Gänseblümchen

Das Gänseblümchen (lat. Bellis perennis), auch Augenblümchen, Mondscheinblume, Mümmeli, Maßliebchen, Tausendschön, Monatsblume, Mutterblümchen, Regenblume oder Seidenröserl genannt, zählt zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae) und ist in Europa beheimatet.
Zu seinen Inhaltsstoffen zählen u.a. Gerb- und Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide, Saponine, wenig ätherisches Öl, Vitamine und Mineralstoffe. Es wirkt kühlend, schmerzlindernd, krampfstillend, blutreinigend, schleimlösend, entsäuernd, hautreinigend, stoffwechselanregend, lindert Hauterkrankungen, Verdauungsstörungen und Verstopfung, löst festsitzenden Schleim bei Husten und kann als Wiesenpflaster verwendet werden, indem man frisch zerriebene Blätter bei Wunden oder Insektenstichen auflegt. Es findet vor allem als Frühjahrskur und in der Kinderheilkunde Anwendung.
Die Blütezeit erstreckt sich von April bis August und ist gleichzeitig die beste Sammelzeit. Verwendet werden Blätter, Blüten und Knospen.

Das Gänseblümchen wird ca. 15 cm hoch. Aus der grundständigen Blattrosette mit ovalen Blättern ragt der Blütenstängel mit kurzen Härchen. Darauf steht ein gelbes Blütenköpfchen, das von weißen Blüten umgeben ist, die unten manchmal rötlich schimmern. Die Blütenknospen schließen sich in der Nacht und bei Regen.
 
Verwendung:
  • Gänseblümchenblüten haben einen feinen, leicht süßlichen, nussartigen Geschmack und werten alle Speisen optisch auf. Ich verwende sie gerne im Salat, in der Suppe oder auf dem Butterbrot.
  • Für Gänseblümchenkapern werden 2 Handvoll Gänseblümchenknospen mit 1 TL Salz bestreut und 3-4 Stunden stehen gelassen, dann mit 125 ml Essig aufgekocht und 5 Minuten köcheln gelassen. Abschließend werden sie mit der noch heißen Flüssigkeit in saubere Flaschen abgefüllt und 2 Wochen ziehen gelassen. Sie passen zu Reisgerichten, Fisch- und Gemüsespeisen, gekochten Eiern und Schafskäse.
  • Gänseblümchentee wirkt stoffwechselanregend und blutreinigend, lindert Schmerzen und Krämpfe, löst Verschleimung und lindert Brustschmerzen.
  • Ein Gesichtswasser für Akne lässt sich wie folgt herstellen: 1 EL getrocknete Gänseblümchen mit ½ Tasse heißem Wasser übergießen und 30 Minuten ziehen lassen, abseihen und in Flaschen füllen.
  • Eine Gesichtsmaske für zarte Haut erhält man so: Je 3 EL Gesichtswasser + 2 EL Kleie + 1 EL Honig vermischen und 15 Minuten aufs Gesicht geben, lauwarm abspülen.
  • Eine Bademischung aus einer größeren Menge Gänseblümchen, Ackerstiefmütterchen und Ringelblume hilft gegen Michschorf oder trockene Ekzeme.
  • Eine Tinktur kann äußerlich angewendet werden bei Rheuma, Gicht oder Muskelkater.
  • Ein starker Absud und eine Auflage helfen bei allen Prellungen, Zerrungen, Verrenkungen, Stauchungen und Verletzungen der Muskelfasern.
  • Gänseblümchen eignen sich außerdem für Kinder zum Basteln: Daraus lassen sich z.B. schöne Fingerringe u. Ketten zaubern.
 

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