Zucchini

Zucchini (lat. Curcubita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) zählen zur Familie der Kürbisgewächse (lat. Cucurbitaceae) und sind einjährige, nicht winterharte Pflanzen. Sie wurden durch Züchtung aus dem Gartenkürbis entwickelt, der bis zur Entdeckung Amerikas in Südamerika angebaut wurde, und enthalten u.a. Eisen, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin A, C und Vitamine der B-Familie. Zucchini haben eine entwässernde, Blut senkende Wirkung, stärken das Immunsystem und fördern die Konzentrationsfähigkeit.
Zucchini gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen: von länglich grün über gelb und orange, creme-grün gestreift oder grün gestreift.
Zucchini tragen in der Regel sehr viele Früchte, so dass 2 Pflanzen für eine 4-Köpfige Familie reichen.

Boden und Standort
Zucchini bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort. Sie sind sehr kälteempfindlich, daher sollte man sie bei Bedarf mit einem Vlies oder einer Mulchschicht aus Stroh abdecken. Außerdem benötigen sie sehr viel Platz (1-2 m2 je Zucchinipflanze). Um Platz zu sparen, kann man sie auch an einem stabilen Holzgerüst ranken lassen.
Die Starkzehrer fühlen sich in einem humusreichen, lockeren Boden wohl. Wir verwenden Gemüseerde oder Gartenerde, die wir vor dem Auspflanzen mit Kompost verbessern.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Erbsen, Kapuzinerkresse, Lauch, Tomaten und Zwiebeln.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Kartoffeln, Pflücksalat und Radieschen.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Zucchini kann man in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Mitte April im Topf vorkultivieren. Indem man die Samen vor der Aussaat über Nach in Wasser einweicht, erhöht man die Keimfähigkeit. Man setzt je 2 Zucchinisamen in einen Topf mit Anzuchtserde. Die Dunkelkeimer werden ca. 3 cm tief in die Erde gedrückt und an einem warmen, hellen Ort (20-25°C) mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht gehalten. Nach ca. 1 Woche bilden sich schon die ersten Keimlinge. Später wird die stärkste Pflanze stehen gelassen.
Nach weiteren 2-3 Wochen, wenn 1-2 Laubblätter zu sehen sind, werden die Pflanzen in einzelne Töpfe umgesetzt bzw. wird die stärkste Pflanze stehen gelassen und nach den Eisheiligen ins Freie gesetzt.

Aussaat im Freien
Zucchinisamen können Anfang Mai auch direkt ins Freilandbeet gesät und mit einer Plastikhaube vor Kälte geschützt werden. Dazu gibt man 4 Samen ca. 3 cm tief in die Erde und lässt später nur die stärkste Pflanze entstehen. Die Vorteile der Direktsaat sind eine bessere Wurzelausbildung und eine bessere Hitzebeständigkeit. Bei dieser Variante sollte man von Beginn an für einen Schneckenschutz sorgen.

Pflege
Zucchini sollte man regelmäßig gießen (insbesondere während der Fruchtentwicklung) und Staunässe vermeiden. Mulch z.B. aus Grasschnitt sorgt dafür, dass sich gleichmäßig feucht gehalten werden.
Die Starkzehrer benötigen viel Dünger. Im Juni und Anfang Juli sollte wöchentlich eine Stickstoffdüngung, z.B. mit Brennnesseljauche, erfolgen.
Ab Mitte August kann man neue Blüten ganz entfernen, damit die Pflanze ihre ganze Kraft in die vorhandenen Früchte steckt.
Sobald sich Früchte bilden, sollten diese mit Stroh unterlegt werden, damit sie nicht faulen.
Durch regelmäßiges Abernten (2x pro Woche) bekommt die Pflanze rasch neue Blüten, die sich zu neuen Früchten ausbilden.

Blüte und Ernte
Die Blüte erfolgt in der Regel im Juni.
Um eine ertragreiche Ernte zu fördern, kann bei der Bestäubung nachgeholfen werden, indem man die Schutzhüllen von den Blüten entfernt, die männlichen Blüten abbricht (diese haben längere, dünne Stiele) und deren Blüten auf die Narbe der weiblichen Blüten  verreibt (erkennt man an Fruchtknoten unter den Blütenblättern). Das Laub am Fruchtstiel kann man abzupfen, weil es unnötig viel Energie verbraucht. Bei einer erfolgreichen Bestäubung beginnt der Fruchtansatz nach 2-3 Tagen zu wachsen. Auch die Blüten, insbesondere die männlichen, kann man essen (kurz vor dem Öffnen ernten).
Die Ernte erfolgt in der Regel von Juni bis Oktober. Die ersten Zucchini können innerhalb von 6-8 Wochen geerntet werden. Sie sollten bei der Ernte ruhig noch klein sein (15-20 cm), dann schmecken sie am besten (sehr zart). Reifen die Früchte weiter, schmecken sie zunehmend holzig und fad. Sie erreichen die Größen von Kürbissen. Ausgewachsene Zucchini lassen sich leichter lagern.
Dazu werden die Zucchini mit einem scharfen Messer abgeschnitten.
Auch die Zucchiniblüten sind essbar.

Lagerung und Vermehrung
Zucchini sollte leicht gekühlt gelagert werden, z.B. im Gemüsefach des Kühlschranks (7-10°C), und hält sich hier 2-3 Wochen. Der Stielansatz sollte nicht abgeschnitten werden, um ein vorzeitiges Austrocknen der Früchte zu verhindern.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Dazu werden die Kerne entnommen, getrocknet und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt (<25°C). Das Saatgut ist üblicherweise 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
Junge Pflänzchen werden gern von Schnecken verzehrt, daher sollte zu Beginn an einen Schneckenschutz gedacht werden. Ich lege anfangs z.B. ein Unkrautvlies um die Pflanze. Das hat einerseits einen wärmenden Effekt (Zucchini liebt Wärme) und andererseits trauen sich Schnecken nicht gerne über das Vlies.

Verwendung
Zucchini gelten als leckere Zutat sowohl für Hauptspeisen als auch für Suppen. Zu unseren Favoriten zählen Zucchinicremesuppe und Zucchiniröllchen mit Mozzarella und Schinken für die Grillparty.

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