Die Zwiebel (lat. Allium cepa) zählt zur Gattung Lauch (lat. Allium) in der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und ist eine mehrjährige, je nach Sorte winterharte, Pflanze, die bei uns aber meist nur ein- oder zweijährig kultiviert wird.  Sie hat einen hohen Wasseranteil und enthält u.a. Kalium, Kalzium, Magnesium, Selen sowie sekundäre Pflanzenstoffe,  Vitamin C und Vitamine der B-Familie, Flavonoide und schwefelhaltige Verbindungen wie Alliin und Allicin. Es werden die Knollen verwendet.
Zwiebeln haben eine antioxidative, antibakterielle, blutbindende, blutzuckersenkende, entzündungshemmende, harntreibende, herzstärkende, krampflösende, magenanregende und schleimlösende Wirkung.
Um zu vermeiden, dass die Augen beim Zwiebelschneiden brennen bzw. man anfängt zu weinen, sollte man den Kopf nicht direkt über die Zwiebeln halten und sich nicht in die Augen greifen.

Boden und Standort
Zwiebeln bevorzugen einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort, möglichst nicht Windgeschützt.
Sie sind Mittelzehrer und fühlen sich in einem lockeren, durchlässigen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit etwas Kompost verfeinern.
Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Dill, Erdbeeren, Gurken, Karotten, Kohlrabi, Lauch, Rote Bete, Salat, Sellerie und Zucchini.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Artischocke, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kohl, Radieschen, Rettich und Schnittlauch.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Zwiebeln kann man in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Februar vorkultivieren (v.a. Frühlingszwiebeln). Man setzt die Dunkelkeimer ca. 2 cm tief in Anzuchtserde und hält sie an einem warmen, hellen Ort (ideale Keimtemperatur 18-27°C) mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht. Ab Mitte April können die Pflänzchen ins Freie gesetzt werden.

Aussaat im Freien
Die Aussaat im Freilandbeet erfolgt ab März. Die Samen werden dicht gesät (Abstand zwischen Pflanzen 3-4 cm), ca. 2-3 cm mit Erde bedeckt und leicht angegossen.
Später werden weiße/rote Zwiebeln auf einen Abstand zwischen den Pflanzen von 5-10 cm und einen Reihenabstand von 30 cm ausgedünnt. Frühlingszwiebeln werden auf einen Abstand zwischen den Pflanzen von 10-15 cm und einen Reihenabstand von 15 cm ausgedünnt.
Der Anbau kann auch mit Steckzwiebeln erfolgen. Diese werden mit der Spitze nach oben in die Erde gesteckt und nur leicht mit Erde bedeckt.
Die Pflanzung von Wintersteckzwiebeln (mehrjährig) erfolgt Ende August und die Ernte erfolgt im folgenden Frühjahr.

Pflege
Zwiebeln sollte man regelmäßig, aber mäßig gießen und ab spätestens August gar nicht mehr gießen.
Sie benötigen keinen Dünger, aber über eine Gabe Kompost hier und da freuen sie sich. Dazu sollte niemals frischer Mist verwendet werden.
Mit zunehmender Größe der Zwiebel kann der Boden etwas angehäufelt werden. Diese Maßnahme führt zu einer Stütze und einem Schutz.
Der Boden sollte immer wieder gelockert werden, damit sich kein Unkraut ausbreitet. Insbesondere deshalb, weil Zwiebeln nur bedingt konkurrenzstark sind. Außerdem kann das Wasser so besser ablaufen.

Ernte
Die Ernte erfolgt je nach Sorte im Juni/Juli (Steckzwiebeln) bzw. August/September (Saatzwiebeln), wenn etwa ein Drittel des Laubes alles Pflanzen abgestorben oder abgeknickt ist. Einzelne Pflanzen können auch schon früher herausgenommen werden, wenn sie direkt verzehrt werden sollen. Dazu zieht man die Zwiebel an einem sonnigen, trockenen Tag am vertrockneten Laub aus der Erde. Dann wird die verbliebene Erde entfernt und die Zwiebel an einem trockenen, luftigen Ort mindestens 1 Woche getrocknet (aufgehängt).

Lagerung und Vermehrung
Nachdem das Grün entfernt wurde, werden die Zwiebeln ungewaschen gelagert. An einem kühlen, dunklen Ort z.B. im Keller können sie gut gelagert werden.
Blütenstände bilden sich erst im 2. Kulturjahr. Wer also nicht so lange auf frische Samen warten will, kauft sie im Gartencenter. Die Samen bleiben 2-3 Jahre keimbar.

Krankheiten
Mehltau

Verwendung
Zwiebeln sind, gleich wie Knoblauch, Zutat vieler Gerichte. Wir verwenden sie vor allem für Suppen oder um Saucen natürlich zu binden.

Zwiebeln

Die Zwiebel (lat. Allium cepa) zählt zur Gattung Lauch (lat. Allium) in der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und ist eine meh...
Zucchini (lat. Curcubita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) zählen zur Familie der Kürbisgewächse (lat. Cucurbitaceae) und sind einjährige, nicht winterharte Pflanzen. Sie wurden durch Züchtung aus dem Gartenkürbis entwickelt, der bis zur Entdeckung Amerikas in Südamerika angebaut wurde, und enthalten u.a. Eisen, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin A, C und Vitamine der B-Familie. Zucchini haben eine entwässernde, Blut senkende Wirkung, stärken das Immunsystem und fördern die Konzentrationsfähigkeit.
Zucchini gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen: von länglich grün über gelb und orange, creme-grün gestreift oder grün gestreift.
Zucchini tragen in der Regel sehr viele Früchte, so dass 2 Pflanzen für eine 4-Köpfige Familie reichen.

Boden und Standort
Zucchini bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort. Sie sind sehr kälteempfindlich, daher sollte man sie bei Bedarf mit einem Vlies oder einer Mulchschicht aus Stroh abdecken. Außerdem benötigen sie sehr viel Platz (1-2 m2 je Zucchinipflanze). Um Platz zu sparen, kann man sie auch an einem stabilen Holzgerüst ranken lassen.
Die Starkzehrer fühlen sich in einem humusreichen, lockeren Boden wohl. Wir verwenden Gemüseerde oder Gartenerde, die wir vor dem Auspflanzen mit Kompost verbessern.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Erbsen, Kapuzinerkresse, Lauch, Tomaten und Zwiebeln.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Kartoffeln, Pflücksalat und Radieschen.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Zucchini kann man in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Mitte April im Topf vorkultivieren. Indem man die Samen vor der Aussaat über Nach in Wasser einweicht, erhöht man die Keimfähigkeit. Man setzt je 2 Zucchinisamen in einen Topf mit Anzuchtserde. Die Dunkelkeimer werden ca. 3 cm tief in die Erde gedrückt und an einem warmen, hellen Ort (20-25°C) mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht gehalten. Nach ca. 1 Woche bilden sich schon die ersten Keimlinge. Später wird die stärkste Pflanze stehen gelassen.
Nach weiteren 2-3 Wochen, wenn 1-2 Laubblätter zu sehen sind, werden die Pflanzen in einzelne Töpfe umgesetzt bzw. wird die stärkste Pflanze stehen gelassen und nach den Eisheiligen ins Freie gesetzt.

Aussaat im Freien
Zucchinisamen können Anfang Mai auch direkt ins Freilandbeet gesät und mit einer Plastikhaube vor Kälte geschützt werden. Dazu gibt man 4 Samen ca. 3 cm tief in die Erde und lässt später nur die stärkste Pflanze entstehen. Die Vorteile der Direktsaat sind eine bessere Wurzelausbildung und eine bessere Hitzebeständigkeit. Bei dieser Variante sollte man von Beginn an für einen Schneckenschutz sorgen.

Pflege
Zucchini sollte man regelmäßig gießen (insbesondere während der Fruchtentwicklung) und Staunässe vermeiden. Mulch z.B. aus Grasschnitt sorgt dafür, dass sich gleichmäßig feucht gehalten werden.
Die Starkzehrer benötigen viel Dünger. Im Juni und Anfang Juli sollte wöchentlich eine Stickstoffdüngung, z.B. mit Brennnesseljauche, erfolgen.
Ab Mitte August kann man neue Blüten ganz entfernen, damit die Pflanze ihre ganze Kraft in die vorhandenen Früchte steckt.
Sobald sich Früchte bilden, sollten diese mit Stroh unterlegt werden, damit sie nicht faulen.
Durch regelmäßiges Abernten (2x pro Woche) bekommt die Pflanze rasch neue Blüten, die sich zu neuen Früchten ausbilden.

Blüte und Ernte
Die Blüte erfolgt in der Regel im Juni.
Um eine ertragreiche Ernte zu fördern, kann bei der Bestäubung nachgeholfen werden, indem man die Schutzhüllen von den Blüten entfernt, die männlichen Blüten abbricht (diese haben längere, dünne Stiele) und deren Blüten auf die Narbe der weiblichen Blüten  verreibt (erkennt man an Fruchtknoten unter den Blütenblättern). Das Laub am Fruchtstiel kann man abzupfen, weil es unnötig viel Energie verbraucht. Bei einer erfolgreichen Bestäubung beginnt der Fruchtansatz nach 2-3 Tagen zu wachsen. Auch die Blüten, insbesondere die männlichen, kann man essen (kurz vor dem Öffnen ernten).
Die Ernte erfolgt in der Regel von Juni bis Oktober. Die ersten Zucchini können innerhalb von 6-8 Wochen geerntet werden. Sie sollten bei der Ernte ruhig noch klein sein (15-20 cm), dann schmecken sie am besten (sehr zart). Reifen die Früchte weiter, schmecken sie zunehmend holzig und fad. Sie erreichen die Größen von Kürbissen. Ausgewachsene Zucchini lassen sich leichter lagern.
Dazu werden die Zucchini mit einem scharfen Messer abgeschnitten.
Auch die Zucchiniblüten sind essbar.

Lagerung und Vermehrung
Zucchini sollte leicht gekühlt gelagert werden, z.B. im Gemüsefach des Kühlschranks (7-10°C), und hält sich hier 2-3 Wochen. Der Stielansatz sollte nicht abgeschnitten werden, um ein vorzeitiges Austrocknen der Früchte zu verhindern.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Dazu werden die Kerne entnommen, getrocknet und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt (<25°C). Das Saatgut ist üblicherweise 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
Junge Pflänzchen werden gern von Schnecken verzehrt, daher sollte zu Beginn an einen Schneckenschutz gedacht werden. Ich lege anfangs z.B. ein Unkrautvlies um die Pflanze. Das hat einerseits einen wärmenden Effekt (Zucchini liebt Wärme) und andererseits trauen sich Schnecken nicht gerne über das Vlies.

Verwendung
Zucchini gelten als leckere Zutat sowohl für Hauptspeisen als auch für Suppen. Zu unseren Favoriten zählen Zucchinicremesuppe und Zucchiniröllchen mit Mozzarella und Schinken für die Grillparty.

Zucchini

Zucchini (lat. Curcubita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) zählen zur Familie der Kürbisgewächse (lat. Cucurbitaceae) und sind einjähr...
Tomaten (lat. Solanum lycopersicum) zählen zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und sind einjährige, nicht winterharte Pflanzen. Sie stammen aus Süd- und Mittelamerika, bestehen zu 94 % aus Wasser und enthalten u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin A, C und Vitamine der B-Familie. Tomaten haben eine antioxidative, entschlackende, entwässernde, Verdauung fördernde, Krebs hemmende, Immunsystem stärkende, blutreinigende und Cholesterin senkende Wirkung.

Boden und Standort
Tomaten bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort, idealerweise unter einem Dach vor Regen geschützt. Unserer Erfahrung nach gedeihen sie am besten an einer Hausmauer in der direkten Sonne.
Sie sind Starkzehrer und fühlen sich in einem lockeren, nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden eigene Tomaten- bzw. Gemüseerde oder Gartenerde, die wir mit 3-5l Kompost pro m2 verfeinern.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Basilikum, Bohnen, Boretsch, Kapuzinerkresse, Karotten, Knoblauch, Kohl, Lauch, Mais, Petersilie, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Salat, Sellerie, Spinat und Wurzelpetersilie.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Aubergine, Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln und Schnittlauch.
Tomaten können 2-3 Jahre am selben Standort kultiviert werden, danach sollte für einige Jahre ein neuer Standort gewählt werden.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Tomaten werden in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab März vorgezogen. Man setzt die Samen im Abstand von 2 x 2 cm in ein Saatkistchen mit Anzuchtserde. Die Dunkelkeimer werden nur leicht angedrückt und an einen warmen, hellen Ort (18-25°C) mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht gehalten. Nach 8-15 Tagen bilden sich die ersten Keimlinge.
Sobald die ersten Tomatenblätter zu sehen sind, werden die Pflänzchen pikiert. Dazu sollte man sie 2-3 Stunden vorher richtig angießen. Beim Pikieren wird die Erde gelockert und die Pflänzchen werden vorsichtig, gegebenenfalls mit Hilfe einer Pinzette, aus der Erde gehoben. Die Wurzeln sollten weiß und kräftig sein. Wenn sie braun und dünn sind, wurde zu viel gegossen. Die Wurzeln können mit einem scharfen Messer auf eine Länge von 2-3 cm gestutzt werden – so wird das Wurzelwachstum angeregt. Anschließend setzt man die Pflänzchen in einen 9 cm-Durchmesser Topf mit normaler Blumenerde, drückt die Erde leicht an und wässert sie gründlich im Bereich des Stängels. So werden sie bei einer Temperatur von 15-20°C weiterkultiviert bis sie eine Höhe von ca. 20-30 cm erreicht haben. Wenn die Pflänzchen schnell wachsen, die Stängel aber ganz dünn und die Blätter sehr fein sind, stellen wir sie in den kühleren, dunklen Keller (ca. 15°C), damit sie nicht vergeilen und robuster werden. Sie sollten erst einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben, sonst welken sie.

Pflanzung im Freien
Nach den Eisheiligen (ab 20. Mai) können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Davor sollte man sie unbedingt abhärten. Wenn man die frostempfindlichen Pflanzen zu früh ins Freie setzt, reagieren sie mit einem Wachstumsstopp.
Man sollte die Tomaten-Setzlinge unter Einhaltung eines Pflanzabstandes von 60 cm und eines Reihenabstandes von 80-100 cm so tief pflanzen, dass die Oberseite des Topballens mit ca. 5 cm Erde bedeckt ist. So bildet die Pflanze zusätzliche Wurzeln.
Die Pflanzen werden je nach Sorte bis zu 2 m hoch und benötigen daher eine Rankhilfe.

Pflege
Tomaten sollte man regelmäßig gießen, wobei zu Beginn eher weniger und erst bei Fruchtbildung mehr. Staunässe vermeiden und nie abwarten bis der Boden völlig ausgetrocknet ist, sonst platzen die Früchte leicht auf.
Ab Beginn der Blütenbildung sollten die Pflanzen 2-3x mit einem kaliumreichen Tomatendünger gedüngt werden. Alternativ lieben Tomaten Brennnesseljauche und Brennnesselmulch.
Regelmäßiges Ausgeizen, steigert den Ertrag. Dabei werden die Seitentriebe ausgebrochen, die in den Blattachseln entstehen.
Tipp: Eine Mulchschicht aus Tomatenblättern ist ideal, um Schädlinge von anderen Gemüse-Arten fernzuhalten.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit ist in der Regel von Mai bis Juni.
Die Ernte erfolgt je nach Sorte zwischen Juli und Oktober.

Lagerung und Vermehrung
Tomaten sollten an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, nicht im Kühlschrank.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Diese sind sehr lange (5-10 Jahre) haltbar.

Krankheiten
  • Kraut- und Knollenfäule
  • Blattläuse
  • Blütenendfäule

Verwendung
Tomaten essen wir am liebsten als Salat, z.B. als Zugabe für grünen Salat, griechischen Salat oder mit Mozzarella und frischem Basilikum als Salat Caprese. Außerdem sind sie Bestandteil vieler Gerichte mit Tomatensauce. Auch Pesto lässt sich mit Tomaten zaubern.

Tomaten

Tomaten (lat. Solanum lycopersicum) zählen zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und sind einjährige, nicht winterharte Pflanz...
Sellerie (lat. Apium graveolens), auch Eppich oder Schoppenkraut genannt, zählt zur Familie der Doldenblütler (lat. Apicaceae) und ist eine zweijährige, teilweise winterharte Pflanze. Sie stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum und enthält u.a. Ballaststoffe, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Carotinoide, Vitamin C, E und Vitamine der B-Familie. Sellerie wirkt blutreinigend, harntreibend, kreislaufstärkend, menstruationsfördernd und nervenstärkend.
Knollensellerie (lat. Apium graveolens var. rapaceum) ist ein Wurzelgemüse und wird vorwiegend als Suppeneinlage verwendet. Sowohl die Knolle als auch das Grün sind zum Verzehr geeignet.
Schnitt- und Stangensellerie zählen zur selben Pflanzenfamilie, haben lange, fleischige Blattstiele, eine kleine Wurzelknolle und werden z.B. für Gemüseschmorgerichte und Salate verwendet.
In der Pflanzenheilkunde werden das Kraut, die Frucht und die Wurzel als Heilmittel verwendet.

Boden und Standort
Sellerie bevorzugt einen sonnigen, aber nicht zu warmen Standort.
Er ist ein Starkzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden Gemüseerde oder Gartenerde, die wir mit Kompost verbessern.
Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden. Die Selbstunverträglichkeit innerhalb der Familie fördert nämlich Pilzkrankheiten.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Aubergine, Bohnen, Fenchel, Gurken, Kamille, Knoblauch, Kohl, Lauch und Tomaten.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Artischocke, Kartoffeln, Mais und Salat.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Sellerie sollte man schon Anfang März in warmen Wohnräumen oder Wintergärten vorkultivieren. Man setzt die Samen in Saatkistchen mit Anzuchsterde im Abstand von 2 x 2 cm. Die Lichtkeimer werden nur leicht angedrückt und an einen warmen, hellen Ort mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht gehalten. Die optimale Keimtemperatur beträgt 16°C-22°C und sollte 15°C nicht unterschreiten. Auch bei Trockenheit und Lichtmangel drohen die Pflanzen zu „schießen“.
Nachdem sich die ersten 2-3 Blätter gebildet haben, werden die Pflänzchen auf einen Abstand von 4-5 cm pikiert.
Damit die Pflänzchen stärker und widerstandsfähiger werden, sollten sie nur sparsam gegossen werden. Nach den Eisheiligen können sie ins Freiland gesetzt werden.

Pflanzung im Freien
Beim Einpflanzen sollte ein Pflanzabstand von 30-40 cm und ein Reihenabstand von 40 cm eingehalten werden. Das Herz der Pflanze sollte oberhalb des Bodens sein, weil die Entwicklung der Knollen durch das Vertrocknen der oberen Wurzeln angeregt wird. Die Pflanzen werden fest angedrückt und kräftig angegossen.

Pflege
Sellerie sollte regelmäßig gegossen werden, insbesondere von Mitte August bis Anfang Oktober.
Der Boden sollte immer wieder gelockert werden, damit sich kein Unkraut ausbreitet.
Regelmäßig anhäufeln.
Eine Düngung sollte zweimal während der Kulturzeit mit einem kalihaltigen und stickstoffreichen Dünger erfolgen. Ab Juni kann man Sellerie wöchentlich mit Pflanzenjauche, z.B. Brennnesseljauche, gießen.

Ernte
Die Ernte erfolgt ab Mitte August, spätestens Ende Oktober, idealerweise bei Trockenheit. Man lockert zunächst den Boden seitlich mit einem Spaten und zieht dann den Sellerie an dem Grün heraus.

Lagerung und Vermehrung
Nachdem das Grün entfernt wurde, wird der Sellerie ungewaschen (Gefahr von Pilzen) an einem kühlen, dunklen Ort z.B. im Keller gelagert. Er eignet sich aber auch hervorragend zum Einfrieren.
Blütenstände bilden sich erst im 2. Kulturjahr. Wer also nicht so lange auf frische Samen warten will, kauft sie im Gartencenter. Die Samen bleiben 2-3 Jahre keimbar.

Krankheiten
  • Selleriefliege
  • Blattfleckenkrankheit
  • Wühlmäuse

    Verwendung
    Knollensellerie eignet sich als Suppenbeilage, gemeinsam mit anderem Suppengemüse wie Karotten, Lauch und Wurzelpetersilie.
    Die Blätter können bei chronischen Lungenleiden auch als Tee zubereitet werden. 1 Teelöffel Sellerieblätter oder zerstoßene Selleriesamen mit 250 ml kaltem Wasser übergießen, zum Kochen bringen und dann abseihen. Lauwarm schlückchenweise trinken.

    Sellerie

    Sellerie (lat. Apium graveolens), auch Eppich oder Schoppenkraut genannt, zählt zur Familie der Doldenblütler (lat. Apicaceae) und ist eine...
    Salat (lat. Lactuca sativa) zählt zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae) und ist eine einjährige, in der Regel nicht winterharte Pflanze. Blattsalat besteht zu 95% aus Wasser und enthält unter anderem Eisen, Magnesium sowie Vitamin C, wobei der Nährstoffgehalt je Sorte unterschiedlich ist. Er wirkt entkrampfend, stärkt das Immunsystem, Muskeln und Herz.


    ENDIVIENSALAT
    Endiviensalat (lat. Cichorium endivia) ist ein Spätsommersalat und gehört zu den letzten Blattsalaten, die im Jahr angepflanzt werden. Er enthält unter anderem Folsäure, den Bitterstoff Lactucopikrin. Er wirkt harntreibend, regt den Gallenfluss an und hilft bei der Verdauung von fettreicheren Speisen.

    Boden und Standort
    Endiviensalat bevorzugt einen sonnigen Standort.
    Er ist ein Mittelzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humusreichen, durchlässigen und nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit etwas Kompost aufbessern. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass der Salat „schießt“).
    Salate sollten bei Möglichkeit nicht jährlich auf derselben Stelle angepflanzt werden. Nach der Ernte ist eine Gründüngung empfehlenswert.
    Als gute Nachbarn gelten z.B. Bohnen, Fenchel, Lauch, Kohl, Spinat und andere Salatsorten.

    Anzucht
    Endiviensalat kann ab Juni vorkultiviert werden. Man setzt je 2-3 Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde ca. 2 cm tief ein und hält sie an einem halbschattigen Ort konstant feucht. Nach der Keimung verbleibt die kräftigste Pflanze im Topf.
    Die Setzlinge werden dann von Juli bis August ausgepflanzt.

    Aussaat im Freien
    Die Samen können ab Mitte Juni bis Mitte Juli direkt ins Freilandbeet gesät werden. Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen (die einzelnen Pflänzchen können später schon in jungem Zustand verzehrt werden oder umgesetzt werden) oder gleich unter Einhaltung eines Pflanz- und Reihenabstandes von 30-40 cm aussäen.
    Die Lichtkeimer werden nicht zu tief in die Erde gedrückt, sonst können sich die Köpfe nicht ideal entfalten und sind krankheitsanfälliger. Auch beim Pflanzen von Setzlingen sollte man darauf achten, diese nicht zu tief in die Erde zu stecken.
    Tipp: Durch 2-3-wöchige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich.

    Pflege
    Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
    Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher sollte an heißen Sommertagen ein Schutz mit einem Vlies oder einer leichten Folie erfolgen.
    Eine Düngung ist nicht notwendig.

    Ernte
    Die Erntezeit beginnt im August (3 Monate nach der Aussaat) und zieht sich bis in den November hinein. Mit entsprechendem Frostschutz (Vlies oder Folien) ist auch noch eine längere Ernte möglich – Endivien vertragen bis zu -5°C.
    Einige Tage vor der Ernte kann man den Endivienkopf locker zusammen binden, da mit die Blätter zart und weiß bleiben.
    Bei der Ernte werden die Endivien, vorzugsweise an einem trockenen Tag, mitsamt der Wurzel aus dem Boden gezogen.

    Lagerung und Vermehrung
    Salat ist im Kühlschrank einige Tage haltbar.
    Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man den Salat immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte ist der Salat nicht mehr genießbar (bitter), aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

    Krankheiten
    Endiviensalat ist grundsätzlich robust und wenig krankheitsanfällig.
    • Schnecken sind der größte Feind von Salaten.
    • Selten können Blattläuse oder falscher Mehltau auftreten.

    Verwendung
    Endiviensalat schmeckt hervorragend allein, kann aber auch mit anderen Salaten, Tomaten, Paprika und vielem mehr kombiniert werden.


    PFLÜCKSALAT
    Schnitt-/Pflücksalat (lat. Lactuca sativa) bildet lose Blattrosetten anstatt eines Kopfs aus. Die bekanntesten Sorten sind der Lollo bionda oder Lollo rosso. Die Vorteile gegenüber Kopfsalat bestehen darin, dass er sehr robust ist, schon relativ früh geerntet werden kann und immer wieder nachwächst, was eine mehrmalige Ernte ermöglicht. Lollo rosso besteht zu 92 % aus Wasser. Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen unter anderem Eisen und Kalium sowie Vitamin A und C. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend und haben einen schützenden Effekt für Körperzellen und Gefäße.

    Boden und Standort
    Pflücksalat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
    Er ist ein Mittelzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humusreichen, durchlässigen und nährstoffreichen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit etwas Kompost aufbessern. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass der Salat „schießt“).
    Salate sollten bei Möglichkeit nicht jährlich auf derselben Stelle angepflanzt werden. Nach der Ernte ist eine Gründüngung empfehlenswert.
    Als gute Nachbarn gelten z.B. Dill, Erbsen, Fenchel, Karotten, Kohl, Radieschen, Rote Bete, Spargel, Tomaten und Zwiebeln.
    Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Petersilie, Sellerie und Zucchini.

    Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
    Pflücksalat kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Jänner vorkultiviert werden. Man sät die Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde mit einem Reihenabstand von 15 cm dünn aus. Die Lichtkeimer werden nur leicht in den Boden gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. 15°C Bodentemperatur ist für die Keimung optimal. Bei einer Temperatur >20°C kann es zur Keimhemmung oder zum „Schießen“ kommen.

    Aussaat im Freien
    Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen (die einzelnen Pflänzchen können später schon in jungem Zustand verzehrt werden oder umgesetzt werden) oder gleich unter Einhaltung eines Pflanzabstandes von 20-25 cm und eines Reihenabstands von 20-25 cm aussäen. Dabei wird eine Vlies- oder Folienabdeckung empfohlen, weil die Samen so schneller keimen.
    Die Lichtkeimer werden nicht zu tief in die Erde gedrückt, sonst können sich die Köpfe nicht ideal entfalten und sind krankheitsanfälliger. Auch beim Pflanzen von Setzlingen sollte man darauf achten, diese nicht zu tief in die Erde zu stecken.
    Tipp: Durch 2-3-wöchige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich.

    Pflege
    Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
    Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher sollte an heißen Sommertagen ein Schutz mit einem Vlies oder einer leichten Folie erfolgen.
    Eine Düngung ist nicht notwendig.

    Ernte
    Ca. 6-7 Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflanzen ca. 15-20 cm hoch sind, kann die erste Ernte erfolgen. Den Pflücksalat pflückt man von außen nach innen (die Herzblätter in der Mitte bleiben stehen).

    Lagerung und Vermehrung
    Salat ist im Kühlschrank einige Tage haltbar.
    Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man den Salat immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte ist der Salat nicht mehr genießbar (bitter), aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

    Krankheiten
    Pflücksalat ist grundsätzlich robust und wenig krankheitsanfällig.
    • Schnecken sind der größte Feind von Salaten.
    • Selten können Blattläuse oder falscher Mehltau auftreten.

    Verwendung
    Insbesondere an heißen Tagen im Sommer freut man sich oft mehr auf einen frischen, knackigen Salat als auf üppige schwere Speisen. Pflücksalat kann man z.B. kombinieren mit anderen Salaten wie Rucola, mit frischen Kräutern wie Schnittlauch und Basilikum, mit Radieschen, Tomaten, Paprika, mit Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und vielem mehr.


    RUCOLA (RAUKE)
    Rucola (lat. Eruca sativa) zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse (lat. Brassicaceae) und ist je nach Sorte eine ein- oder mehrjährige und winterharte Pflanze. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und enthält unter anderem Eisen, Kalium, Kalzium sowie Vitamin C und A und sekundäre Pflanzenstoffe. Rucola hat eine antioxidative und Krebs hemmende Wirkung.

    Boden und Standort
    Rucola bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
    Er ist ein Schwachzehrer und fühlt sich in einem lockeren, humosen, sandigen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde.
    Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden.
    Als gute Nachbarn gelten z.B. Mais, Salat, Sellerie und Zwiebeln.
    Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Kohl, Lauch, Radieschen, Rettich und Rote Bete.

    Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
    Rucola kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ganzjährig kultiviert werden. Man sät die Samen in Töpfen mit Anzuchtserde breitwürfig aus. Die Dunkelkeimer werden ca. 1 cm tief in die Erde gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. Bei einer Temperatur von 10-17°C dauert die Keimzeit üblicherweise 5-15 Tage.

    Aussaat im Freien
    Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Dabei sollte ein Pflanzabstand von 5-10 cm und ein Reihenabstand von 15-20 cm eingehalten werden.

    Pflege
    Rucola sollte gleichmäßig gegossen werden.
    Eine Düngung ist nicht notwendig.

    Ernte
    Die erste Ernte kann nach 4-6 Wochen, wenn die Blätter 10-12 cm lang sind, erfolgen. Dabei sollte man die Blätter nicht zu dicht am Boden abschneiden, damit wieder neue Blätter nachwachsen können.

    Lagerung und Vermehrung
    Rucola ist im Kühlschrank einige Tage haltbar.
    Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man den Rucola immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte ist der Rucola nicht mehr genießbar (bitter), aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

    Krankheiten
    • Erdflöhe
    • Kohlfliege
    • Kohlhernie

    Verwendung
    Rucola peppt viele Gerichte auf: Salate, Pizza, Nudeln, etc. Wir essen ihn am liebsten in Salaten oder zu einem Antipasti-Teller (Zuckermelone mit Prosciutto, Salat Caprese, Ciabatta, …). Er kann auch zu einem leckeren Pesto verarbeitet werden.


    Salat

    Salat (lat. Lactuca sativa) zählt zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae) und ist eine einjährige, in der Regel nicht winterharte Pf...
    Das Radieschen (lat. Raphanus sativus) zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse (lat. Brassicaceae) und ist eine einjährige, nicht winterharte Pflanze. Es enthält u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin C, einige B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Radieschen helfen beim Abbau von Giften in der Leber, beim Aufbau von Gallenflüssigkeit, bei der Verdauung, unterstützen da Immunsystem und haben eine antioxidative, Cholesterin senkende Wirkung. Auch die Blätter sind zum Verzehr geeignet, z.B. in Suppen, Salaten, Saucen oder Hackfleischgerichten.

    Boden und Standort
    Radieschen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und sind sehr gut geeignet für Mischkulturen.
    Sie sind Schwachzehrer und fühlen sich in einem durchlässigen, humosen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass die Radieschen „schießen“).
    Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden.
    Als gute Nachbarn gelten z.B. Artischocke, Aubergine, Bohnen, Erbsen, Erdbeere, Karotten, Kresse, Kohl, Lauch, Mangold, Paprika, Petersilie, Salat, Spinat und Tomaten.
    Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Gurken, Rucola und Zwiebeln.

    Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
    Radieschen können in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Jänner vorkultiviert werden. Man sät die Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde mit einem Reihenabstand von 15 cm dünn aus.  Die Dunkelkeimer werden ca. 2cm tief in die Erde gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. 15°C Bodentemperatur ist für die Keimung optimal. Bei einer Temperatur >20°C kann es zur Keimhemmung oder zum „Schießen“ kommen.

    Aussaat im Freien
    Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen, oder gleich unter Einhaltung eines Pflanzabstandes von 5 cm und eines Reihenabstands von 15-20 cm aussäen. Dabei wird eine Vlies- oder Folienabdeckung empfohlen, weil die Samen so schneller keimen.
    Tipp: Durch 14-tägige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich.

    Pflege
    Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“ oder Aufplatzen. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
    Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher sollte an heißen Sommertagen ein Schutz mit einem Vlies oder einer leichten Folie erfolgen.
    Eine Düngung ist nicht notwendig.

    Ernte
    Die Reifezeit beträgt im Frühjahr 6 Wochen und im Sommer 4 Wochen. Eine Ernte ist bis November möglich. Man lockert zunächst den Boden seitlich mit einem Spaten und zieht dann das Radieschen am Grün heraus.

    Lagerung und Vermehrung
    Radieschen sind im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.
    Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man die Radieschen immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte sind die Radieschen nicht mehr genießbar, aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

    Krankheiten
    Krankheiten und Schädlinge sind bei Radieschen meist auf falsche Pflege oder einen schlechten Standort zurückzuführen.
    • Erdflöhe
    • Kohlfliege
    • Blattläuse
    • Kohlhernie
    • Falscher Mehltau

    Verwendung
    Radieschen passen zu jeder Jause. Wir essen sie am liebsten auf dem Frühstücksbrot gemeinsam mit Butter, Schnittlauch und Salz. Auch als Salatzutat oder zum Knabbern zwischendurch sind sie hervorragend geeignet.

    Radieschen

    Das Radieschen (lat. Raphanus sativus) zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse (lat. Brassicaceae) und ist eine einjährige, nicht winter...