Carina´s Garten 2016




Auf folgender Skizze ist zu sehen, wie ich meinen Garten 2016 genutzt habe:


 
Im großen Ganzen war ich sehr zufrieden. Es ist besser gelaufen als ich anfangs gedacht hätte. Vor allem, weil ich viele Sorten erstmals angebaut habe und weder Erfahrungen mit den Hochbeeten noch mit der Bodenqualität beim Gartenweg hatte. Am Ende hatte ich weder große Ausfälle noch viele Schädlinge, die Pflanzen sind gut angewachsen und ich konnte mich über eine ertragreiche Ernte freuen.


Folgendes ist gut gelaufen, daher werde ich diesbezüglich in Zukunft nicht viel ändern bzw. ähnlich vorgehen:

In den Hochbeeten sind alle Pflanzen toll gewachsen. Ich kann nun aus eigener Erfahrung bestätigen, dass sich die Pflanzen im Hochbeet viel besser entwickeln als Pflanzen in einem normalen Gemüsebeet. Durch den lockeren Boden und die langsame Verrottung des Komposts werden Wärme erzeugt und wertvolle Nährstoffe freigesetzt.
Am besten war dies bei meinem Knollensellerie zu beobachten. Ich hatte nämlich jeweils 3 Pflanzen im Hochbeet und im Gemüsebeet gepflanzt. Die Knollensellerie im Hochbeet waren fast doppelt so groß wie jene im Gemüsebeet. Außerdem ist eine Pflanze im Gemüsebeet einer Wühlmaus zum Opfer gefallen - sie war von unten ganz ausgehöhlt. So etwas kann im Hochbeet dank des Wühlmausgitters nicht passieren.




Auch die Kürbis-Entwicklung hat mich positiv überrascht. Anscheinend fühlt er sich an dem sonnigen Platz beim Kompost sehr wohl. Die Pflanzen sind 1-2 m lang geworden und haben viele Früchte getragen. Dabei habe ich nur ein ca. 50 cm breites Pflanzloch ausgehoben und mit nährstoffreicher Blumenerde befüllt. Über die regelmäßige Düngung mit Brennnesseljauche hat sich der Kürbis wahrscheinlich auch sehr gefreut.


Die am Weg eingepflanzten Kräuter haben sich alle gut entwickelt. Ich habe ihre Pflanzlöcher jeweils mit der für sie idealen Erde aufgefüllt, um ihnen ideale Wachstumsbedingungen zu bieten.

Alle Beeren im Garten haben viele Früchte getragen und sich fleißig vermehrt. Sie sind komplett anspruchslos und daher sehr pflegeleicht. Vor allem die Japanische Weinbeeren haben eine ertragreiche Ernte gebracht.


Folgendes ist nicht so gut gelaufen, hier muss ich zukünftig etwas ändern:

Die Tomaten im Gemüsebeet sind leider nicht so gut gewachsen. Ich vermute, dass das in erster Linie an dem festen Lehmboden liegt, durch den sie nur schwer wurzeln können. Ich habe das Beet zwar entsprechend vorbereitet (umgegraben, mit Pferdemist und Kompost aufgelockert), aber es wird wahrscheinlich noch einige Gartensaisonen dauern bis sich dieser extrem feste Boden immer weiter lockert. Gegen Ende hin - kurz vor der Ernte - sind die meisten Früchte auch noch verfault. Es stimmt also, dass sich Tomaten einen vor Regen geschützten Standort wünschen.
Dennoch konnte ich mich über eine reichliche Tomaten-Ernte freuen, weil die Pflanzen in den Trögen an der Hausmauer super gewachsen sind. Dort genießen sie ihre idealen Wachstumsbedingungen: spezielle Tomatenpflanzerde, warmer, sonniger Standort, vor Regen geschützt. In Zukunft werden diese Nachtschattengewächse bei mir also nur noch dort kultiviert werden.


Der Anbau der Wassermelone hat sich nicht rentiert. Obwohl sie ein sonniges Plätzchen zwischen den Kürbissen hatte, ist nur eine Frucht groß gewachsen und auch diese war bei der Ernte Ende August anscheinend noch nicht richtig ausgereift (hellrot statt saftig rot, wenig Geschmack). Ich vermute, dass es für einen Anbau in unseren Breitengraden in Summe zu wenig Sonnentage gibt.

Die Kartoffeln habe ich in Gewebesäcken kultiviert und das hat grundsätzlich gut funktioniert: Ich habe immer mehr Erde nachgefüllt, worauf die Pflanzen immer höher gewachsen sind und sogar geblüht haben. Am Ende war der Ertrag aber nicht so groß wie erwartet. Nur weil man immer mehr Erde einfüllt und sie immer höher wachsen, heißt das anscheinend nicht, dass sie gleichzeitig auch immer mehr Knollen ausbilden. Außerdem muss man dazusagen, dass ich keine speziellen Saatkartoffeln verwendet habe, bei denen der Ertrag vermutlich von Haus aus größer ist. In Zukunft werde ich zwar wieder Gewebesäcke verwenden, diese aber nicht ganz so hoch mit Erde befüllen. Es würde zwar nicht schaden, bringt aber auch nicht viel Mehrwert.

Kapuzinerkresse habe ich auf der Terrasse in hohen Rattan-Töpfen kultiviert. Der Standort müsste eigentlich passen, also glaube ich, dass sie mit der Erde nicht zufrieden waren, weil sie nicht so üppig gewachsen sind wie ich das sonst kenne. Ich habe Großteils Aushuberde verwendet, d.h. eine schwere Lehmbodenerde aus unserem Garten. Ganz anspruchslos ist diese Kresse also nicht. Zukünftig werde ich Blumenerde verwenden und die Topfböden mit Steinchen auslegen, damit die Erde nicht so am Boden klebt und das Wasser besser abfließen kann.

Die Kultivierung von Schnittlauch im Topf auf unserer Terrasse ist problemlos möglich und vor allem praktisch, weil ich ihn so in der Küche schnell griffbereit habe. Im Vergleich habe ich aber beobachtet, dass der Schnittlauch am Weg üppiger wächst. Dort kann er sich leichter breit machen und ist nicht ganz so heißen Temperaturen ausgesetzt wie in der Sonne an der Hausmauer.

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