Auf folgender Skizze ist zu sehen, wie ich meinen Garten 2016 genutzt habe:


 
Im großen Ganzen war ich sehr zufrieden. Es ist besser gelaufen als ich anfangs gedacht hätte. Vor allem, weil ich viele Sorten erstmals angebaut habe und weder Erfahrungen mit den Hochbeeten noch mit der Bodenqualität beim Gartenweg hatte. Am Ende hatte ich weder große Ausfälle noch viele Schädlinge, die Pflanzen sind gut angewachsen und ich konnte mich über eine ertragreiche Ernte freuen.


Folgendes ist gut gelaufen, daher werde ich diesbezüglich in Zukunft nicht viel ändern bzw. ähnlich vorgehen:

In den Hochbeeten sind alle Pflanzen toll gewachsen. Ich kann nun aus eigener Erfahrung bestätigen, dass sich die Pflanzen im Hochbeet viel besser entwickeln als Pflanzen in einem normalen Gemüsebeet. Durch den lockeren Boden und die langsame Verrottung des Komposts werden Wärme erzeugt und wertvolle Nährstoffe freigesetzt.
Am besten war dies bei meinem Knollensellerie zu beobachten. Ich hatte nämlich jeweils 3 Pflanzen im Hochbeet und im Gemüsebeet gepflanzt. Die Knollensellerie im Hochbeet waren fast doppelt so groß wie jene im Gemüsebeet. Außerdem ist eine Pflanze im Gemüsebeet einer Wühlmaus zum Opfer gefallen - sie war von unten ganz ausgehöhlt. So etwas kann im Hochbeet dank des Wühlmausgitters nicht passieren.




Auch die Kürbis-Entwicklung hat mich positiv überrascht. Anscheinend fühlt er sich an dem sonnigen Platz beim Kompost sehr wohl. Die Pflanzen sind 1-2 m lang geworden und haben viele Früchte getragen. Dabei habe ich nur ein ca. 50 cm breites Pflanzloch ausgehoben und mit nährstoffreicher Blumenerde befüllt. Über die regelmäßige Düngung mit Brennnesseljauche hat sich der Kürbis wahrscheinlich auch sehr gefreut.


Die am Weg eingepflanzten Kräuter haben sich alle gut entwickelt. Ich habe ihre Pflanzlöcher jeweils mit der für sie idealen Erde aufgefüllt, um ihnen ideale Wachstumsbedingungen zu bieten.

Alle Beeren im Garten haben viele Früchte getragen und sich fleißig vermehrt. Sie sind komplett anspruchslos und daher sehr pflegeleicht. Vor allem die Japanische Weinbeeren haben eine ertragreiche Ernte gebracht.


Folgendes ist nicht so gut gelaufen, hier muss ich zukünftig etwas ändern:

Die Tomaten im Gemüsebeet sind leider nicht so gut gewachsen. Ich vermute, dass das in erster Linie an dem festen Lehmboden liegt, durch den sie nur schwer wurzeln können. Ich habe das Beet zwar entsprechend vorbereitet (umgegraben, mit Pferdemist und Kompost aufgelockert), aber es wird wahrscheinlich noch einige Gartensaisonen dauern bis sich dieser extrem feste Boden immer weiter lockert. Gegen Ende hin - kurz vor der Ernte - sind die meisten Früchte auch noch verfault. Es stimmt also, dass sich Tomaten einen vor Regen geschützten Standort wünschen.
Dennoch konnte ich mich über eine reichliche Tomaten-Ernte freuen, weil die Pflanzen in den Trögen an der Hausmauer super gewachsen sind. Dort genießen sie ihre idealen Wachstumsbedingungen: spezielle Tomatenpflanzerde, warmer, sonniger Standort, vor Regen geschützt. In Zukunft werden diese Nachtschattengewächse bei mir also nur noch dort kultiviert werden.


Der Anbau der Wassermelone hat sich nicht rentiert. Obwohl sie ein sonniges Plätzchen zwischen den Kürbissen hatte, ist nur eine Frucht groß gewachsen und auch diese war bei der Ernte Ende August anscheinend noch nicht richtig ausgereift (hellrot statt saftig rot, wenig Geschmack). Ich vermute, dass es für einen Anbau in unseren Breitengraden in Summe zu wenig Sonnentage gibt.

Die Kartoffeln habe ich in Gewebesäcken kultiviert und das hat grundsätzlich gut funktioniert: Ich habe immer mehr Erde nachgefüllt, worauf die Pflanzen immer höher gewachsen sind und sogar geblüht haben. Am Ende war der Ertrag aber nicht so groß wie erwartet. Nur weil man immer mehr Erde einfüllt und sie immer höher wachsen, heißt das anscheinend nicht, dass sie gleichzeitig auch immer mehr Knollen ausbilden. Außerdem muss man dazusagen, dass ich keine speziellen Saatkartoffeln verwendet habe, bei denen der Ertrag vermutlich von Haus aus größer ist. In Zukunft werde ich zwar wieder Gewebesäcke verwenden, diese aber nicht ganz so hoch mit Erde befüllen. Es würde zwar nicht schaden, bringt aber auch nicht viel Mehrwert.

Kapuzinerkresse habe ich auf der Terrasse in hohen Rattan-Töpfen kultiviert. Der Standort müsste eigentlich passen, also glaube ich, dass sie mit der Erde nicht zufrieden waren, weil sie nicht so üppig gewachsen sind wie ich das sonst kenne. Ich habe Großteils Aushuberde verwendet, d.h. eine schwere Lehmbodenerde aus unserem Garten. Ganz anspruchslos ist diese Kresse also nicht. Zukünftig werde ich Blumenerde verwenden und die Topfböden mit Steinchen auslegen, damit die Erde nicht so am Boden klebt und das Wasser besser abfließen kann.

Die Kultivierung von Schnittlauch im Topf auf unserer Terrasse ist problemlos möglich und vor allem praktisch, weil ich ihn so in der Küche schnell griffbereit habe. Im Vergleich habe ich aber beobachtet, dass der Schnittlauch am Weg üppiger wächst. Dort kann er sich leichter breit machen und ist nicht ganz so heißen Temperaturen ausgesetzt wie in der Sonne an der Hausmauer.

Carina´s Garten 2016

Auf folgender Skizze ist zu sehen, wie ich meinen Garten 2016 genutzt habe:   Im großen Ganzen war ich sehr zufrieden. Es is...
Man lernt durch das TUN. Natürlich sollte man sich zunächst ein gewisses Basiswissen aneignen, z.B. durch Lesen von Fachzeitschriften, Lesen entsprechender Literatur, Besuch eines Seminars und Tipps aus dem Gartencenter. Doch ein richtiges Gespür für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen entwickelt sich erst mit der Zeit - indem man sie selbst hegt und pflegt, durch Erfolge und Niederlagen. Aus Fehlern kann man für Zukunft lernen.

Ich habe in meinem ersten Gartenjahr z.B. gleich fünf grundlegende Dinge gelernt, die für Gärtner selbstverständlich sind, die ich so aber nirgends gelesen habe:

1.    Kräuter und Gemüse sind viel lieber im Freien an der frischen Luft als im Haus.
Ich habe oft gelesen, dass kälteempfindliche Sorten erst nach den Eisheiligen nach draußen gestellt werden sollen. Das ist grundsätzlich korrekt, aber die meisten Pflanzen sind viel robuster als ich angenommen habe und man sollte sie unbedingt abhärten. Pflanzen, die ich bis zu den Eisheiligen in meinem warmen Zimmer ans Fenster gestellt habe, waren eher kümmerlich und zart. Pflanzen, die ich hingegen bei Temperaturen ab 10°C und Sonnenschein hinausgestellt und in der Nacht wieder ins Haus geholt habe, sind viel kräftiger gewachsen. Ideal ist ein Gewächshaus, das immer im Freien steht - über Nacht verschlossen, damit es wärmt, und tagsüber offen, damit die Luft zirkulieren kann. Somit erspart man sich das Hin- und Hertragen der Pflanzen zwischen Haus und Freiem.


2.    Aus Samen gezogene Jungpflanzen benötigen anfangs ganz wenig Wasser.
Die ersten Tomaten, die ich selbst aus Samen gezogen habe, habe ich fast ertränkt. Überall ist zu lesen "gleichmäßig feucht halten". Das hat für mich geheißen, dass die gesamte Erde feucht sein soll. Das stimmt auf keinen Fall! Lediglich die 1-2 cm um den Stängel sollten leicht feucht sein bzw. darf die Oberfläche auch leicht antrocknen, die unteren Erdschichten sind dann noch immer feucht. Erst wenn es richtig warm und sonnig ist, muss öfter gegossen werden. Man kann ohnehin sehr leicht erkennen, wann die Pflanzen Wasser brauchen - sie lassen dann ihre Blätter hängen. Durch zu viel Gießen bilden sich jedenfalls Schimmel und Pilze, im schlimmsten Fall geht die Pflanze ein. Wichtig ist auch die Luftzirkulation: täglich mindestens einmal die Fenster öffnen.


3.    Viele nicht winterharte Pflanzen, die über den Sommer im Garten waren, können im Haus überwintert werden, sofern sie nicht viel Wasser benötigen.
Basilikum hingegen werde ich nie wieder im Haus weiterkultivieren. So sehr ich ihn liebe - auch im Haus muss er relativ viel gegossen werden, so dass die oberste Erdschicht meistens feucht ist und das fördert Trauerfliegen. Diese setzen ihre Eier in diese Erdschicht und man wird sie nicht mehr los. Auch mit Mückenstreifen ist da nicht viel zu machen, weil aus den Eiern immer neue Mücken schlüpfen, auch wenn man die lästigen Eltern gerade mit den Mückenstreifen besiegt hat.


4.    Pflanzen brauchen Wasser.
Bei den Pflegehinweisen für manche Pflanzen wie z.B. mediterrane Kräuter oder Pflanzen die im Haus überwintert werden, steht "mäßig gießen". Doch wie viel ist mäßig? Ich war anfangs eher vorsichtig und habe einige Pflanzen viel zu wenig gegossen. Der erste Rosmarin, den ich im Haus überwintert habe, hat aus diesem Grund leider nicht überlebt. Heute weiß ich, dass auch solche Pflanzen regelmäßig gegossen werden sollen - am besten alle 2-3 Tage, dafür jeweils nur geringe Wassermengen. Die Menge hängt von den Temperaturen und der Lichtmenge ab. Indem man den Finger einige Zentimeter in die Erde steckt, kann man eine einfache Probe machen. Fühlt sich die Erde trocken an, ist es Zeit zu gießen. Fühlt sich die Erde feucht an, kann man noch etwas warten.

5.   Ohne Schneckenschutz geht nix.Man weiß, dass bestimmte Pflanzenarten bei Schnecken beliebter sind als andere, aber ich habe beobachtet, dass sie sich über alles hermachen, wenn ihr Lieblinge nicht in der Nähe sind. D.h. wenn Salat und Tomaten nebeneinander gepflanzt wurden, machen sie sich über den Salat her. Gibt es neben den Tomaten weit und breit keine anderen Pflanzen, werden aber auch diese befallen.Außerdem muss man leider überall mit ihnen rechnen. Auf meiner alten riesengroßen Betonterrasse in der prallen Sonne hatte ich ein Balkonkisterl mit Basilikum stehen. Es hat nicht lange gedauert, da war die erste Schnecke schon da. Ich weiß bis heute nicht, wo sie hergekommen ist und wie sie es über den Beton in der Sonne geschafft hat.

Ich erfreue mich heute täglich an meinem schönen Garten, für den ich viel Zeit aufgewendet habe -  für Planung, Anlage, Pflege, ... Immer wieder hat sich etwas verändert, immer wieder lernt man dazu und kommt auf neue Ideen. Es ist ein kreativer Prozess, der sich über viele Jahre zieht und eigentlich nie wirklich ein Ende findet.

Gartenpraxis

Man lernt durch das TUN. Natürlich sollte man sich zunächst ein gewisses Basiswissen aneignen, z.B. durch Lesen von Fachzeitschriften, Lese...
Dieses Rezept ist ideal für die kalte Jahreszeit, einfach und schnell zubereitet. Die Karotten-Ingwer-Suppe wärmt von innen und enthält viele wichtige Nährstoffe. Karotten haben eine antioxidative, immunstärkende, verdauungsfördernde Wirkung und fördern aufgrund des hohen Carotin-Anteils eine verbesserte Sehleistung. Ingwer gilt als ideales Erkältungsmittel durch die Stärkung der Abwehrkräfte und heizt von innen ein.


Folgende Zutaten braucht man für 4 Portionen:
60 g Ingwer (je nach Belieben auch mehr oder weniger)
400 g Karotten
50 g Butter
1 EL Zucker
200 ml Kokosmilch
500 ml Gemüsebrühe

Als erstes den Ingwer schälen und sehr fein schneiden, damit später keine Fasern zu spüren sind. Die Karotten waschen und in Scheiben schneiden.
Die Butter in einer Pfanne erwärmen, Karotten und Ingwer darin anschwitzen, den Zucker darüber streuen und leicht karamellisieren lassen. Dann mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen und aufkochen lassen.
Die Suppe bei mittlerer Hitze ca. 20-25 Minuten köcheln lassen.
Danach mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mahlzeit!


Feurige Karotten-Ingwer-Suppe

Dieses Rezept ist ideal für die kalte Jahreszeit, einfach und schnell zubereitet. Die Karotten-Ingwer-Suppe wärmt von innen und enthält vie...
Die Japanische Weinbeere (lat. Rubus phoenicolasius), auch Rotborstige Himbeere genannt, zählt zur Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) und ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus Ostasien (China, Korea und Japan) und enthält u.a. Vitamin A, B, C, E sowie Kalium, Kalzium und Magnesium. Die Früchte werden als Obst verwendet, die Blätter als Arzneimittel. Als Sammelfrucht besteht die Japanische Weinbeere aus vielen kleinen Einzelbeeren, die sich leicht klebrig anfühlen und süßsäuerlich schmecken.
Hierzulande ist die Beere noch recht unbekannt, obwohl sie unseres Erachtens sogar noch besser schmeckt als Himbeeren und Brombeeren, denen sie beiden sehr ähnelt. Vorsicht ist geboten bei der Ernte oder beim Rückschnitt, weil sie sehr stachelig ist. Ohne dicke Gartenhandschuhe sollte man sich den Sträuchern nicht nähern.

Boden und Standort
Japanische Weinbeeren bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit sind sie nicht sehr anspruchsvoll und wachsen grundsätzlich überall. Sie sind aber Mittelzehrer und fühlen sich in einem nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden wohl. Wir verwenden Gemüseerde oder Gartenerde, die wir mit Kompost verarbeiten.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Japanische Weinbeeren über Samen zu ziehen ist sehr schwierig, daher empfiehlt sich entweder der Kauf eines Japanischen Weinbeerstrauchs im Gartencenter oder eine Vermehrung über Stecklinge oder Absenker.

Pflanzung im Freien
Die Beerensträucher werden idealerweise im September oder Oktober ins Freiland gepflanzt. Vor der Pflanzung sollten sie kurz in einen Wassereimer getaucht werden, damit sich der Erdballen vollsaugen kann.
Es sollte ein Pflanz- und Reihenabstand von 1,5 m eingehalten werden. Die  Basisknospen sollten ca. 5 cm mit Erde bedeckt werden.
Sie benötigen nicht zwingenderweise eine Rankhilfe, da die einzelnen Triebe (Ruten) recht kräftig sind, allerdings breiten sie sich dann schneller über Absenker aus.

Pflege
Um eine ertragreiche Beerenernte zu fördern, sollte jährlich im Frühling (Ende März bzw. Anfang April) eine Düngung erfolgen. Hierzu können sowohl spezieller Beerendünger als auch einfach Braunkorn verwendet werden.
Nach der Ernte sollten abgetragene Triebe ebenerdig zurückgeschnitten werden. Sehr lange Neutriebe sollten eingekürzt werden, weil sie nicht bis zum Ende hin fruchten und die Anfälligkeit für die Rutenkrankheit besteht. Die Triebe wachsen sehr schnell nach, daher sollte besser zu viel als zu wenig zurückgeschnitten werden.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli.
Die Ernte erfolgt ab dem zweiten Pflanzenjahr von Mitte Juli bis Anfang September.

Lagerung und Vermehrung
Japanische Weinbeeren halten sich im Kühlschrank ungewaschen 2-3 Tage und eignen sich hervorragend zum Einfrieren.
Sie können über Stecklinge und Absenker vermehrt werden.
  • Stecklinge: Es werden die obersten 5-10 cm der Triebe mit mindestens 2-3 Knospen im Sommer (bis in den September hinein) abgeschnitten. Die Stecklinge werden in einen Topf mit Anzuchtserde gesteckt und an einem hellen, warmen Standort gleichmäßig feucht gehalten. Um den Treibhauseffekt zu fördern, werden sie mit einer Folie abgedeckt. Nach 3-4 Wochen haben sich die ersten Wurzeln gebildet. In dieser Phase muss viel gegossen werden. Im Herbst können die Pflänzchen an die gewünschte Stelle ins Freie gesetzt werden.
  • Absenker: Japanische Weinbeeren bilden sehr leicht Absenker, wenn die Triebe mit dem Boden in Kontakt kommen.
Überwinterung
Japanische Weinbeeren sind erstaunlich frosthart und können ohne Frostschutz im Freien überwintern.

Krankheiten
Japanische Weinbeeren werden in unseren Breitengraden kaum von Krankheiten und Schädlingen befallen.

Verwendung
Im Sommer zählt die Japanische Weinbeere zu unserem Lieblingsobst. Schon zum Frühstück können die Beeren ins Müsli oder über die Pancakes gegeben werden. Außerdem passen sie zu vielen Nachspeisen und peppen normales Leitungswasser oder Soda auf.

Japanische Weinbeere

Die Japanische Weinbeere (lat. Rubus phoenicolasius), auch Rotborstige Himbeere genannt, zählt zur Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der...
Die Brombeere (lat. Rubus fructicosus), auch Bramel oder Feldschwarzbeere genannt, zählt zur Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) und ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Die Früchte werden als Obst verwendet, die Blätter als Arzneimittel. Die Früchte enthalten u.a. Vitamin C und E sowie Kalzium, Kalium, Magnesium und Flavonoide. Die Blätter enthalten u.a. Vitamin C, Gerbstoffe, Flavonoide und organische Säuren. Sie haben eine leicht zusammenziehende Wirkung und werden bei leichtem Durchfall, Menstruationsbeschwerden und entzündeten Schleimhäuten verwendet.

Boden und Standort
Brombeeren bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort.
Hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit sind sie nicht sehr anspruchsvoll und wachsen grundsätzlich überall. Sie sind aber Mittelzehrer und fühlen sich in einem lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden besonders wohl. Wir verwenden Gemüseerde oder Gartenerde, die wir mit Kompost verarbeiten.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Brombeeren über Samen zu ziehen ist sehr schwierig, daher empfiehlt sich entweder der Kauf eines Brombeerstrauchs im Gartencenter oder eine Vermehrung über Stecklinge, Ausläufer oder Absenker.

Pflanzung im Freien
Brombeeren werden idealerweise im September oder Oktober ins Freiland gepflanzt.
Vor der Pflanzung sollten sie kurz in einen Wassereimer getaucht werden, damit sich der Erdballen vollsaugen kann.
Es sollte ein Pflanzabstand von 60-80 cm und ein Reihenabstand von 150 cm eingehalten werden. Die  Basisknospen sollten ca. 5 cm mit Erde bedeckt werden.
Brombeeren benötigen eine Rankhilfe. Am besten sollte gleich bei der Pflanzung ein Spalier aufgestellt werden, an dem die neuen Triebe (Ruten) durchgeleitet werden können. Es eignen sich z.B. ca. 1,5 m hohe Holzpfähle zwischen denen im Abstand von ca. 30-40 cm Drähte mit Kunststoffummantelung angebracht werden.

Pflege
Um eine ertragreiche Beerenernte zu fördern, sollte jährlich im Frühling (Ende März bzw. Anfang April) eine Düngung erfolgen. Hierzu können sowohl spezieller Beerendünger als auch einfach Braunkorn verwendet werden.
Im März bzw. April sollte man die Seitentriebe auf 1-3 kräftige Knospen zurückschneiden und bei den jungen Ruten die Spitzen entfernen (wenn die Ruten ca. 1,5-2 m lang sind).
Unmittelbar nach der Ernte sollte ein Herbstschnitt erfolgen, bei dem die abgetragenen Ruten ebenerdig abgeschnitten werden.
In Summe sollten immer die 5-7 kräftigsten Brombeertriebe erhalten bleiben und fächerförmig durch den Spalier geleitet werden. Die Triebe tragen erst im 2. Jahr Früchte und sterben danach normalerweise ab.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.
Die Ernte erfolgt von Ende Juli bis Oktober.

Lagerung und Vermehrung
Brombeeren halten sich im Kühlschrank ungewaschen 2-3 Tage und eignen sich hervorragend zum Einfrieren.
Brombeersträucher können über Stecklinge, Ausläufer und Absenker vermehrt werden.

  • Stecklinge: Es werden die obersten 5-10 cm von einjährigen, belaubten Trieben mit mindestens 2-3 Knospen im Sommer (bis in den September hinein) abgeschnitten. Die Stecklinge werden in einen Topf mit Anzuchtserde gesteckt und an einem hellen, warmen Standort gleichmäßig feucht gehalten. Um den Treibhauseffekt zu fördern, werden sie mit einer Folie abgedeckt. Nach 3-4 Wochen haben sich die ersten Wurzeln gebildet und man erkennt die ersten frischen Blätter. In dieser Phase muss viel gegossen werden. Im Herbst können die Pflänzchen an die gewünschte Stelle ins Freie gesetzt werden.
  • Ausläufer: Brombeeren können unterirdische Ausläufer bilden, die an anderen Stellen aus dem Boden austreten und dort einen neuen Strauch bilden.
  • Absenker: Brombeeren können auch Absenker bilden. Das sind Triebe, die sich zur Erde neigen und bei Kontakt mit dem Boden Wurzeln bilden.

Überwinterung
Brombeeren können im Freien überwintern, man sollte sie aber mit angehäufeltem Mulch gegen Frost schützen.

Krankheiten
Brombeeren sind sehr robust gegen Krankheiten und Schädlinge. Dennoch können folgende auftreten:
  • Blattläuse
  • Rost
  • Mehltau
  • Grauschimmel

Verwendung
Im Sommer zählen Beeren im Allgemeinen - und damit auch Brombeeren - zu unserem Lieblingsobst. Schon zum Frühstück können sie ins Müsli oder über die Pancakes gegeben werden. Außerdem passen sie zu vielen Nachspeisen und peppen normales Leitungswasser oder Soda auf.
Für einen Tee übergießt man 1 Teelöffel getrockneter Brombeerblätter mit 250 ml heißem Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen.
Eine leckere Teemischung lässt sich aus Brombeer-, Himbeer- und Pfefferminzblättern im Verhältnis 2:2:1 herstellen.

Brombeeren

Die Brombeere (lat. Rubus fructicosus), auch Bramel oder Feldschwarzbeere genannt, zählt zur Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Famil...
Die Erdbeere (lat. Fragaria) zählt zur Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) und ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus Amerika und enthält u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink sowie Vitamin A, C (mehr als Zitrusfrüchte), E und B-Vitamine. Erdbeeren wirken entgiftend, entwässernd, blutbildend, kräftigen Immunsystem und Stoffwechsel und fördern das Zellwachstum. Es können sowohl die Früchte als auch die Blätter verwendet werden, wobei streng genommen nur die Blätter der Walderdbeere als Heilmittel gelten.

Boden und Standort
Erdbeeren bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort.
Sie sind Mittelzehrer und fühlen sich in einem lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden Gemüseerde oder Gartenerde, die wir mit Kompost verarbeiten. Der Boden sollte mindestens 2 Wochen vor der Pflanzung mit 4-5 l Kompost je m2 und 30g Hornmehl verarbeitet werden (oder mit 6-8 kg je 100 m2 eines Erdbeer-Volldüngers). Die gleiche Menge sollte jährlich verarbeitet werden.
Spätestens nach 3 Jahren sollten die Erdbeeren für 4 Jahre nicht mehr an der gleichen Stelle angebaut werden, um abnehmender Wuchskraft, abnehmendem Ertrag und kleinerer Beerengröße sowie Schädlingsvermehrung vorzubeugen.
Gute Vorkulturen sind Erbsen, Bohnen oder Frühkartoffeln.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Borretsch, Knoblauch, Lauch, Radieschen, Salat, Schnittlauch, Spinat und Zwiebeln.
Als schlechte Nachbarn gelten z.B. Kohlarten.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Erdbeeren können zwischen Jänner und März in warmen Wohnräumen oder Wintergärten vorkultiviert werden. Man setzt die Samen in Saatkistchen mit Anzuchsterde. Die Lichtkeimer werden nur leicht angedrückt und an einen warmen, hellen Ort mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht gehalten. Nach 3-6 Wochen bilden sich die ersten Keimlinge.
Sobald die ersten 4 Blätter zu sehen sind, sollten die Pflänzchen pikiert werden.

Pflanzung im Freien
Erdbeeren können entweder Ende März bis April oder im August (für das Folgejahr) ins Freiland gepflanzt werden. Je früher gepflanzt wird (August), desto höher ist der Ertrag im 1. Jahr. In der Regel steigert sich der Ertrag im 2. und 3. Jahr.
Die Pflanzen werden mit den Wurzeln kurz in lauwarmes Wasser gestellt und dann sofort eingepflanzt. Es sollte ein Pflanzabstand von 25-30 cm und ein Reihenabstand von 50 cm eingehalten werden.
Das Herz sollte in Höhe der Erdoberfläche sein. Die Pflanzen werden fest angedrückt und kräftig angegossen.

Pflege
V.a. in der Periode des Anwachsens sollte viel gegossen werden (die ersten 10-14 Tage) und bei anhaltender Trockenheit morgens und abends.
Der Boden sollte immer wieder gelockert werden, damit sich kein Unkraut ausbreitet.
Durch eine 2-3cm dicke Mulchschicht aus Stroh kann einem Befall von Fruchtfäule vorgebeugt werden (Früchte bleiben so trocken und sauber), Unkraut wird unterdrückt und Schnecken werden ferngehalten.
Alte und kranke Blätter  sollten mit einer Schere entfernt werden (können Krankheiten wie Fäule übertragen).
Bei mehrjähriger Kultivierung sollten gleich nach Beendigung der Ernte die Ranken entfernt werden (mindern Ertrag) und der Boden gelockert werden (tiefes Umgraben vermeiden).

Blüte und Ernte
Die Blütezeit ist von Mai bis Juni.
Die Ernte erfolgt von Anfang Juni bis Mitte Juli. Reife Erdbeeren erkennt man an ihrer vollroten Farbe (wenn keine weißgelben Ränder mehr zu sehen sind).
Geerntet wird im Idealfall bei Trockenheit (nass gepflückte Beeren verlieren Aroma) und am Morgen (die Beeren sollten vor der Ernte nicht zu lange der Sonne ausgesetzt sein). Dazu pflückt man die Erdbeeren inklusive der grünen Kelchblätter (verhindert Auslaufen des Safts).

Lagerung und Vermehrung
Frische Erdbeeren halten sich im Kühlschrank ungewaschen 2-3 Tage. Das Aroma geht aber bereits einige Stunden nach der Ernte verloren.
Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder Ausläufer/Ableger:
  • Samen: Erdbeere trocknen, dann fliegen die kleinen, gelbgrünen Nüsschen von der Oberfläche der Erdbeere in der Regel von selbst ab und können in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt werden (<25°C). Je frischer das Saatgut bei der Anzucht, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine Keimung.
  • Ausläufer: Erdbeeren bilden während dem Wachstum lange Ranken aus. Die Ableger an diesen Trieben bilden bei Bodenkontakt ganz von alleine ein neues Wurzelsystem aus. Man kann aber auch einen kleinen Topf an dieser Stelle eingraben, mit Erde befüllen und den Ableger mittig hinein setzen, um sie später leichter umsetzen zu können. Durch das Abschneiden des Bodentriebs hinter dem Ableger bilden sich keine zusätzlichen Tochterpflanzen, die mit versorgt werden müssen. Im Spätsommer, nach der Ernte, bzw. sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, können die Ableger von der Mutterpflanze getrennt werden und in ein neues Beet gepflanzt werden. Man schneidet sie dazu einfach mit einer scharfen Gartenschere ab.

Überwinterung
Erdbeeren können im Freien überwintern, man sollte sie aber mit einer dünnen Lage Stroh oder angehäufeltem Mulch gegen Frost schützen.

Krankheiten
  • Mehltau
  • Erdbeerblütenstecher
  • Gnomonia-Fruchtfäule

Verwendung
Wir naschen Erdbeeren am liebsten direkt beim Pflücken, wenn sie noch ganz frisch sind. Sie passen perfekt zu Joghurt und Eis, können aber z.B. auch mit Schlag oder Zucker gegessen werden.
Es gibt zahlreiche leckere Erdbeer-Rezepte: Marmeladen, Gelees, Kuchen und Nachspeisen.
Die zerkleinerten, getrockneten Erdbeerblätter können als Tee getrunken werden: 1 Teelöffel mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Erdbeeren

Die Erdbeere (lat. Fragaria) zählt zur Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) und ist eine mehrj...