Löwenzahn (lat. Taraxacum officinialis), auch Butterblume, Pusteblume, Milchblume oder Kuhblume genannt, zählt zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae). Er wird oftmals als lästiges Unkraut empfunden, dabei schmeckt er nicht nur lecker, sondern ist auch richtig gesund.
Zu seinen Inhaltsstoffen zählen u.a. Vitamin C, B-Vitamine, Kalium, Zink, Bitterstoffe, ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe. Er wirkt entwässernd, leberstärkend, gewebeaufbauend, entzündungshemmend, stoffwechselanregend, blutreinigend, hilft gegen Rheuma, Gicht, Haut-, Nieren-, Gallen-, Leber- und Magenleiden und fördert die Darmflora. Verwendet werden sowohl die Blätter, Blüten und Knospen als auch die Wurzeln. Jedoch Vorsicht: Der Milchsaft in den Stängeln kann in höheren Mengen gegessen zu Vergiftungserscheinungen führen. Außerdem kann er Flecken auf der Haut hinterlassen wie Gummi. Diese sind schwer zu entfernen, aber mit einer Wasser-in-Öl-Emulsion (Milch oder Hautcreme) gelingt dies leichter.
Auf Wiesen und am Wegrand findet man Löwenzahn beginnend mit März und dann den ganzen Sommer über. Die Erntezeit erstreckt sich in der Regel von März bis Oktober. Im Herbst und Winter kann man im Supermarkt Zucht-Löwenzahn kaufen. Dieser ist jedoch gelblicher und seine wertvollen Inhaltsstoffe sind nicht so gut ausgeprägt wie bei Löwenzahn vom Freiland.
Der Löwenzahn wird 10 bis 30 cm hoch. Die 10-30 cm langen, eiförmigen, gezähnten und tief eingeschnittenen Blätter stehen dicht in einer grundständigen Rosette. Auf den blattlosen Blütenstandstängeln stehen dicht spiralig verteilt abstehende Hochblätter. Darüber befindet sich die Blütenstandknospe aus Hüllblättern und vielen gelben Zungenblüten, die zu einem runden Körbchen von 3-5 cm Durchmesser zusammengefasst sind. Der Blütenstand schließt sich jeweils bei Nacht, Regen, Trockenheit und schließlich beim Verblühen. Nach mehreren Tagen öffnen sich die Hüllblätter letztmalig und entlassen die getrockneten, weißen Blüten.



Verwendung
  • Löwenzahn alleine schmeckt mir persönlich zu bitter, aber gemischt mit anderen Salaten, peppt er jeden Salat auf. Beim Sammeln bevorzuge ich junge, zartgrüne Blätter, weil diese noch nicht so viele Bitterstoffe enthalten wie ältere Blätter. Die zarten Blätter sind vitamin- und mineralreich (besonders reich an Kalium für Niere und Herz). Löwenzahnblüten peppen Salate zusätzlich optisch auf. Sie wirken stoffwechselanregend.
  • Man kann ihn auch in feine Streifen schneiden und unter Kräuterquark oder Kräuterbutter mischen. Größere Löwenzahnblätter können wie Spinat zubereitet werden.
  • Er kann auch als Tee getrunken werden. Dazu 2 TL Löwenzahn mit 250 ml kaltem Wasser übergießen, zum Kochen bringen und 1 Minute kochen lassen. Dann 15 Minuten ziehen  lassen und abseihen. Eine Frühjahrs- und Herbstkur (2-3 Tassen täglich über 3-4 Wochen) macht fit und gesund. Tee aus Blättern hilft besonders bei Kaliummangel (Heißaufguss), Tee aus Wurzeln bei allen Leberleiden und reguliert den Blutzuckerspiegel (Aufkochung).
  • Eine Löwenzahnlotion belebt trockene, fahle, müde Haut und hilft bei allen Hautleiden wie Akne, Ekzemen, unreiner Haut und Zellulitis. Dazu eine Handvoll Löwenzahn mit kochendem Wasser überbrühen und zugedeckt abkühlen lassen. Anschließend abfiltern und 1:1 mit Rosenhydrolat gemischt in Sprühflaschen abfüllen. Kühl und dunkel aufbewahren.
  • Löwenzahnblüten-Sirup als Alternative zu Honig lässt sich wie folgt herstellen: 1l-Gefäß mit Löwenzahnblüten füllen, mit 1 l Wasser kurz aufkochen, zugedeckt über Nacht stehen lassen, abgießen, Blüten fest ausdrücken, Flüssigkeit mit 1 kg Zucker und 3 in Scheiben geschnittenen Zitronen langsam erhitzen, mehrere Stunden bei schwacher Hitze einkochen lassen, regelmäßig umrühren. Wenn ein dicker, honigähnlicher Sirup entstanden ist, diesen in heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.
  • Aus 3 Esslöffeln Löwenzahnwurzeln kann man einen Umschlag machen. Dazu mit kaltem Wasser übergießen, zum Kochen bringen und 5 Minuten kochen. Dann zu Mus stampfen, auf ein Leinentuch streichen und auf das schmerzende Gelenk legen. Mit einem Handtuch umwickeln.
  • Löwenzahn eignet sich außerdem für Kinder zum Basteln: Daraus lassen sich z.B. schöne Fingerringe und Blütengirlanden zaubern.


Löwenzahn

Löwenzahn (lat. Taraxacum officinialis), auch Butterblume, Pusteblume, Milchblume oder Kuhblume genannt, zählt zur Familie der Korbblütler...

Heidelbeeren (lat. Vaccinium), auch Blaubeeren, Schwarzbeeren, Wildbeeren oder Waldbeeren genannt, zählen zur Familie der Heidekrautgewächse (lat. Ericaceae) und sind mehrjährige, winterharte Pflanzen. Sie stammen ursprünglich aus Nordamerika und enthalten u.a. Gerbstoffe, Ballaststoffe, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin A, C, E und Folsäure. Heidelbeeren wirken entzündungshemmend insbesondere im Mund- und Rachenbereich, wundheilend und lindern Verdauungsbeschwerden.
In freier Natur findet man Heidelbeeren in lichten Wäldern, Moor- und Heidegebieten sowie im Gebirge auf kalkfreien Böden. Wer Heidelbeeren im eigenen Garten anbauen will, kann dafür auf Kulturheidelbeeren zurückgreifen. Diese wachsen als größere Sträuche und haben ein helles Fruchtfleisch, nur die Schale ist blau.




Boden und Standort
Der Heidelbeer-Anbau erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Schon die Wahl des richtigen Standorts und des entsprechenden Pflanzsubstrats entscheiden, ob sich kräftige Pflanzen mit reichlich Ertrag entwickeln.
Heidelbeeren bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, idealerweise geschützt vor extremer Witterung und Wind.
Sie fühlen sich in einer lockeren, durchlässigen, feuchtigkeitsspeichernden, kalkarmen und sauren Erde mit einem pH-Wert von 4,0-5,5 wohl. Ich verwende spezielle Moorbeeterde aus dem Gartencenter. Da wir einen schweren Lehmboden haben, habe ich außerdem ein größeres Pflanzloch ausgehoben und die unterste Schicht mit Sand befüllt. Somit kann Wasser gut abfließen und es entsteht keine Staunässe.
Heidelbeeren sind grundsätzlich selbstfruchtend. Durch das Setzen mehrerer Pflanzen nebeneinander wird jedoch eine bessere Befruchtung und somit ein reicherer Ertrag gefördert. Dabei sollte ein Pflanzabstand von 1-1,5 m eingehalten werden.
Eine Kultivierung im Topf ist ebenfalls möglich.


Pflanzung
Beim Einpflanzen von Heidelbeeren sollte man sehr vorsichtig vorgehen. Sie zählen zu den Flachwurzlern und benötigen daher keinen tiefgründigen Boden. Das Pflanzloch sollte doppelt so breit und so tief wie der Wurzelballen sein. Die Pflanzen sollten nicht zu tief, sondern flach und oberflächlich eingesetzt werden und nur locker mit Substrat ummantelt werden. Andernfalls gelangt kein Sauerstoff mehr zu den Wurzeln und die Pflanze stirbt ab.
Idealer Zeitpunkt zum Einpflanzen ist der Frühling, nach dem letzten Frost.
Tipp: Heidelbeeren benötigen im ersten Jahr viel Kraft um Wurzeln auszutreiben. Daher sollten Blüten entfernt werden, weil eine Ernte der langfristigen Gesundheit der Pflanze schaden würde.


Pflege
Am wichtigsten für Heidelbeeren ist konstante Feuchtigkeit. Daher sollte regelmäßig gegossen werden, Staunässe ist jedoch zu vermeiden. Am besten eignet sich dazu Regenwasser, weil Heidelbeeren empfindlich gegenüber Kalk sind.
Sie freuen sich auch über eine Mulchschicht, z.B. aus Holzschnitzeln oder Rindenmulch.
Gedüngt werden sollte im April und im Juni mit einer geringen Menge Beerendünger.
Ab dem 4. oder 5. Standjahr können alte Äste zurückgeschnitten werden, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern. Dazu werden im Herbst alte, dichtstehende Triebe bodennah entfernt.


Blüte und Ernte
Die Blüte erfolgt zwischen Mai und Juni.
Die Erntezeit erstreckt sich von Juli bis September.


Lagerung und Vermehrung
Frische Heidelbeeren halten sich im Kühlschrank bis zu 5 Tage. Sie eignen sich hervorragend zum Einfrieren.
Die Vermehrung erfolgt über Samen und Stecklinge.
Für die Stecklings-Vermehrung werden ca. 10-15cm lange Triebe einer gesunden Pflanze abgeschnitten und in eine feuchte, kalkarme Erde gesetzt (gleiche Erde wie für Mutterpflanze). Dann werden sie an einem warmen, hellen Ort gleichmäßig feucht gehalten und mit Folie bedeckt, um den Treibhauseffekt zu fördern. Jetzt ist Geduld angebracht - Wurzeln bilden sich in der Regel erst nach zwei oder mehr Monaten. Jungpflanzen werden erst ins Freie gesetzt, wenn sie mehrere neue Blätter aufweisen.


Überwintern
Heidelbeeren können im Freien überwintern, benötigen dazu aber einen entsprechenden Frostschutz. Für den Wurzelbereich eignen sich z.B. Stroh, Grasschnitt, Rindenmulch und Tannenschnitt, für den oberen Teil der Heidelbeeren ist das Einwickeln in Matten oder Vlies ideal.
Im Topf kultivierte Heidelbeeren sollten in ein kühles, frostfreies Winterquartier umgesiedelt werden und auch in den Wintermonaten gleichmäßig feucht gehalten werden.


Krankheiten
Heidelbeeren sind grundsätzlich robust und wenig krankheitsanfällig.
  • Fäulnis kann man durch angemessenes Gießen und durchlässiges Pflanzsubstrat vorbeugen.
  • Vögel können durch Vogelschutznetze oder reflektierende Gegenstände wie CDs ferngehalten werden.
  • Frostspanner
 
Verwendung
Meiner Meinung nach schmecken Heidelbeeren am besten ganz frischt gepflückt, z.B. gemeinsam mit Joghurt, Eis, Schlag oder Zucker.
Man kann sie auch zu Marmeladen, Gelees, Likör, Kuchen oder Desserts verarbeiten.
Das Kauen von getrockneten Heidelbeeren lindert Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

 

Heidelbeeren

Heidelbeeren (lat. Vaccinium), auch Blaubeeren, Schwarzbeeren, Wildbeeren oder Waldbeeren genannt, zählen zur Familie der Heidekrautgewäch...
Das Gänseblümchen (lat. Bellis perennis), auch Augenblümchen, Mondscheinblume, Mümmeli, Maßliebchen, Tausendschön, Monatsblume, Mutterblümchen, Regenblume oder Seidenröserl genannt, zählt zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae) und ist in Europa beheimatet.
Zu seinen Inhaltsstoffen zählen u.a. Gerb- und Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide, Saponine, wenig ätherisches Öl, Vitamine und Mineralstoffe. Es wirkt kühlend, schmerzlindernd, krampfstillend, blutreinigend, schleimlösend, entsäuernd, hautreinigend, stoffwechselanregend, lindert Hauterkrankungen, Verdauungsstörungen und Verstopfung, löst festsitzenden Schleim bei Husten und kann als Wiesenpflaster verwendet werden, indem man frisch zerriebene Blätter bei Wunden oder Insektenstichen auflegt. Es findet vor allem als Frühjahrskur und in der Kinderheilkunde Anwendung.
Die Blütezeit erstreckt sich von April bis August und ist gleichzeitig die beste Sammelzeit. Verwendet werden Blätter, Blüten und Knospen.

Das Gänseblümchen wird ca. 15 cm hoch. Aus der grundständigen Blattrosette mit ovalen Blättern ragt der Blütenstängel mit kurzen Härchen. Darauf steht ein gelbes Blütenköpfchen, das von weißen Blüten umgeben ist, die unten manchmal rötlich schimmern. Die Blütenknospen schließen sich in der Nacht und bei Regen.
 
Verwendung:
  • Gänseblümchenblüten haben einen feinen, leicht süßlichen, nussartigen Geschmack und werten alle Speisen optisch auf. Ich verwende sie gerne im Salat, in der Suppe oder auf dem Butterbrot.
  • Für Gänseblümchenkapern werden 2 Handvoll Gänseblümchenknospen mit 1 TL Salz bestreut und 3-4 Stunden stehen gelassen, dann mit 125 ml Essig aufgekocht und 5 Minuten köcheln gelassen. Abschließend werden sie mit der noch heißen Flüssigkeit in saubere Flaschen abgefüllt und 2 Wochen ziehen gelassen. Sie passen zu Reisgerichten, Fisch- und Gemüsespeisen, gekochten Eiern und Schafskäse.
  • Gänseblümchentee wirkt stoffwechselanregend und blutreinigend, lindert Schmerzen und Krämpfe, löst Verschleimung und lindert Brustschmerzen.
  • Ein Gesichtswasser für Akne lässt sich wie folgt herstellen: 1 EL getrocknete Gänseblümchen mit ½ Tasse heißem Wasser übergießen und 30 Minuten ziehen lassen, abseihen und in Flaschen füllen.
  • Eine Gesichtsmaske für zarte Haut erhält man so: Je 3 EL Gesichtswasser + 2 EL Kleie + 1 EL Honig vermischen und 15 Minuten aufs Gesicht geben, lauwarm abspülen.
  • Eine Bademischung aus einer größeren Menge Gänseblümchen, Ackerstiefmütterchen und Ringelblume hilft gegen Michschorf oder trockene Ekzeme.
  • Eine Tinktur kann äußerlich angewendet werden bei Rheuma, Gicht oder Muskelkater.
  • Ein starker Absud und eine Auflage helfen bei allen Prellungen, Zerrungen, Verrenkungen, Stauchungen und Verletzungen der Muskelfasern.
  • Gänseblümchen eignen sich außerdem für Kinder zum Basteln: Daraus lassen sich z.B. schöne Fingerringe u. Ketten zaubern.
 

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen (lat. Bellis perennis), auch Augenblümchen, Mondscheinblume, Mümmeli, Maßliebchen, Tausendschön, Monatsblume, Mutterblümch...
Frauenmantel (lat. Alchemilla vulgaris), auch Frauenhilf oder Taukraut genannt, zählt zur Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) und ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus Osteuropa und Asien und enthält u.a. Gerbstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Bitterstoffe und Saponine. Es wird der oberirdische Teil der Pflanze verwendet, d.h. sowohl die Blätter als auch die Samen.
Frauenmantel hat eine beruhigende, zusammenziehende, entzündungshemmende, antibakterielle, blutreinigende, harntreibende und krampflösende Wirkung. Das Kraut wird hauptsächlich in der Frauenheilkunde eingesetzt, aber z.B. auch bei Erkältung, Fieber, Magenproblemen, Nierenschwäche, Herzschwäche, Schlaflosigkeit, Wunden und Ekzemen. In der Frauenheilkunde wirkt das Kraut gegen Menstruationsstörungen, Gelbkörperschwäche (die häufig Ursache für Unfruchtbarkeit ist), starke Blutungen, dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), Fehlgeburten, kräftigend vor und nach der Geburt, zur Stärkung des Bindegewebes, zur raschen Rückbildung der Gebärmutter und schnellen Wundheilung der Geburtswege nach der Geburt, zur Milchbildungsförderung, bei Beschwerden in den Wechseljahren. In der Kosmetik wird Frauenmanteltee mit seinen zusammenziehend und reinigend wirkenden Eigenschaften als Gesichtswasser eingesetzt bei unreiner, großporiger Haut.
Die Pflanze enthält immer Tau. Diese Tropfen sind reiner Pflanzensaft – Wasser, das von den Wurzeln aus der Erde aufgesogen wird, durchs Pflanzengewebe gefiltert und morgens aus den Blattspitzen wieder ausgeschieden. Winzige Spaltöffnungen bei den Zähnen am Blattrand, durch die morgens und bei hoher Luftfeuchtigkeit Wassertröpfchen nach außen ausscheiden (Guttation) und sammeln sich im Laufe des Tages in Blattmitte.
Im Garten ist die Pflanze ein beliebter Bodendecker und schöner Kombinationspartner für eine Vielzahl von Stauden aller Farben und Formen mit denselben Standortansprüchen. Dank seines niedrigen Wuchs eignet er sich auch sehr gut als Beeteinfassung.


Boden und Standort
Frauenmantel ist anspruchslos bezüglich seines Standorts. Er gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten, einige Arten sogar im Schatten.
Er fühlt sich in einer nährstoffreichen, durchlässigen und feuchten Erde wohl. Lehmhaltige Böden sollten mit Quarzsand gelockert werden. Wir verwenden normale Gartenerde, die wir mit Kompost verbessern.

Aussaat im Freien
Frauenmantel-Samen sind Frostkeimer, d.h. man kann mit der Aussaat im Freien bereits zwischen Oktober und Jänner beginnen. Man kann sie z.B. in einer Schale an einem geschützten Platz gleichmäßig feucht halten und im Frühling an den gewünschten Ort pikieren. Pro laufendem Meter sollten maximal 5 Pflanzen gepflanzt werden.

Pflege
Frauenmantel benötigt konstante Feuchtigkeit, d.h. man sollte ihn gleichmäßig feucht halten und Staunässe vermeiden.
Nach dem Ernten mit Kompost düngen.
Ein bodennaher Schnitt nach der Blüte verhindert die Selbstaussaat und regt einen frischen Neuaustrieb an.

Blüte und Ernte
Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Mai bis August.
In dieser Zeit können sowohl die Blätter als auch die Blüten geerntet werden.

Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder Teilung.
Samen können nach der Blüte gesammelt, getrocknet und in einer Papiertüte aufbewahrt werden. Dazu wartet man am besten bis die Blüten vollständig getrocknet sind, denn zu diesem Zeitpunkt haben sie ihre wertvollen Inhaltsstoffe vollständig in den Samen gespeichert.
Teilen: Der ideale Zeitpunkt für die Teilung ist das zeitige Frühjahr, bevor die Staude neu austreibt. Man teilt das Kraut am besten mit einem Spaten.

Konservieren
Frauenmantel eignet sich hervorragend zum Trocknen. Dazu die Blätter und/oder Samen auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten und an einem dunklen, warmen Ort trocknen lassen.

Überwintern
Frauenmantel ist winterhart und benötigt keinen Frostschutz.

Verwendung
Als Tee getrunken lindert Frauenmantel nahezu alle Arten von Frauenbeschwerden. Dazu 1 Teelöffel getrockneter Frauenmantelblätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 7 Minuten ziehen lassen und abseihen. Zur Geburtsbegleitung 6 Wochen vor der Geburt bis 4 Wochen danach täglich 1-3 Tassen trinken.
Man sollte maximal 3 Tassen Frauenmanteltee pro Tag trinken, weil er in höheren Dosen zu einer Schädigung der Leber führen kann.
Frauenmanteltee kann auch als Gesichtswasser bei großporiger und pickeliger Haut verwendet werden. Jahrhundertelang nutze man das Tauwasser des Frauenmantels als Schönheitsmittel.
Schwangerschaftsöl kommt gegen Schwangerschaftsstreifen zum Einsatz: je 50 g Frauenmantelkraut und Duftrosen mit 300 ml Öl in ein Schraubglas füllen, 2 Wochen in der Sonne stehen lassen, regelmäßig schütteln, dann abfiltern und in ein dunkles Gefäß abfüllen. Regelmäßig damit den Bauch einmassieren.

Inhaltsstoffe im Detail
5-8% Gerbstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Phytosterine, wenig Bitterstoffe, ätherisches Öl (Blüten), Saponine, Spuren von Salizylsäure, Kumarine, Pflanzensäuren (Chlorogen- und Kaffeesäure), Phenolcarbonsäure, Leukozyanidine (Blüten), Mineralien wie Eisen, Kalium, Kalzium, Kieselsäure und Magnesium
Nebenwirkungen/Gegenanzeigen: nicht bekannt


Frauenmantel

Frauenmantel (lat. Alchemilla vulgaris), auch Frauenhilf oder Taukraut genannt, zählt zur Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) und is...
Die Brennnessel, auch Nesseln, Donnernesseln, Hanfnesseln oder Eselskraut genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Brennnesselgewächse (lat. Urticaceae) und kommt fast weltweit, außer in den Tropen, vor. In Mitteleuropa sind vor allem die große Brennnessel (lat. Urtica dioica) und die kleine Brennnessel (lat. Urtica urens) verbreitet. Sie ist bei vielen Leuten unbeliebt und wird als Unkraut bekämpft. Die Brennhaare hinterlassen auf der Haut schmerzhafte Bläschen. Werden die kieselsäurehaltigen, spröden Zellwände der Brennhaare berührt, brechen diese nämlich ab und der Haarstumpf bohrt sich in die Haut, wo er ein brennendes Gemsich aus Acetylcholin, Histamin und Ameisensäure injiziert. Doch Brennnesseln sind vielseitig nutzbar - als Heilpflanzen mit einem breiten Wirkungsspektrum, Hausmittel und leckere Küchenzutat.
Zu ihren Inhaltstoffen zählen unter anderem Flavonoide, Vitamin B und C, Carotinoide, Mineralstoffe wie Kieselsäure, Kalium und Eisen sowie ungesättigte Fettsäuren. Es werden die Blätter, Samen und Wurzeln verwendet. Brennnesseln haben eine harntreibende, entschlackende, stoffwechselanregende, immunstärkende, blutbildende, schmerzlindernde, schleimlösende Wirkung und helfen bei Rheuma, Gicht, Harnwegsentzündungen und Prostatabeschwerden, gegen Müdigkeit, Hautkrankheiten, Probleme mit der Leber, der Galle oder der Verdauung. Brennnesselblätter finden vor allem als Frühjahrskur Anwendung – zur Entschlackung und Anregung des Stoffwechsels. Auch die Brennnesselsamen enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, sie vitalisieren und wirken sich positiv auf Libido, Potenz, Zeugungsfähigkeit (Samenproduktion) sowie die Milchproduktion stillender Mütter aus. Außerdem helfen sie gegen Haarausfall und verminderten Haarwuchs.
Brennnesseln finden sich fast an jedem Straßenrand. Die große Brennessel wird bis zu 1,5m hoch und besitzt vierkantige Stängel. Die männlichen Blüten stehen waagrecht und tragen ganz kleine, cremeweiße Blütenknöspchen. Die weiblichen Blüten sind kleiner, dunkelgrün und hängen in einer Rispe vom Stängel herab. Bei erfolgreicher Windbestäubung bilden sich kleine, grünbraune Nüsschen, die schwer vom Stängel herabhängen. Die Pflanze vermehrt sich außerdem sehr leicht durch ihre vielen langen Wurzelausläufer. Wer sie jederzeit griffbereit haben will, kann sie auch im eigenen Garten pflanzen, z.B. in einer Ecke oder entlang des Gartenzauns. Auch eine Kultivierung im Topf ist möglich.

Boden und Standort
Brennnesseln wachsen fast überall in stickstoffreichen Böden. Im Halbschatten fühlen sie sich wohler als in der prallen Sonne.
Man kann Brennnesseln auch im Topf kultivieren. Sie benötigen allerdings viel Platz, daher sollte auf eine ausreichende Topfgröße geachtet werden.


Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Brennnesseln kann man in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Anfang März bis Mitte Mai vorkultivieren. Man legt 4-6 Samen in einen kleinen Blumentopf, bedeckt sie nicht oder nur wenig mit Erde (Lichtkeimer) und hält sie mit Hilfe eines Wasserzerstäubers gleichmäßig feucht. Bei einer minimalen Keimtemperatur von 10°C dauert die Keimdauer ca. 10-14 Tage.
Sobald sich die ersten Blätter entwickelt haben, können die Jungpflanzen ab Mitte April ins Freie gesetzt werden.


Aussaat im Freien
Eine direkte Aussaat im Freiland ist ebenso möglich (idealerweise Ende März bis Mitte Mai), allerdings sind manche Brennnesselsamen schlecht keimfähig. Es sollte ein Pflanzabstand von 25-35 cm eingehalten werden. Da sich Brennnesseln sehr rasch über das eigene Wurzelwachstum vermehren, ist die Pflanzung an einer abgegrenzten Stelle im Garten empfehlenswert.


Pflege
Brennnesseln wachsen wie Unkraut und benötigen daher keine Pflege.


Blüte und Ernte
Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juli bis September.
Die Erntezeit erstreckt sich grundsätzlich von Mai bis September, wobei schon ab März junge Sprossen und Blätter geerntet werden können. Die Ernte erfolgt am einfachstem mit Hilfe von Handschuhen und einer Gartenschere oder einem scharfen Messer. Durch regelmäßiges Zurückschneiden treiben die Pflanzen immer wieder neu aus.
Zur Ernte des Laubs empfiehlt sich der Zeitraum vom zeitigen Frühling bis zur Blütezeit, d.h. von März bis Juni (für Wildgemüse und Tee). Blühende Brennnesseln schmecken nicht mehr so gut und können leicht faserig werden. Diese finden Verwendung bei rheumatischen Beschwerden. Die Samen werden zur Vollreife im August und September geerntet (zur Stärkung). Die ideale Erntezeit für Wurzeln ist im Oktober oder März (gegen Prostatabeschwerden und Reizblase).


Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Ausläufer oder Samen.


Konservieren
Brennnesseln und deren Samen kann man trocknen. Dazu werden die Stiele zusammengebunden und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort getrocknet. Idealerweise erfolgt die Ernte hierfür an einem regenfreien, trockenen Tag, damit der Trockenprozess nicht zu lange dauert und keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. In luftdichten Dosen oder Gläsern an einem kühlen und trocknen Ort aufbewahrt, kann man das getrocknete Kraut und die Samen ca. 1 Jahr verwenden.


Überwintern
Brennnesseln sind winterhart und können ohne Frostschutz im Freien überwintern.

Verwendung
  • Brennnesselblättertee: 2 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen,  10 Minuten ziehen lassen und abseihen, regt den Stoffwechsel an und wirkt gegen Rheuma und Gicht, Leberbeschwerden, Magen- u. Darmbeschwerden sowie Frühjahrsmüdigkeit, 3-4 mal täglich trinken, je nach Belieben etwas Apfelsaft, Melisse, Kamille oder Fenchelsamen hinzugeben. Eine Kur, bei der täglich 4 Tassen Brennnesseltee getrunken werden, sollte mindestens 4 Wochen und maximal 8 Wochen durchgeführt werden. 
  • Brennnesselspinat hat ein hohes Gehalt an Eiweiß, Eisen, Kalzium, Magnesium, Silizium sowie Vitamin A und C.
  • Brennnesselpesto: klein gehäckselte Brennnesselblätter mit Pinienkernen oder Walnüssen, Öl, Salz und Zitronensaft abmischen.
  • Brennnesselbutter: 1 Handvoll Brennnesselblätter ganz fein hacken und mit 250 g weicher Butter, etwas geriebener Zitronenschale und 2 zerdrückten Knoblauchzehen verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Getrocknete Samen können z.B. als leckere Salatbeigabe oder frisch auf dem Butterbrot verwendet werden.
  • Einsatz im Garten zur Schädlingsbekämpfung (Brennnesselbrühe) und als natürlicher Dünger (Brennnesseljauche) oder Mulch (Brennnesselschicht + Grasschnitt = Humus).
  • Brennnesseltinktur: bei Allergien und starken Umweltbelastungen

Vor der Verwendung in der Küche als frische Zutat müssen die Brennhaare abgebrochen werden. Dazu legt man die geernteten Blätter auf ein Geschirrtuch, rollt dieses samt den Blättern ein und wringt die Rolle dann (ausdrücken wie ein nasses Handtuch). Auch durch Kochen, Dünsten, Pürieren oder Trocknen werden die schmerzenden Brennhaare unschädlich gemacht.
Zur optimalen Entfaltung der Heilwirkungen wird eine Tagesdosis von 8-12 g der Blätter für einen Zeitraum von 6-8 Monaten, sowie 4-6 g der Wurzeln für eine Langzeitanwendung empfohlen. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.


 
Inhaltsstoffe im Detail
  • Blätter: bis zu 20 % Mineralstoffe (Kieselsäure, Eisen, Mangan, Kalium, Kalzium), Vitamin A, B2, B5, C, E und K, organische Säuren (Ameisen- und Essigsäure), Azetylcholin, ungesättigte Fettsäuren, Kaffeoylchinasäuren, Flavonoide, phenolische Carbonsäuren, Chlorophyle
  • Wurzeln: Gerbstoffe, Phytosterole, Urtica-Agglutinine, Polysaccharide, 3-ß-Sitosterin, Scopoletin (Kumarin), Isolektine, Lignane
  • Samen: Vitamin E, essenzielle Fettsäuren, Phytohormone
  • Brennhaare: biogene Amine (Histamin, Serotonin)

Brennnessel

Die Brennnessel, auch Nesseln, Donnernesseln, Hanfnesseln oder Eselskraut genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Brennnesselg...