Viele Pflanzen können sehr einfach über Stecklinge vermehrt werden. Dazu zählen unter anderem mediterrane Kräuter wie z.B. Bohnenkraut, Currykraut, Estragon, Johanniskraut, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Man schneidet einen Trieb ab und stellt ihn in ein Glas mit Wasser bzw. steckt ihn in einen Topf mit Anzuchtserde bis er Wurzeln schlägt.
Ideale Zeitpunkte sind der Frühling und der Herbst.

Anbei die Schritt für Schritt Anleitung:
1.    Einen ca. 10 cm langen Zweig mit einer sauberen, scharfen Schere oder einem Messer knapp unterhalb eines Blattknotens abschneiden (üblicherweise eignen sich grüne Triebe besser als verholzte)
2.    Die unteren Blätter entfernen, obere Blattpaare bestehen lassen
3.    Einen Tag lang in ein Glas mit Wasser stellen, so dass die untersten 3-5 cm des Stecklings im Wasser stehen
4.    In Anzuchtserde / Gemüseerde-Sandgemisch stecken (nährstoffarm)
5.    An einen hellen, warmen Standort ohne direkte Sommermittagssonne stellen
6.    Gleichmäßig feucht halten, nicht zu nass
7.    Die Wurzelbildung kann beschleunigt werden, indem man den Topf mit Klarsichtfolie bedeckt (erzeugt Treibhauseffekt), täglich lüften
8.    Je nach Pflanze und Temperaturen bilden sich die Wurzeln schon nach 1 Woche und nach 4-8 Wochen beginnen die Stecklinge zu wachsen
9.    Sobald die Stecklinge zu wachsen beginnen, an die Sommermittagssonne gewöhnen und beginnen zu pflegen wie erwachsene Pflanzen

     

Stecklinge

Viele Pflanzen können sehr einfach über Stecklinge vermehrt werden. Dazu zählen unter anderem mediterrane Kräuter wie z.B. Bohnenkraut, Cu...
Meiner Meinung nach sind Schnecken die hartnäckigsten und ekeligsten Schädlinge im Garten. Gerade, wenn ich denke, dass ich weit und breit alle Schnecken entfernt haben, taucht wieder eine auf. Insbesondere nach Regen oder in der Nacht schlupfen sie aus ihren Verstecken hervor.

Nachtschnecken legen im Jahr bis zu 500 Eier, die sich unter günstigen Bedingungen nach 2-4 Wochen entwickeln und deren Nachkommen nach weiteren 6 Wochen fortpflanzungsfähig sind. Erwachsene Schnecken halten Temperaturen bis minus 10°C aus, die Eier sogar Temperaturen bis minus 20°C. Das heißt, dass diese Schädlinge die in Österreich relativ milden Winter überleben.
Zu Beginn meiner „Gartelkarriere“ war unser Garten ein reines Schneckenparadies – selten gemähter Rasen und somit hohes, dichtes Gras, Steinmauern und ähnliche perfekte  Unterschlüpfe. Jahrelang konnten die Quälgeister tun und lassen was sie wollen und sich exponentiell vermehren. Nachdem es geregnet hat, musste man bei jedem Schritt aufpassen, dass man auf keine Schnecke tritt, so überfüllt war der Garten mit ihnen. Meine ersten Paprikasetzlinge haben nur einen Tag überlebt, nachdem ich sie ins Freie gesetzt haben. Sie waren den Schnecken hilflos ausgesetzt, die sie über Nacht bis auf den Stiel komplett abgefressen haben. Sogar auf meine Tomaten sind sie losgegangen, obwohl man eigentlich denkt, dass Schnecken keine Tomaten mögen. Damit war sofort klar – gegen diese Plage muss etwas getan werden…

Vorbeugen kann man Schnecken z.B. mit Barrieren wie trockenen Wegen oder speziellen Zäunen.
  • Als trockene Wege direkt um die Gemüsebeete eignen sich Schotterwege, Asche, Sand, Steinmehl, Kalk, Sägemehl, Eierschalen und ähnliches.
  • Schneckenzäune aus Metall sind für mich persönlich die effektivste Vorbeugung. Das Metall ist zu glatt für die Tiere und selbst wenn sie es über diese erste Hürde schaffen, können sie die scharfen, nach unten geneigten Kanten oben an den Zäunen nicht überwinden. Bei dieser Methode sollte man allerdings darauf achten, dass keine Blätter oder andere Pflanzenteile über die Zäune hängen, weil diese von Schnecken als Leiter benutzt werden könnten.
    Ich habe die Zäune gleich beim Bau des Hochbeets angebracht und so sind die Hochbeete bis dato Schneckenfrei – mit Ausnahme von zwei Mini-Schnecken, bei denen ich vermute, dass sie als Eier über die Erde ins Hochbeet gelangt sind. Aus diesem Grund sollte man die Situation gerade am Anfang, wenn man neue Erde ins Hochbeet gefüllt hat, etwas genauer beobachten.
  • Salathauben aus Plastik funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Schneckenzäune. Man stülpt diese insbesondere über Sämlinge und Jungpflanzen und schützt sie damit nicht nur vor Schnecken, sondern auch vor Kälte und Starkregen. Dabei sollte der untere Rand sorgfältig mit Erde bedeckt werden, damit die Schnecken nicht durchkriechen können. Alternativ kann man Plastikblumentöpfe oder Plastikflaschen mit abgeschnittenen Böden verwenden.
  • Auch Mischkulturen eignen sich dazu um Schnecken zu vertreiben. Die Tiere meiden z.B. Kapuzinerkresse, Phacelia, Thymian, Rosmarin, Holunder und Tomaten.

Bekämpfen kann man Schnecken unter anderem mit folgenden Mitteln.
  • Schneckenkorn: Je nach Mittel lockt es Schnecken durch einen süßlichen Geruch an, die es dann fressen und daran sterben. Schneckenkorn sollte aber nur mit Vorsicht verwendet werden, weil das Gift auch für Haustiere wie Hunde und Katzen schädlich ist. Außerdem ist es schlecht für den Boden (setzt sich im Boden fest und wird in weiterer Folge durch die Pflanzen aufgenommen).
  • Kaffee soll Schnecken angeblich den Hunger verderben und sie dadurch vertreiben. Ich habe damit noch keine nachweislich wirkenden Erfahrungen gemacht.
  • Bierfallen: Man gräbt halb volle Bierflaschen im Boden ein. Schnecken werden vom Geruch angelockt, fallen hinein und ertrinken. Der Nachteil bei dieser Methode besteht darin, dass auch die Schnecken aus Nachbars Garten angelockt werden.
  • Wem es nicht zu sehr ekelt, der kann die Tiere einsammeln (am besten früh morgens oder abends, wenn sie aus ihren Verstecken gekrochen sind) und sie mit heißem Wasser übergießen. Das bringt ihnen einen schnellen Tod. Alternativ kann man auch Salz verwenden, dabei erleiden sie aber einen qualvollen Tod.

Tote Schnecken sollte man aufsammeln, weil sie ihren Artgenossen als Nahrung dienen.
Mittel wie Schneckenkorn oder Bierfallen sollten nicht direkt neben dem Pflanzenbeet, sondern an der Grundgrenze zum Einsatz kommen. Die Tiere werden ja eben von diesen Mitteln angelockt und somit holt man sich vielleicht auch noch Nachbar´s Schnecken in den eigenen Garten.

Besonders beliebt bei Schnecken sind Salat, Petersilie, Erdbeeren, Studentenblumen (Tagetes), Rittersporn, Dahlien, Funkien und viele mehr.


Schnecken

Meiner Meinung nach sind Schnecken die hartnäckigsten und ekeligsten Schädlinge im Garten. Gerade, wenn ich denke, dass ich weit und breit...
Blattläuse zählen für mich zu den hartnäckigsten Schädlingen im Garten und leider muss ich fast jedes Jahr mit ihnen herumschlagen. Sie tauchen aus dem Nichts auf und lassen sich nur schwer wieder vertreiben. Zunächst wirkt ein Befall nur harmlos – meist an frischen Trieben und jungen Blättern, aber die Tierchen vermehren sich rasant und breiten sich in kürzester Zeit im gesamten Garten aus, wenn man sie nicht stoppt. Sie saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft aus den Pflanzen aus, was schlechtes Wachstum, verkrüppelte Blätter und abfallende Knospen zur Folge hat. Den Großteil des Zuckersafts scheiden sie wieder aus und hinterlassen damit den sogenannten Honigtau, einen klebrigen Belag, auf der Wirtspflanze. Dieser Honigtau lockt Ameisen an, die die Blattläuse regelrecht melken und gegen Fressfeinde verteidigen.

Blattläuse sind schwarz, rotbraun oder grün und nur wenige Millimeter groß. Sie können im Eistadium auf den Pflanzen überwintern und vermehren sich nach dem Schlüpfen im Frühling zunächst ungeschlechtlich. Nach mehreren Generationen entstehen auch flugfähige Blattläuse, die leicht Viruserkrankungen im Garten verbreiten können.

Vorbeugend sollte man seinen Garten naturnah bewirtschaften und Mischkulturen anlegen. Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Ohrenkneifer, die gerne auf Blattlaus-Jagd gehen, werden durch die Schaffung von ausreichend Nistmöglichkeiten, wie z.B. Insektenhotels, gefördert. Für Mischkulturen eignen sich z.B. Lavendel oder andere Pflanzen, die ätherische Öle enthalten und daher von Blattläusen gemieden werden. Mischkulturen haben sich im Kampf gegen Krankheiten oder Schädlinge ohnehin bewährt.

Nach meiner Erfahrung lassen sich Blattläuse durch diese vorbeugenden Maßnahmen jedoch nicht völlig aus dem Garten vertreiben. Bei der Schädlingsbekämpfung habe ich einige Hausmittel ausprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass ein kräftiger Wasserstrahl und Seifenlauge am besten gegen Blattläuse wirken. Eine einmalige Behandlung reicht dabei meist nicht aus. Um die Plage richtig in den Griff zu bekommen, sollte eine mehrmalige Anwendung stattfinden, idealerweise kombiniert, d.h. zuerst Abduschen der Pflanze und dann Besprühen mit Seifenlauge.
Durch das Abduschen der Pflanzen mit einem kräftigen Wasserstrahl lassen sich alle Blattläuse beseitigen. Dabei sollte man die Blattunterseiten nicht vergessen.
Für die Seifenlauge mischt man 1 l Wasser mit 1 Esslöffel Schmierseife in einen Zerstäuber und sprüht damit die Blattläuse von der Pflanze ab. Man sollte dazu nur reine Kalo-Seife verwenden, da Haushaltsseife unterschiedliche, womöglich nicht zum späteren Verzehr geeignete Zusätze enthält.
Auch Brennesselbrühe soll bei einem Blattlausbefall helfen. In meinem Garten war der erwünschte Effekt leider nicht so groß.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Kaffeesud. Dieser wird großzügig auf der Erde um die Pflanze verteilt.

Stark befallene Triebe sollten mitsamt den Blattläusen abgeschnitten und entsorgt werden (Restmüll).

Vom Einsatz chemischer Mittel im Zusammenhang mit Blattläusen halte ich wenig. In meinem Garten sind meist Erntepflanzen wie Gemüse und Kräuter von den Quälgeistern betroffen, die durch chemische Mittel ungenießbar und beim Verzehr eventuell schädlich sein würden. 


Blattläuse

Blattläuse zählen für mich zu den hartnäckigsten Schädlingen im Garten und leider muss ich fast jedes Jahr mit ihnen herumschlagen. Sie t...
Trotz des widerlichen Gestanks verwende ich Brennnesseljauche laufend in meinem Garten, weil meine Pflanzen sie lieben. Sie ist DER Bio-Dünger.

Herstellung:
Die Herstellung ist gratis und sehr einfach. Man benötigt dazu lediglich Gartenhandschuhe, eine Gartenschere, einen Plastiktrog oder Holzbottich und Wasser.
Schritt für Schritt zur fertigen Jauche:

1. 1 kg Brennnesseln schneiden, Gartenhandschuhe schützen vor dem Brennen
2. Brennnesseln in einen großen Plastiktrog oder Holzbottich geben (Kein Gefäß aus Metall verwenden! Damit entstehen chemische Reaktionen.)
3. An einen sonnigen Platz stellen, am besten irgendwo am Gartenrand, weit weg vom Sitzplatz, weil die Jauche mit der Zeit extrem zu stinken beginnt.
4. Mit 10 l Wasser aufgießen
5. 2-3 Wochen gären (je nach Wetterlage, in der Sonne verläuft der Gärungsprozess schneller), täglich umrühren
6. Bei Bedarf etwas Steinmehl oder stark duftende Pflanzen wie Lavendel unterrühren, um den Gestank zu verringern
7. Die Jauche ist fertig, wenn sie dunkel gefärbt ist und keine Blasen mehr aufsteigen
8. In ein Gefäß, z.B. eine alte Plastikflasche, abfüllen und dunkel lagern.
Tipp: Als Schutz vor dem Gestank Einweghandschuhe verwenden.
9. Reste können im Kompost verwendet werden

Verwendung als Dünger:
Die fertige Jauche mit Wasser verdünnen und die Pflanzen damit gießen:
  • bei großen, älteren Pflanzen im Mischverhältnis 1:10
  • bei Setzlingen und Jungpflanzen im Mischverhältnis 1:20
Während des Gärungsprozesses werden Stickstoff und Spurenelemente der Brennnessel herausgelöst, die von den damit gegossenen Pflanzen aufgenommen werden. Die enthaltene Kieselsäure festigt die Zellwände der damit gegossenen Pflanzen.
Aufgrund des Gestanks empfehle ich die Verwendung von Brennnesseljauche nur für Pflanzen im Garten. Wen der Gestank nicht stört, kann sie natürlich auch für Zimmerpflanzen verwenden.

Brennnesselbrühe gegen Blattläuse:
Für die akute Bekämpfung von Blattläusen wird Brennnesselbrühe verwendet. Die Herstellung erfolgt ähnlich wie für die Brennnesseljauche: 1 kg Brennnesseln mit 10 l Wasser aufgießen und zudecken, nur 1 Tag stehen gelassen. Nach 12-24 Stunden kann man sie bereits verwenden. Als wertvoller Wirkstoff gilt hier das Nesselgift. Die Brühe in einen Zerstäuber füllen und 3 Tage hintereinander unverdünnt auf die Pflanzen sprühen. Damit habe ich allerdings nicht so tolle Ergebnisse erzielt wie mit Seifenlauge - diese gilt für mich als ultimatives Mittel gegen Blattläuse.

Brennnesseljauche und -brühe

Trotz des widerlichen Gestanks verwende ich Brennnesseljauche laufend in meinem Garten, weil meine Pflanzen sie lieben. Sie ist DER B...
Regelmäßiges Anhäufeln nach dem Anwachsen der Pflanze sorgt dafür, dass die Pflanzen mehr Seitenwurzeln austreiben und dadurch mehr Wasser und Nährstoffe zu sich nehmen können. Somit wird die Pflanze kräftiger und bildet größere Blüten bzw. Früchte.

Ideal ist diese Vorgehensweise z.B. für Gemüsesorten wie Erbsen, Kartoffeln, Kohl und Sellerie.

Man häufelt dazu regelmäßig etwas Erde in der Stielgegend der Pflanze zu einem kleinen Hügel an. Wichtig ist, dass man nicht sofort nach dem Einpflanzen anhäufelt, sondern erst wenn die Pflanze gut angewachsen ist.



Anhäufeln

Regelmäßiges Anhäufeln nach dem Anwachsen der Pflanze sorgt dafür, dass die Pflanzen mehr Seitenwurzeln austreiben und dadurch mehr Wasser...