Tomaten

Tomaten (lat. Solanum lycopersicum) zählen zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und sind einjährige, nicht winterharte Pflanzen. Sie stammen aus Süd- und Mittelamerika, bestehen zu 94 % aus Wasser und enthalten u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin A, C und Vitamine der B-Familie. Tomaten haben eine antioxidative, entschlackende, entwässernde, Verdauung fördernde, Krebs hemmende, Immunsystem stärkende, blutreinigende und Cholesterin senkende Wirkung.

Boden und Standort
Tomaten bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort, idealerweise unter einem Dach vor Regen geschützt. Unserer Erfahrung nach gedeihen sie am besten an einer Hausmauer in der direkten Sonne.
Sie sind Starkzehrer und fühlen sich in einem lockeren, nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden eigene Tomaten- bzw. Gemüseerde oder Gartenerde, die wir mit 3-5l Kompost pro m2 verfeinern.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Basilikum, Bohnen, Boretsch, Kapuzinerkresse, Karotten, Knoblauch, Kohl, Lauch, Mais, Petersilie, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Salat, Sellerie, Spinat und Wurzelpetersilie.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Aubergine, Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln und Schnittlauch.
Tomaten können 2-3 Jahre am selben Standort kultiviert werden, danach sollte für einige Jahre ein neuer Standort gewählt werden.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Tomaten werden in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab März vorgezogen. Man setzt die Samen im Abstand von 2 x 2 cm in ein Saatkistchen mit Anzuchtserde. Die Dunkelkeimer werden nur leicht angedrückt und an einen warmen, hellen Ort (18-25°C) mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht gehalten. Nach 8-15 Tagen bilden sich die ersten Keimlinge.
Sobald die ersten Tomatenblätter zu sehen sind, werden die Pflänzchen pikiert. Dazu sollte man sie 2-3 Stunden vorher richtig angießen. Beim Pikieren wird die Erde gelockert und die Pflänzchen werden vorsichtig, gegebenenfalls mit Hilfe einer Pinzette, aus der Erde gehoben. Die Wurzeln sollten weiß und kräftig sein. Wenn sie braun und dünn sind, wurde zu viel gegossen. Die Wurzeln können mit einem scharfen Messer auf eine Länge von 2-3 cm gestutzt werden – so wird das Wurzelwachstum angeregt. Anschließend setzt man die Pflänzchen in einen 9 cm-Durchmesser Topf mit normaler Blumenerde, drückt die Erde leicht an und wässert sie gründlich im Bereich des Stängels. So werden sie bei einer Temperatur von 15-20°C weiterkultiviert bis sie eine Höhe von ca. 20-30 cm erreicht haben. Wenn die Pflänzchen schnell wachsen, die Stängel aber ganz dünn und die Blätter sehr fein sind, stellen wir sie in den kühleren, dunklen Keller (ca. 15°C), damit sie nicht vergeilen und robuster werden. Sie sollten erst einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben, sonst welken sie.

Pflanzung im Freien
Nach den Eisheiligen (ab 20. Mai) können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Davor sollte man sie unbedingt abhärten. Wenn man die frostempfindlichen Pflanzen zu früh ins Freie setzt, reagieren sie mit einem Wachstumsstopp.
Man sollte die Tomaten-Setzlinge unter Einhaltung eines Pflanzabstandes von 60 cm und eines Reihenabstandes von 80-100 cm so tief pflanzen, dass die Oberseite des Topballens mit ca. 5 cm Erde bedeckt ist. So bildet die Pflanze zusätzliche Wurzeln.
Die Pflanzen werden je nach Sorte bis zu 2 m hoch und benötigen daher eine Rankhilfe.

Pflege
Tomaten sollte man regelmäßig gießen, wobei zu Beginn eher weniger und erst bei Fruchtbildung mehr. Staunässe vermeiden und nie abwarten bis der Boden völlig ausgetrocknet ist, sonst platzen die Früchte leicht auf.
Ab Beginn der Blütenbildung sollten die Pflanzen 2-3x mit einem kaliumreichen Tomatendünger gedüngt werden. Alternativ lieben Tomaten Brennnesseljauche und Brennnesselmulch.
Regelmäßiges Ausgeizen, steigert den Ertrag. Dabei werden die Seitentriebe ausgebrochen, die in den Blattachseln entstehen.
Tipp: Eine Mulchschicht aus Tomatenblättern ist ideal, um Schädlinge von anderen Gemüse-Arten fernzuhalten.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit ist in der Regel von Mai bis Juni.
Die Ernte erfolgt je nach Sorte zwischen Juli und Oktober.

Lagerung und Vermehrung
Tomaten sollten an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, nicht im Kühlschrank.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Diese sind sehr lange (5-10 Jahre) haltbar.

Krankheiten
  • Kraut- und Knollenfäule
  • Blattläuse
  • Blütenendfäule

Verwendung
Tomaten essen wir am liebsten als Salat, z.B. als Zugabe für grünen Salat, griechischen Salat oder mit Mozzarella und frischem Basilikum als Salat Caprese. Außerdem sind sie Bestandteil vieler Gerichte mit Tomatensauce. Auch Pesto lässt sich mit Tomaten zaubern.

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