Salat

Salat (lat. Lactuca sativa) zählt zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae) und ist eine einjährige, in der Regel nicht winterharte Pflanze. Blattsalat besteht zu 95% aus Wasser und enthält unter anderem Eisen, Magnesium sowie Vitamin C, wobei der Nährstoffgehalt je Sorte unterschiedlich ist. Er wirkt entkrampfend, stärkt das Immunsystem, Muskeln und Herz.


ENDIVIENSALAT
Endiviensalat (lat. Cichorium endivia) ist ein Spätsommersalat und gehört zu den letzten Blattsalaten, die im Jahr angepflanzt werden. Er enthält unter anderem Folsäure, den Bitterstoff Lactucopikrin. Er wirkt harntreibend, regt den Gallenfluss an und hilft bei der Verdauung von fettreicheren Speisen.

Boden und Standort
Endiviensalat bevorzugt einen sonnigen Standort.
Er ist ein Mittelzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humusreichen, durchlässigen und nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit etwas Kompost aufbessern. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass der Salat „schießt“).
Salate sollten bei Möglichkeit nicht jährlich auf derselben Stelle angepflanzt werden. Nach der Ernte ist eine Gründüngung empfehlenswert.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Bohnen, Fenchel, Lauch, Kohl, Spinat und andere Salatsorten.

Anzucht
Endiviensalat kann ab Juni vorkultiviert werden. Man setzt je 2-3 Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde ca. 2 cm tief ein und hält sie an einem halbschattigen Ort konstant feucht. Nach der Keimung verbleibt die kräftigste Pflanze im Topf.
Die Setzlinge werden dann von Juli bis August ausgepflanzt.

Aussaat im Freien
Die Samen können ab Mitte Juni bis Mitte Juli direkt ins Freilandbeet gesät werden. Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen (die einzelnen Pflänzchen können später schon in jungem Zustand verzehrt werden oder umgesetzt werden) oder gleich unter Einhaltung eines Pflanz- und Reihenabstandes von 30-40 cm aussäen.
Die Lichtkeimer werden nicht zu tief in die Erde gedrückt, sonst können sich die Köpfe nicht ideal entfalten und sind krankheitsanfälliger. Auch beim Pflanzen von Setzlingen sollte man darauf achten, diese nicht zu tief in die Erde zu stecken.
Tipp: Durch 2-3-wöchige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich.

Pflege
Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher sollte an heißen Sommertagen ein Schutz mit einem Vlies oder einer leichten Folie erfolgen.
Eine Düngung ist nicht notwendig.

Ernte
Die Erntezeit beginnt im August (3 Monate nach der Aussaat) und zieht sich bis in den November hinein. Mit entsprechendem Frostschutz (Vlies oder Folien) ist auch noch eine längere Ernte möglich – Endivien vertragen bis zu -5°C.
Einige Tage vor der Ernte kann man den Endivienkopf locker zusammen binden, da mit die Blätter zart und weiß bleiben.
Bei der Ernte werden die Endivien, vorzugsweise an einem trockenen Tag, mitsamt der Wurzel aus dem Boden gezogen.

Lagerung und Vermehrung
Salat ist im Kühlschrank einige Tage haltbar.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man den Salat immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte ist der Salat nicht mehr genießbar (bitter), aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
Endiviensalat ist grundsätzlich robust und wenig krankheitsanfällig.
  • Schnecken sind der größte Feind von Salaten.
  • Selten können Blattläuse oder falscher Mehltau auftreten.

Verwendung
Endiviensalat schmeckt hervorragend allein, kann aber auch mit anderen Salaten, Tomaten, Paprika und vielem mehr kombiniert werden.


PFLÜCKSALAT
Schnitt-/Pflücksalat (lat. Lactuca sativa) bildet lose Blattrosetten anstatt eines Kopfs aus. Die bekanntesten Sorten sind der Lollo bionda oder Lollo rosso. Die Vorteile gegenüber Kopfsalat bestehen darin, dass er sehr robust ist, schon relativ früh geerntet werden kann und immer wieder nachwächst, was eine mehrmalige Ernte ermöglicht. Lollo rosso besteht zu 92 % aus Wasser. Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen unter anderem Eisen und Kalium sowie Vitamin A und C. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend und haben einen schützenden Effekt für Körperzellen und Gefäße.

Boden und Standort
Pflücksalat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Er ist ein Mittelzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humusreichen, durchlässigen und nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit etwas Kompost aufbessern. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass der Salat „schießt“).
Salate sollten bei Möglichkeit nicht jährlich auf derselben Stelle angepflanzt werden. Nach der Ernte ist eine Gründüngung empfehlenswert.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Dill, Erbsen, Fenchel, Karotten, Kohl, Radieschen, Rote Bete, Spargel, Tomaten und Zwiebeln.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Petersilie, Sellerie und Zucchini.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Pflücksalat kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Jänner vorkultiviert werden. Man sät die Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde mit einem Reihenabstand von 15 cm dünn aus. Die Lichtkeimer werden nur leicht in den Boden gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. 15°C Bodentemperatur ist für die Keimung optimal. Bei einer Temperatur >20°C kann es zur Keimhemmung oder zum „Schießen“ kommen.

Aussaat im Freien
Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen (die einzelnen Pflänzchen können später schon in jungem Zustand verzehrt werden oder umgesetzt werden) oder gleich unter Einhaltung eines Pflanzabstandes von 20-25 cm und eines Reihenabstands von 20-25 cm aussäen. Dabei wird eine Vlies- oder Folienabdeckung empfohlen, weil die Samen so schneller keimen.
Die Lichtkeimer werden nicht zu tief in die Erde gedrückt, sonst können sich die Köpfe nicht ideal entfalten und sind krankheitsanfälliger. Auch beim Pflanzen von Setzlingen sollte man darauf achten, diese nicht zu tief in die Erde zu stecken.
Tipp: Durch 2-3-wöchige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich.

Pflege
Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher sollte an heißen Sommertagen ein Schutz mit einem Vlies oder einer leichten Folie erfolgen.
Eine Düngung ist nicht notwendig.

Ernte
Ca. 6-7 Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflanzen ca. 15-20 cm hoch sind, kann die erste Ernte erfolgen. Den Pflücksalat pflückt man von außen nach innen (die Herzblätter in der Mitte bleiben stehen).

Lagerung und Vermehrung
Salat ist im Kühlschrank einige Tage haltbar.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man den Salat immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte ist der Salat nicht mehr genießbar (bitter), aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
Pflücksalat ist grundsätzlich robust und wenig krankheitsanfällig.
  • Schnecken sind der größte Feind von Salaten.
  • Selten können Blattläuse oder falscher Mehltau auftreten.

Verwendung
Insbesondere an heißen Tagen im Sommer freut man sich oft mehr auf einen frischen, knackigen Salat als auf üppige schwere Speisen. Pflücksalat kann man z.B. kombinieren mit anderen Salaten wie Rucola, mit frischen Kräutern wie Schnittlauch und Basilikum, mit Radieschen, Tomaten, Paprika, mit Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und vielem mehr.


RUCOLA (RAUKE)
Rucola (lat. Eruca sativa) zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse (lat. Brassicaceae) und ist je nach Sorte eine ein- oder mehrjährige und winterharte Pflanze. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und enthält unter anderem Eisen, Kalium, Kalzium sowie Vitamin C und A und sekundäre Pflanzenstoffe. Rucola hat eine antioxidative und Krebs hemmende Wirkung.

Boden und Standort
Rucola bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Er ist ein Schwachzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humosen, sandigen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde.
Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Mais, Salat, Sellerie und Zwiebeln.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Kohl, Lauch, Radieschen, Rettich und Rote Bete.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Rucola kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ganzjährig kultiviert werden. Man sät die Samen in Töpfen mit Anzuchtserde breitwürfig aus. Die Dunkelkeimer werden ca. 1 cm tief in die Erde gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. Bei einer Temperatur von 10-17°C dauert die Keimzeit üblicherweise 5-15 Tage.

Aussaat im Freien
Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Dabei sollte ein Pflanzabstand von 5-10 cm und ein Reihenabstand von 15-20 cm eingehalten werden.

Pflege
Rucola sollte gleichmäßig gegossen werden.
Eine Düngung ist nicht notwendig.

Ernte
Die erste Ernte kann nach 4-6 Wochen, wenn die Blätter 10-12 cm lang sind, erfolgen. Dabei sollte man die Blätter nicht zu dicht am Boden abschneiden, damit wieder neue Blätter nachwachsen können.

Lagerung und Vermehrung
Rucola ist im Kühlschrank einige Tage haltbar.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man den Rucola immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte ist der Rucola nicht mehr genießbar (bitter), aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
  • Erdflöhe
  • Kohlfliege
  • Kohlhernie

Verwendung
Rucola peppt viele Gerichte auf: Salate, Pizza, Nudeln, etc. Wir essen ihn am liebsten in Salaten oder zu einem Antipasti-Teller (Zuckermelone mit Prosciutto, Salat Caprese, Ciabatta, …). Er kann auch zu einem leckeren Pesto verarbeitet werden.


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