Wattenbach lebt mit ihrem Mann im fränkischen Burgbernheim in einem alten Bauernhof, den die beiden selbst restauriert haben. Hier geht die gelernte Hauswirtschafterin ihrer großen Leidenschaft, dem Kochen, nach. Sie bevorzugt heimische Gemüse- und Obstsorten, die sie je nach Saison traditionell einmacht.
Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Aufbau des Buchs

Das Buch ist in folgende Kapitel unterteilt:
  • Allgemeine Informationen und Tipps zum Haltbarmachen
  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst
  • Winter

Im ersten Kapitel erläutert die Autorin die verschiedenen Konservierungsmethoden Einkochen, Einfrieren, Dörren/Trocknen, Marmelade, Konfitüre und Gelee, Haltbarmachen mit Alkohol, mit Öl und mit Essig. Sie erklärt, wie man Säfte herstellt und gibt hilfreiche Tipps für die Grundausstattung.
In den Jahreszeiten-Kapiteln werden verschiedenste Rezepte zum Fermentieren und Einwecken heimischer Obst- und Gemüsesorten je nach Saison vorgestellt. Den Rezepten wird jeweils eine Doppelseite gewidmet. Auf der einen Seite werden die Zutaten aufgelistet,  die Menge des Endprodukts angegeben und die Zubereitung Schritt für Schritt erklärt. Immer wieder gibt die Autorin zusätzliche Tipps, wie Rezepte variiert werden können, wie lange die Speisen haltbar sind, wo sie am besten gelagert werden und so weiter. Auf der anderen Seite werden die Köstlichkeiten abgebildet. Zwischen den Rezepten werden immer wieder einzelne Obst- und Gemüsesorten genauer vorgestellt und die Autorin plaudert quasi aus dem Nähkästchen, wobei man einiges Wissenswertes erfährt.
Am Ende des Buches sind alle Rezepte in einem alphabetischen Rezeptverzeichnis angeführt.
Die Aufbereitung des Buches gefällt uns sehr gut. Es ist schön und einfach zu Lesen, wird mit ansprechendenden Bildern begleitet und macht Lust darauf, sofort loszulegen.
Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Rezepte

Das Buch bietet 69 teilweise altbekannte, teilweise etwas ausgefallene Rezeptideen, die sich Großteils sehr lecker und interessant anhören und leicht nach zu kochen sind. Wie wäre es zum Beispiel mit Gänseblümchenkapern, Giersch-Limo, Waldmeisterzucker, Fruchtleder, Wiesen-Ketchup, Rote-Bete-Knäckebrot, Quittenlikör oder Hagebuttensenf mit Wildkräutern?
Auch einige unserer eigenen Köstlichkeiten (Kräutersalz, Hollerblütensirup, Holunderbeerengelee, Brennnessellikör, Himbeergelee, Gemüse-Würzpaste, Apfelmus, getrocknete Apfelringe) haben wir in diesem Buch wieder gefunden, wobei die Rezepte teilweise etwas abweichen.
Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Buchvorstellung-Heimat-im-Glas-Steiermarkgarten

Rezept Apfelmus

Wie einige von euch wissen, sind wir seit Sommer 2017 stolze Mutter bzw. Oma. Für unsere kleine Lena kommt mehrmals in der Woche Apfelmus auf den Tisch. Das Rezept haben wir im Buch 1:1 wieder gefunden, wobei wir immer eine geringere Menge als im Buch angegeben auf einmal einkochen.

Zutaten (wir verwenden ca. die Hälfte der angeführten Mengen):
Etwa 5 kg Äpfel
Rund 250 ml Wasser
Saft 2 frisch gepresster Bio-Zitronen
Optional 100 g Zucker

Zubereitung:
Die Äpfel waschen, schälen und das Kerngehäuse entfernen. Dann die Äpfel in nicht zu kleine Stücke schneiden und diese in einen großen Topf geben. Wasser und Zitronensaft hinzufügen und einmal kräftig aufkochen. Die Hitze reduzieren und die Äpfel so lange köcheln lassen, bis sie zwar weich, aber nicht matschig sind.
Je nach Belieben mit einem Pürierstab pürieren oder durch ein Sieb streichen.
Wir füllen die Masse in saubere, zuvor ausgekochte Twist-off-Gläser und stellen sie für einige Minuten auf den Kopf. Im Buch wird außerdem noch die Variante des Einkochens vorgestellt. Dazu wird die Masse in die vorbereiteten Gläser gefüllt, diese mit Gummiring, Deckel und Klammern verschlossen und 30 Minuten bei 90°C eingekocht.
Apfelmus-Steiermarkgarten

Fazit

„Heimat im Glas“ ist ein schönes Rezeptbuch zum Einkochen und Einwecken von heimischen Obst- und Gemüsesorten. Der Leser findet darin sowohl altbekannte als auch etwas ausgefallenere, aber sehr interessante Rezeptideen, die leicht nach zu kochen sind. Die Zubereitungen sind ausführlich und leicht verständlich beschrieben. Überhaupt ist das Buch angenehm zu lesen und man erfährt auch einiges Wissenswertes rund um das Thema Haltbarmachen sowie einige Obst- und Gemüsesorten.

Das Buch wurde uns als Rezensionsexemplar kostenlos von der Verlagsgruppe Random House GmbH* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Bei unserer Rezension handelt es sich um unsere eigene Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde!

 „Heimat im Glas,
Vergessene Köstlichkeiten“
Daniela Wattenbach
Südwest Verlag
ISBN 978-3-517-09691-9




Liebe Grüße,

Zum Pinnen:
Heimat-im-Glas-und-Apfelmus-Pin-Steiermarkgarten


* Werbung wegen Namensnennung

Unser Wurzelgemüse haben wir bereits vor Wochen geerntet und zu Suppenwürze sowie leckeren Suppen verarbeitet. So auch die Karotten. Sie sind aus unserer Würzmischung nicht wegzudenken. Das genaue Rezept findet ihr hier. Alles Wissenswerte über die Karotte verraten wir euch im heutigen Pflanzenportrait.
Suppengemüse-Steiermarkgarten

Die Karotte (lat. Daucus carota), auch Wilde Möhre, Mohrrübe, Gelbe Rübe oder Wurzel genannt, zählt zur Familie der Doldenblütler (lat. Apiaceae) und ist eine zweijährige Pflanze, die bei uns aber einjährig kultiviert wird, da sie nicht winterhart ist. Sie stammt ursprünglich aus Südeuropa und Asien, und enthält u.a. Vitamin B6, B1 und B2, Vitamin C, Vitamin E sowie Carotin, eine fettlösliche Vorstufe von Vitamin A, ätherische Öle und Flavonoide.
Karotten haben eine antioxidative, immunstärkende Wirkung und können u.a. die Verdauung fördern. Der hohe Carotin-Anteil fördert eine verbesserte Sehleistung, allerdings nur, wenn die Karotten mit Fett zusammen aufgenommen werden. Die Inhaltsstoffe wirken am besten, wenn die Karotte roh und stark zerkleinert aufgenommen wird. Karottenbrei wird z.B. in der Säuglingsernährung empfohlen, weil er Verstopfungen und Blähungen lindert.

Boden und Standort

Karotten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Sie sind Mittel- bzw. Schwachzehrer und fühlen sich in einem lockeren, nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit etwas Kompost verfeinern. Man kann auch Hornspäne beifügen und eine Mulchschicht aus Stroh ausbreiten. Jedenfalls sollte der Boden vor der Aussaat gründlich gelockert werden.
Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden. Die Selbstunverträglichkeit innerhalb der Familie fördert nämlich Pilzkrankheiten. Außerdem können Larven und Puppen von Möhrenfliegen im Boden überwintern.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Erbsen, Knoblauch, Lauch, Mangold, Radieschen, Rettich, Salat, Salbei, Schnittlauch, Schwarzwurzel, Tomaten und Zwiebeln. Insbesondere durch eine Mischkultur mit Allium-Gewächsen (Zwiebel, Lauch) werden Karotten robuster gegen Schädlinge.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Petersilie, Rote Bete und Sellerie.
Karotten-Möhren-im-Beet-Steiermarkgarten

Aussaat im Freien

Tipp: Samen vor der Aussaat 2 Tage lang in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser einweichen. So keimen sie später leichter.
Man unterscheidet frühe Sorten, die bereits früh gesät werden und für den Sofortverzehr bestimmt sind, und späte Sorten, die für die Lagerung bestimmt sind. Grundsätzlich erfolgt die Aussaat ab Ende März bis Mitte Juli.
  • Frühe Karotten können ab Ende März gesät werden. Wer schon früher - ab Februar - aussäen möchte, sollte eine Vliesabdeckung verwenden. Die Samen vertragen niedrige Temperaturen, aber keinen Frost. Spätere Aussaaten entwickeln sich schneller.
  • Späte Karotten sollte man von April bis Juni säen, damit sie im Herbst reif sind für die Ernte. Mit einem Vlies oder Reisig geschützt, können sie aber auch bei leichten Minustemperaturen stehenbleiben und bei Bedarf geerntet werden.
Für die Aussaat der Dunkelkeimer zieht man mit einem Spaten eine ca. 3 cm tiefe Saatrille in die Erde und legt alle 3 bis 5 cm ein Korn. Anschließend wird alles mit Erde bedeckt und leicht angegossen. Zwischen den Reihen sollte ein Abstand von 20-25 cm eingehalten werden.
Alternativ können auch Saatbänder verwendet werden, bei denen der richtige Abstand zwischen den Saatkörnern bereits gegeben ist.
Tipp: Um die Aussaat zu markieren, kann man z.B. Radieschen oder Kresse unter das Saatgut mischen. Bis die Karotten beginnen zu wachsen, sind Radieschen oder Kresse schon längst geerntet.
Nach ca. 3 Wochen erfolgt die Keimung. 22°C Bodentemperatur (10-15°C Lufttemperatur) ist für die Keimung optimal. Sobald die ersten 3 Blätter zu sehen sind, sollte auf einen Abstand von 5 cm ausgedünnt werden. Dazu werden vorrangig die schwächeren Pflanzen aussortiert.
Karottensämlinge-Möhrensämlinge-Steiermarkgarten

Pflege

Karotten sollte man regelmäßig gießen und gleichmäßig feucht halten, sonst drohen sie zu platzen. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt sorgt dafür, dass der Boden nicht zu schnell austrocknet und gleichmäßig feucht bleibt.
Die Doldenblütler benötigen keinen Dünger, aber über eine Gabe Kompost hier und da freuen sie sich.
Der Boden sollte immer wieder gelockert werden, damit sich kein Unkraut ausbreitet. Insbesondere deshalb, weil Karotten eine lange Kulturdauer haben und nur bedingt konkurrenzstark sind. Außerdem kann das Wasser so besser ablaufen und es besteht nicht die Gefahr, dass sich die Pflanzen an der Spitze verzweigen oder spalten.
Karottengrün-Möhrengrün-in-Beet-Steiermarkgarten

Ernte

Die Reifezeit von frühen Karotten liegt bei rund 12 Wochen, jene von mittelfrühen zwischen 15 und 20 Wochen und jene von späten Sorten sogar bis zu 25 Wochen. Späte Karotten erntet man so spät wie möglich. Solange kein Frost droht, kann man sie nach Bedarf aus der Erde ziehen.
Man lockert zunächst den Boden seitlich mit einem Spaten und zieht dann die Karotte an dem Grün heraus.

Lagerung und Vermehrung

Nachdem das Grün entfernt wurde, werden die Karotten ungewaschen (Gefahr von Pilzen) gelagert. Sie halten sich im Kühlschrank ca. 14 Tage. An einem trockenen, kühlen, dunklen Ort z.B. im Keller können v.a. Herbstkarotten monatelang gelagert werden. Am besten legt man sie dazu in eine Sandkiste. Sie eignen sich aber auch zum Einfrieren. Dazu sollte man sie vorher blanchieren und schneiden.
Tipp: Durch Einwickeln in Folie bzw. in einen Plastiksack trocknen die Karotten nicht so schnell aus.
Blütenstände bilden sich erst im 2. Kulturjahr. Wer also nicht so lange auf frische Samen warten will, kauft sie im Gartencenter. Die Samen bleiben 2-3 Jahre keimbar.
Dieses Jahr haben unsere Karotten erstmals geblüht! Wir haben das Karottengrün im Frühling geschnitten, weil es schon sehr lang und unansehnlich war. Cousines Hasen haben sich darüber gefreut und die Karotten dachten wohl, dass sie schon im zweiten Jahr im Beet stehen.
Karottenblüte-Möhrenblüte-Steiermarkgarten

Karottenblüte-Möhrenblüte-Steiermarkgarten

Verwendung

Bei uns kommen Karotten meist als Suppeneinlage, gemeinsam mit anderem Suppengemüse wie Lauch, Knollensellerie und Wurzelpetersilie auf den Tisch.
Ein Karottensaft lässt sich herstellen, indem man das Gemüse wascht, putzt und mit einer Saftpresse auspresst. Pro Glas rührt man 3-4 Tropfen Pflanzenöl ein. Sofort getrunken, ist der Vitamingehalt am größten. Je nach Belieben können Äpfel, Orange, Ananas oder Zitrone beigemengt werden.
Ein Karottenbrei für Säuglinge wird aus 2-4 Karotten gezaubert, die 15-20 Minuten mit 250 ml Wasser weich gekocht und dann püriert werden. Dann wird noch ¼ Teelöffel Pflanzenöl untergerührt. Der Brei kann gut verschlossen 1 Tag im  Kühlschrank aufbewahrt werden, sollte aber nochmals aufgekocht werden, um eventuell entstandene krankmachende Keime abzutöten.


Hinweis: Squid App*

Unsere Beiträge findet ihr seit neustem auch in der SquidApp* unter der Kategorie Natur & Umwelt. Für alle, die die neue Nachrichtenapp aus Schweden noch nicht kennen, gibt es hier bei Katrin von Topfgartenwelt einen ausführlichen Beitrag darüber.


Liebe Grüße,
Zum Pinnen:
Karotte-Möhre-Pin-Steiermarkgarten

Verlinkt bei: Gartenglück