Mai-Arbeiten

Der Mai ist für mich persönlich ein sehr aufregender Monat im Gartenjahr. Alle Pflanzen, die im Haus überwintert haben, und all jene Pflanzen, die ich mit viel Liebe vorgezogen habe, kommen jetzt ins Freie. Dabei ist der richtige Zeitpunkt sehr entscheidend. Setzt man kälteempfindliche Pflanzen zu früh hinaus, reagieren sie im schlimmsten Fall mit einem Wachstumsstopp und erfrieren. Setzt man sie gleich der prallen Mittagssonne aus, erleiden ihre zarten Blättchen Schäden. Belässt man sie jedoch zu lange im Haus, vergeilen sie und sind nicht so robust wie ihre Artgenossen im Freiland. Sie sind dann anfälliger für Schädlinge sowie Krankheiten und verkraften Unwetter schlechter.

Abhärten ist daher sehr wichtig. Dazu trage ich die Pflänzchen bereits an warmen Tagen im April ins Freie und hole sie am Abend wieder ins Haus. Sobald die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter 3-4°C fallen, stelle ich z.B. vorgezogene Tomaten, Paprika, Kapuzinerkresse und Ingwer draußen in ein Gewächshaus. In der Nacht schließe ich es, damit die Pflänzchen geschützt sind und tagsüber öffne ich es, damit sie atmen können. Das Gewächshaus steht geschützt auf der Ost-Seite unserer Terrasse, damit die Pflänzchen morgens bis mittags Sonne abbekommen, aber nicht in der prallen Mittagssonne stehen und sich das Gewächshaus nicht zu sehr erhitzt. Vorgezogene Pflanzen wie Knollensellerie, Ringelblumen und Kapuzinerkresse können zu diesem Zeitpunkt aber auch schon direkt ins Beet gesetzt und bei Frostgefahr mit einem Vlies geschützt werden.



Kürbis, Gurken und Zucchini kommen als letztes ins Freie. Ich ziehe sie erst ab Mitte April unter einer Haube an der warmen Fensterbank vor. Nach ca. 1 Woche, wenn sich die ersten Blätter zeigen, stelle ich die Pflänzchen in den Keller bei konstanten 15°C ans Fenster, damit sie nicht zu sehr in die Höhe schießen. Beim Auspflanzen im Freien schütze ich sie anfangs auch noch mit einem Vlies. Durch dieses sind sie geschützt, können aber auch atmen.


Außerdem können im April und Mai schon die ersten Kräuter und Gemüse in meinem Garten geerntet werden. Schnittlauch und Maggikraut zählen zu den Kräutern, die am frühestens sprießen und laufend frisch für diverse Speisen verwendet werden können.


Auch Minze und Melisse kann ich schon zum Auffrischen von Getränken verwenden.


Nachdem uns der diesjährige April einige sehr warme Tage beschert hat, konnte ich mich auch schon über die erste Radieschenernte freuen. Ich säe etwa im 3-Wochen-Takt neue Radieschensamen, um eine laufende Ernte zu garantieren.

Mittlerweile ist auch der erste Salat verzehrbereit. Mit ein paar Löwenzahnblättern gemischt und mit Gänseblümchen verziert, schmeckt´s gleich noch besser.

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