Ein Gemüsebeet anlegen

Der ideale Standort für ein Gemüsebeet ist in der Sonne (mindestens 7 Sonnenstunden pro Tag), möglichst windgeschützt z.B. in der Nähe einer Hecke oder einer Mauer und mit einer Wasserstelle in der Nähe.

Ein lockerer, humoser und feinkrümeliger Boden ist die beste Voraussetzung für die meisten Gemüsesorten. Bevor man mit der Bodenverbesserung startet, muss die Bodenart bestimmt werden. Dazu formt man die feuchte Erde zu einer Kugel.
  • Sandboden: körnige Struktur, zerfällt wenn man eine Kugel formen will
    Vorteil: große Hohlräume, Regenwasser dringt gut in den Boden ein, leicht zu bearbeiten
    Nachteil: Wasser und Nährstoffe werden schlecht gespeichert
  • Lehmboden: glatte Erde, die fest zusammenhält, klebt nicht an den Händen
    Vorteil: Wasser wird gut gespeichert
    Nachteil: Wasser kann schlecht abfließen und es bildet sich leicht Staunässe, Boden wird schnell hart, trocknet aus, bildet Risse und ist schwer zu bearbeiten
  • Tonboden: glatte, klebrige Erde, die fest zusammenhält, beim Reiben bildet sich eine glänzende Oberfläche
    Vorteil: hoher Nährstoffgehalt
    Nachteil: überflüssiges Wasser kann schlecht abfließen, geringer Luftanteil in den kleinen Hohlräumen, schwer zu bearbeiten
In unserem Garten haben wir eine Mischung aus extrem schweren Lehm- und Tonboden mit vielen Steinen. Das Ausheben der Grasnarbe und die ersten Umgrabearbeiten waren daher sehr mühsam. Mit der Zeit wird es aber immer einfacher und somit merke ich, dass die Maßnahmen greifen:
Mit den Vorarbeiten beginnt man am besten schon im Herbst, damit der Boden bis zur Pflanzung im folgenden Frühling gut vorbereitet ist. Durch grobes Umstechen im Vorfeld kann der Frost im Winter den Boden nämlich weiter lockern (gelockerte Lehmplatten platzen bei Frost auf).
Ich habe im Herbst auch gleich etwas Pferdemist eingearbeitet, damit dieser verrottet und den Boden etwas lockert.
Anfang des Jahres wird reifer Kompost eingearbeitet. Dadurch binden sich die Tonpartikel zu Krümeln, es bilden sich größere Hohlräume und der Luftgehalt des Bodens steigt. So kann das Wasser besser abfließen und die Pflanzen können den Boden leichter durchwurzeln.
Nach Möglichkeit kann man auch etwas Sand untermischen. Das lockert den Boden noch weiter.
Nach mindestens 3-4 Wochen, wenn sich der Boden gelockert und gesetzt hat, glättet man die Oberfläche mit einem Rechen und dann können die ersten Samen gesät werden bzw. Pflanzen eingesetzt werden.

Als Beeteinfassung eignen sich Rasenkanten, Steine, Holz, Kräuter (z.B. Thymian, Frauenmantel), Buchsbaum, u.s.w. Ich habe mich für dieselben Rasenkanten entschieden, die in meinem Garten auch bei den Hochbeeten und Gartenstiege / -weg im Einsatz sind. So ergibt sich ein einheitliches Bild.

Bei Bedarf kann vom Frühling bis zum Spätsommer Gründünger ausgesät werden, damit der Boden für das folgende Jahr gut gelockert wird. Für schwere Böden eignen sich Gründüngepflanzen mit starken Wurzeln, wie z.B. Ölrettich und Lupinen.


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